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engelchen

Auktionshilfe Inventar

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1

Dienstag, 30. Juni 2009, 21:33

Sicherheit geht vor - Tipps gegen Betrug im Internet

Zuerst die 10 goldenen Regeln, die die Polizei als Vorsichtnahme bei E-Commerce jedem User ans Herz legt:

Zitat


1. Informieren Sie sich als privater Teilnehmer am E-Commerce so gut es geht über Ihren Geschäftspartner, also z.B. den Verkäufer eines Artikels in einer Online-Auktion.

2. Achten Sie bei gewerblichen Händlern auf die so genannte Anbietertransparenz und vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Kriterien wie - Identität/Anschrift des Anbieters - Garantie- und Gewährleistungsbedingungen - Rückgabe- bzw. Widerrufsrecht - Warenbeschreibung und Preis der Ware - Zeitpunkt über das Zustandekommen des Vertrages - Lieferbedingungen inklusive Versandkosten sowie - Zahlungsmodalitäten auf den Seiten des Internet-Shops oder der Auktion leicht auffindbar sind. Ansonsten ist Misstrauen angebracht.

3. Prüfen Sie insbesondere solche Angebote ganz genau, bei denen Sie in finanzielle Vorleistung treten müssen.

4. Informieren Sie sich auf den Internet-Seiten von Verbraucherschutzverbänden, privaten Vereinen, speziellen Diskussionsforen und Computerzeitschriften oder auch dem Sicherheitsportal von eBay über mögliche Risiken.

5. Achten Sie auf Ihr Rückgaberecht. Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wurde, innerhalb von zwei Wochen widerrufen oder die Ware zurückgeben werden.

6. Die Zwei-Wochen-Frist beginnt, nachdem dem Verbraucher die Belehrung über sein Widerrufsrecht zugegangen ist bzw. wenn er die Ware zu Hause erhalten hat, ansonsten verlängert sich die Frist auf sechs Monate.

7. Achten Sie auf die Bezahlmöglichkeiten des Online-Geschäfts. Geben Sie der Zahlung per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug den Vorzug vor Kreditkartenzahlung oder Nachnahme.

8. Informieren Sie sich über Zusatzkosten. Händler aus Nicht-EULändern müssen nur mitteilen, dass Zusatzkosten wie Steuern oder Zoll anfallen können, aber nicht, wie hoch diese im Einzelfall sind. Lediglich die genauen Versandkosten müssen immer genannt werden.

9. Achten Sie auf technische Sicherheit: Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Meist geschieht dies mit dem Verschlüsselungsverfahren „SSL“. Erkenntlich ist dies an dem „s“ hinter dem http:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen, dass eine gesicherte Verbindung zu dem Anbieter besteht.

10. Tritt trotz aller Bemühungen ein Schadensfall ein, zeigen Sie den Sachverhalt sofort bei der Polizei an!


Quelle hier:

Bericht

Ein Auszug:

Zitat

Polizei, eBay und Versandhandel gegen Internet Kriminalität

Polizei: Verbraucher sind häufig zu sorglos im Netz unterwegs

Stuttgart – Kaum eine Handelssparte kann derzeit mit solchen Wachstumszahlen glänzen wie der Online-Handel: Der Verkauf von Waren über das Internet nahm nach Angaben des deutschen Versandhandels im vergangenen Jahr um 36 Prozent zu - allein bei eBay wurden im Jahr 2004 Artikel im Wert von 34,2 Milliarden gehandelt. Aber nicht nur die Zahl der Kaufwilligen und ihrer Geschäfte steigt. Längst haben auch Kriminelle den Handel im Internet, den so genannten E-Commerce, für ihre Machenschaften entdeckt. So registrierte die Polizei im Jahr 2004 in der Polizeistatistik 270.000 Anzeigen wegen Waren- und Warenkreditbetrugs. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von rund 45.000 Fällen. Die Polizei führt den Anstieg beim Warenbetrug zu einem erheblichen Teil auf betrügerische Geschäfte im Internet zurück, die rund 42 Prozent aller Fälle ausmachen. Im Hinblick darauf ist es in zunehmendem Maße Besorgnis erregend, wie unbedarft sich viele deutsche Verbraucher im Netz tummeln.




Fachanwalt für gewerbliches Recht, ich empfehle: Malte Mörger

bubu.m

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2

Mittwoch, 1. Juli 2009, 15:03

Zitat aus dem vorhergehenden Beitrag:

Zitat

"(...) Im Hinblick darauf ist es in zunehmendem Maße Besorgnis erregend, wie unbedarft sich viele deutsche Verbraucher im Netz tummeln."


Das wird eBay sehr gerne lesen. Es war immer schon die Botschaft der eBay-Presseabteilung, daß die Nutzer bei Betrug selbst Schuld sind.

Die Realität sieht anders aus. Als der mit Abstand größter Marktplatz im Internet hat eBay selbst Betrug im großen Stil begünstigt. Gleichzeitig wurde gegenüber den Nutzern die Risiken verharmlost.

eBay war und ist nicht bereit, ein sicheres Anmeldeverfahen zu installieren. Man kann sich mit beliebigen Daten und beliebigen Kontoverbindungen registrieren lassen. Wirksame Maßnahmen gegen die Accounthacker hat eBay jahrelang nicht ergriffen. Die Sicherheitsprüfungen schrecken Kriminelle kaum ab. Sogar dann, wenn es eindeutige Verdachtsmomente gibt, läßt eBay Betrüger oft weiter gewähren. Das belegen dutzende Beiträge aus den eBay-Foren.

eBay hat es auch immer wieder vermieden, Risiken offen zu kommunizieren und Nutzer aufzuklären. Es hat z.B. 3 Jahre gedauert, bevor eBay auf den Hilfeseiten etwas zum Thema Account-Hacking geschrieben hat. Die verspäte Reaktion erklärte mir ein eBay-Manager damit, daß man die vielen neuen Nutzer nicht mit solchen Szenarien "verunsichern" wollte.

Seit 2 Jahren wird auch die eBay-Transparenz auf der Plattform konsequent eingeschränkt. Wird ein Händler gesperrt, ist nun keines der abgelaufenen Angbote mehr einsehbar. Für Geschädigte ist es mehr als ärgerlich, nicht mehr auf Artikelbeschreibungen zurückgreifen zu können. Eine Kommunikation zwischen Geschädigten (eBay-Mailsystem) wird zudem erschwert oder unmöglich gemacht.

In der Öffentlichkeit stellt sich eBay hin und erzählt etwas von einer Schadensquote von 0,01 %. Zitat eBay:

Zitat

Den Anteil von Auktionen, die betrügerisch oder mit Missverständnissen auf Seiten von Käufer oder Verkäufer verlaufen, gibt eBay mit 0,1 Promille an, also einem von 10.000 Fällen.


Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/w…-verkaufen.html

In einem späteren Onlinechat hat der eBay-Geschäftsführer Groß-Selbeck diese Aussage ausdrücklich bestätigt. Natürlich ist das ausgemachter Blödsinn, denn wo findet man einen Käufer, der nach nur 10.000 Transaktionen noch nicht über ernsthafte Probleme berichten kann. Wer so wie der eBay-Geschäftsführer Risiken verharmlost, begünstigt eine Gefühl der Scheinsicherheit bei den Nutzern. Und genau das ist gefährlich.

eBay trägt einen erheblichen Teil Verantwortung, daß Internetbetrug zu einem Massendelikt geworden ist. Man hat Betrug zugelassen, weil eine effektive Bekämpfung nicht mit den ehrgeizigen Wachstumszielen vereinbar war. Allerdings hat eBay inzwischen die Quittung bekommen. Der Ruf der ist nachhaltig ramponiert und das Wachstum der Auktionsplattform stagniert..

biguhu

Auktionshilfe Inventar

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3

Mittwoch, 1. Juli 2009, 20:35

Zitat

Original von bubu.m
Zitat aus dem vorhergehenden Beitrag:

Zitat

"(...) Im Hinblick darauf ist es in zunehmendem Maße Besorgnis erregend, wie unbedarft sich viele deutsche Verbraucher im Netz tummeln."


Das wird eBay sehr gerne lesen. Es war immer schon die Botschaft der eBay-Presseabteilung, daß die Nutzer bei Betrug selbst Schuld sind.

Die Realität sieht anders aus. Als der mit Abstand größter Marktplatz im Internet hat eBay selbst Betrug im großen Stil begünstigt. Gleichzeitig wurde gegenüber den Nutzern die Risiken verharmlost.


Das ist zwar alles nicht abzustreiten. Trotzdem halte ich es für zu einseitig, jede Schuld ebay zuzuschreiben. Wir erleben es doch hier und andernorts täglich, wie naiv, ja geradezu fahrlässig, ein großer Teil der Käufer bei ebay und grundsätzlich im Internet ist.

Bei Sätzen wie "Ich habe mir nach dem Kauf mal das Bewertungsprofil angeschaut" oder Käufen bei 0ern, die im großen Stil Neuware verkaufen, sträuben sich mir die Haare. Und leider sind das keine Ausnahmen, sondern Alltag!
Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - das nennen sie dann ihren Standpunkt.

bubu.m

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4

Mittwoch, 1. Juli 2009, 21:13

@biguhu

Mein Absicht ist es nicht, die Eigenverantwortung des einzelnen Nutzers zu bestreiten. Informierte Nutzer gehen bewußter mit Risiken um.

Einseitig ist aber die Haltung eBays, denn eBay ist nicht bereit, Fehler und Versäumnisse einzuräumen. Statt dessen werden in der Öffentlichkeit Sicherheitsprobleme regelmäßig verharmlost.

Sicherheitspolitik ist für eBay überweigend eine Aufgabe des Marketings. Dort vermutet man, daß zu viel Wissen um potentielle Risiken bei bestimmten Nutzergruppen eher zu einer Kaufhemmung führt. Die Angst der Käufer wird höchstens genutzt, um damit Promotion für eigene Produkte wie PayPal zu machen. Das bringt dann weiteren Profit.

Drapondur

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Mittwoch, 1. Juli 2009, 21:47

Zitat

Original von bubu.m
Das bringt dann weiteren Profit.


Letztlich ist das logischerweise das Ziel von eBay - und daran ist selbstverständlich auch nichts zu beanstanden.

Vereinfacht ausgedrückt, ist die Sache für eBay eine Rechenaufgabe:

Auf der einen Seite der Rechnung steht der "Kollateralschaden" durch schlechte Presse nach Betrugsfällen.

Auf der anderen Seite steht der gesteigerte Profit z.B.: durch die vermehrte Nutzung von PayPal infolge eigener Werbemassnahmen, die diese Betrugsfälle ausnutzen.

Dann kommen die Erbsenzähler zum Zug und am Ende steht dann eine Entscheidung.

Viele Massnahmen, die eBay eingeführt hat (um den Marktplatz "sicherer" oder "attraktiver" zu machen) haben bereits unzählige Propheten auf den Plan gerufen, die da sagten: "Das ist der Untergang von eBay"

Naja ...

Da fällt mir grad ein - es gibt doch neuerdings eine Organisation, die Missbräuche der Lebensmittelindustrie (in Sachen Qualität und/oder Marketing) aufzudecken versucht:

Foodwatch - vielleicht brauchen wir hier so etwas wie "Baywatch" :D
was ist, ist.

zuunami.de - Dreh´Dein Ding !

Kartenlegen in Berlin

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engelchen

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Donnerstag, 2. Juli 2009, 18:35

da wir dies aber nun alle wissen und trotzdem noch viele blind durch die Gegend laufen, bei eBay so schnell scheinbar nichts zu ändern ist ist es unsere Pflicht, die User, und zwar ob Käufer oder Verkäufer mit dem Nötigsten zu versorgen, sich weitestmöglich schonmla selber zu schützen und VORHER schon hier und in anderen Threads genannte Dinge zu beachten.

@bubu: Natürlich liegen viele Dinge bei eBay im Argen, allerdings bringt es auf die Schnelle niemanden weiter. Wenn ich vor ein Auto laufe, dann kann ich auch nicht später sagen, mir hätte niemand beigebracht nach links und rechts zu schauen !

Mit einem lieben Gruß aus Kölle.....
Fachanwalt für gewerbliches Recht, ich empfehle: Malte Mörger

7

Freitag, 3. Juli 2009, 08:45

Zitat

Original von bubu.m
eBay war und ist nicht bereit, ein sicheres Anmeldeverfahen zu installieren. Man kann sich mit beliebigen Daten und beliebigen Kontoverbindungen registrieren lassen. Wirksame Maßnahmen gegen die Accounthacker hat eBay jahrelang nicht ergriffen. Die Sicherheitsprüfungen schrecken Kriminelle kaum ab. Sogar dann, wenn es eindeutige Verdachtsmomente gibt, läßt eBay Betrüger oft weiter gewähren. Das belegen dutzende Beiträge aus den eBay-Foren

[....]


Seit 2 Jahren wird auch die eBay-Transparenz auf der Plattform konsequent eingeschränkt. Wird ein Händler gesperrt, ist nun keines der abgelaufenen Angbote mehr einsehbar. Für Geschädigte ist es mehr als ärgerlich, nicht mehr auf Artikelbeschreibungen zurückgreifen zu können. Eine Kommunikation zwischen Geschädigten (eBay-Mailsystem) wird zudem erschwert oder unmöglich gemacht.



Weil Ebay sich nicht um genügend Sicherheit kümmert, sollte sich jeder, der sich trotzdem traut im Rahmen der Möglichkeiten selber absichern.

Darum ist jeder gute Tipp hilfreich, und

man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu ;)
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »scharfmacher« (Gestern, 17:41) :O

bubu.m

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Freitag, 3. Juli 2009, 17:41

@Stubentiger

Zitat

Darum ist jeder gute Tipp hilfreich, und
man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu.


In einem einem Forum mit dem Namen "Auktionshilfe" wünsche ich mir eine differenzierte und kritische Analyse von Ratschlägen rund um eBay und den Internetkauf.

Die oben verlinkten Ratschläge sind viel zu allgemein und zu oberflächlich. Auf Internetauktionen sind sie nur bedingt anwendbar. Hier ein Zitat:

Zitat

Geben Sie der Zahlung per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug den Vorzug vor Kreditkartenzahlung oder Nachnahme.


Zahlung auf Rechnung und per Bankeinzug bieten nicht einmal 1% der Verkäufer an. Die Zahlungsart "Überweisung" ist hingegen weit verbreitet. Warum ich aber Überweisungen der relativ sicheren Kreditkartenzahlung oder der Nachnahme vorziehen soll, erschließt sich mir nicht.

engelchen

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9

Freitag, 3. Juli 2009, 20:42

@bubu:

Zitat


In einem einem Forum mit dem Namen "Auktionshilfe" wünsche ich mir eine differenzierte und kritische Analyse von Ratschlägen rund um eBay und den Internetkauf.

Die oben verlinkten Ratschläge sind viel zu allgemein und zu oberflächlich. Auf Internetauktionen sind sie nur bedingt anwendbar.


Ich denke, dass diese Ratschläge, von der Polizei vergeben und durchaus auch allgemein gehalten, erstmal sinnvoll sind.

Weiteres OT erspar ich mir und melde mich per PN ! X(
Fachanwalt für gewerbliches Recht, ich empfehle: Malte Mörger

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