Handwerker-Betrug: "Firma" Oliver Karhausen bei ebay Kleinanzeigen

    • Mystique schrieb:

      Kurzes abschließendes Statement:
      Die Kontaktdaten den Anwalts habe ich bis übrigens bis heute nicht erhalten!

      Allerdings hatte ich im Mai Gelegenheit beide persönlich zu sehen. Die öffentliche Verhandlung habe ich mir angeschaut, die Plätze für die Zuschauer waren fast zu wenig. Schlussendlich wurde die gleiche Masche bei allen Geschädigten gefahren, Geld wurde vereinnahmt, Arbeiten nicht geleistet oder leere Versprechungen gemacht.
      Auch wenn es für die Justiz nur ein kleiner Fisch ist, für die Geschädigten bedeutete es in jedem Fall viel Ärger.
      Kann man nur hoffen, dass er keine Möglichkeiten mehr erhält so weiter zu machen.
      Nach der Gerichtsverhandlung zeigte sich Herr Karhausen uns gegenüber sehr freundlich, entschuldigte sich und bot uns an ,den Schaden zu begleichen. Er meldete sich sogar später noch einmal bei mir persönlich und wir machten einen Treffpunkt aus, um uns außergerichtlich zu einigen. Schade ist, dass es nie zu einem Treffen gekommen ist.
    • Neu

      Hm, irgendwie verstehe ich nicht ganz. Gerade, WENN es einen weiteren Verhandlungstag gegeben hat, sollte es doch irgendeinen Mini-Bericht in einer örtlichen Tageszeitung geben? Auch diese kostenlosen Wochenblätter berichten oftmals von Verhandlungen.

      Als ich vor vielen Jahren bei ebay betrogen wurde, hatte ich das unglaubliche Glück, dass das Konto des Täters bereits von der Staatsanwaltschaft geschlossen worden war. Mein Geld wurde zurück überwiesen. Der Typ hatte in großem Stil betrogen und hat vor dem Auffliegen blitzartig seine große Lagerhalle geräumt. Ich fand einen Artikel in der Zeitung und passend dazu ein Foto der Lagerhalle mit den spärlichen Überresten.
      Der Betrüger wurde geschnappt und ein Jahr später war die Verhandlung. Auch darüber wurde berichtet und spätestens, als ich dieses Foto wiedersah, wusste ich, um wen es sich handelte.
      Es ging runter wie Öl, dass die Strafe Dreieinhalb Jahre betrug. Natürlich ohne Bewährung.
      Trotzdem bin ich so gut wie überzeugt, dass der weitermacht. Vielleicht vom Ausland aus. Sein Heimatland war der tiefe Süden...

      Also: Vielleicht mal googlen, ob es in eurem Fall nicht auch einen Zeitungs-Artikel über den Prozess-Ausgang gibt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sybille53 ()

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      Hallo, Herr Karhausen hatte einen guten Anwalt, der dem Richter glaubhaft machen konnte, dass er selbst verschiedene Arbeiten getätigt hat und er anschließend leider verhindert war und daher die Arbeiten nicht zu Ende führen konnte. Der Richter hat letztendlich aus Mangel an Beweisen einen Freispruch ausgesprochen. Zivilrechtlich ist er allerdings zumindest in einem Fall zu ca. 5000Euro Schadenersatz verurteilt worden (in einer anderen Verhandlung). Bei den anderen Geschädigten hat er bereits vor der strafrechtlichen Verhandlung Rückzahlungen getätigt. Bei uns hat er sich nach der Verhandlung entschuldigt und einen Ausgleich versprochen, den er aber nie getätigt hat.
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      Sybille53 schrieb:

      Freispruch mangels Beweise.
      Ist der sogenannte "Freispruch 2. Klasse": Das Gericht hat da oft durchaus Anhaltspunkte für eine Täterschaft des Angeklagten, nur reichen die Beweise eben für eine Verurteilung nicht aus. Anders der "Freispruch 1. Klasse", nämlich der wegen erwiesener Unschuld, da kommt das Gericht zu der Überzeugung, dass eine Täterschaft nicht vorliegt. War dann aber hier nicht der Fall.