Aktionismus nach dem Flugzeugabsturz

    • Ich empfinde es als ein sinnvolles Postulat mehr


      karakorum666 schrieb:


      werv schrieb:

      Das geht viel weiter. Unsere Gesellschaft basiert auf kognitiven Fähigkeiten. Man muss der Gesellschaft beibringen,
      dass eine psychische Erkrankung nicht gleichzeitig einen kognitiven Ausfall bedeutet.
      Meinst du nicht, dass du damit die eine Diskriminierung durch eine andere bekämpfst?Nein, nein! Ich bin nicht doof! Statt: Nein, nein! Ich bin nicht krank!
      Und außerdem reduziert man das berufliche Funktionieren allein auf die kognitiven Fähigkeiten, wo doch allenthalben nach "Softskills" gerufen wird. - Zu Recht!

      Ich sage nur, daß man psychisch kranken Leute (wie man sie in der heutigen Zeit eben nennt) und somatischen gleich behandeln sollte.
      Krank ist erstmal krank.

      Und ja - unsere Gesellschaft basiert auf kognitiven Fähigkeiten - wie wenig mir das auch gefällt. Das würde allerdings einen eigenen
      Thread wert.
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    • @Schmatter: Ich empfinde es als ein vernünftiges Postulat, mehr für die Forschung
      an unserem Geist zu tun. Ich glaube aber, dass die Klassifizierrung bleiben wird.
      Psychisch und Somatisch müssen nur gleichberechtigt sein.

      Doch es wird noch sehr viel Zeit kosten.

      Inzwischen sollte man eben für die Normalisierung sorgen.
      Chancengleichheit.


      Homosexuelle können sagen "Ich bin schwul - und es ist gut so"

      Depressive können es nicht !




      Ich kann nicht akzeptieren, dass ein Fresssack, der einen Herzifarkt hatte, besser behandelt wird,
      als eine psychische Erkrankung.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von werv ()

    • Doch viele psyschich Kranke erkennen ihre Krankheit nicht und holen sich dementsprechend nicht die angebotene Hilfe.

      Ist mir ja auch passiert.

      Als ich einen neune chefe bekam hat der mich zu sich gerufen und mir von seiner psyschich kranken Frau erzählt. Erst da ist mir aufgegangen, dass er mich meinte und ich habe mir Hilfe gesucht und gefunden.
      Solange das vermeintliche Recht Einzelner zum Unrecht für Andere wird gibt es keine Gerechtigkeit. myself

      Das was ich hier sage ist keine Rechtsberatung, sondern stellt meine persönliche Meinung dar und kann zu neuen Denkansätzen beitragen, auch wenn es "rechtlich" nicht immer einwandfrei erscheint.
    • #61 Werv, mir ist trotzdem immer noch nicht klar, was genau diese Aufklärung (so inhaltlich richtig sie sein mag) gerade in diesem Fall bringen sollte.
      Ich habe im Verlauf der ganzen ausufernden Diskussion nicht ein einziges Statment gelesen, wo jemand Bedenken geäußert hätte, ein psychisch kranker Mensch könne zu doof sein, ein Flugzeug zu fliegen. Vielmehr drehten sich die Ängste -berechtigt oder nicht- um Themen wie: erhöhte Aggressivität - fehlende Impulskontrolle - narzisstische Größenphantasien. Also alles Befürchtungen, die sich auf die Emotionalität bezogen, nicht auf die kognitiven Fähigkeiten. Gelegentlich wurde sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gefährdete Menschen intelligent genug seien, ihre Gefährdung vor den untersuchenden Ärzten zu verheimlichen/überspielen.

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    • Der Typ hat seine kognitiven Fähigkeiten dazu benutz sich schlau zu machen um das Fluzeug zum Absturz zu bringen. Er hat sich über Selbsttötung informiert und dann den Weg gewählt den er gegangen ist.
      Solange das vermeintliche Recht Einzelner zum Unrecht für Andere wird gibt es keine Gerechtigkeit. myself

      Das was ich hier sage ist keine Rechtsberatung, sondern stellt meine persönliche Meinung dar und kann zu neuen Denkansätzen beitragen, auch wenn es "rechtlich" nicht immer einwandfrei erscheint.
    • Krennz schrieb:

      Der Typ hat seine kognitiven Fähigkeiten dazu benutz sich schlau zu machen um das Fluzeug zum Absturz zu bringen. Er hat sich über Selbsttötung informiert und dann den Weg gewählt den er gegangen ist.
      Seine kognitiven Fähigkeiten haben ihn aber nicht davon abgehalten es zu tun.

      Es ist eine gute Frage, wie es mit richtiger Begleitung gewesen wäre.
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    • werv schrieb:

      Seine kognitiven Fähigkeiten haben ihn aber nicht davon abgehalten es zu tun.
      Warum sollten sie auch?
      Kognitive Fähigkeiten sind weder ein Garant für ethisches Verhalten noch für einen ausgeglichenen Gefühlshaushalt.
      Auch nicht für ein gesundes Selbstwertgefühl und ein intaktes Sozialleben.

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    • karakorum666 schrieb:

      werv schrieb:

      Seine kognitiven Fähigkeiten haben ihn aber nicht davon abgehalten es zu tun.
      Warum sollten sie auch?Kognitive Fähigkeiten sind weder ein Garant für ethisches Verhalten noch für einen ausgeglichenen Gefühlshaushalt.
      Auch nicht für ein gesundes Selbstwertgefühl und ein intaktes Sozialleben.
      Doch eben diese Fähigkeiten geben auch einem psychisch kranken vor, wie er/sie sich eigentlich zu verhalten hätte/sozial konform verhalten müsste.
      Wenn es kognitiv richtig ist sich und viele andere umzubringen - dann macht man es eben.

      Es geht um einen Unterschied zwischen einer Gesellschaft, die einem/r vorgibt ein Zahnrädchen zu sein und in seinem Beruf erfülltes Leben zu haben und
      einer Gesellschaft, wo man um jeder Preis Berühmt/Berüchtigt werden muss (DSDS).

      Klappt es nicht in Leben, dann eben in dem Tod.

      Deswegen wäre meine erste (aktionistische) Regel daß man alle Massenmörder in den Grab der Vergessenheit lassen sollte.
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    • werv schrieb:

      Doch eben diese Fähigkeiten geben auch einem psychisch kranken vor, wie er/sie sich eigentlich zu verhalten hätte/sozial konform verhalten müsste.
      Das ist in dieser Allgemeinheit natürlich blanker Unsinn.
      Bei manchen psychischen Erkrankungen gehört es sogar zu den Leitsymptomen, dass diese Einschätzung verloren geht. - Und noch weitere Teile eines "gesunden" Realitätsbezugs.

      Auf den Rest deines Beitrags kann ich erst eingehen, wenn du da ein bisschen Ordnung reingebracht hast.

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    • karakorum666 schrieb:

      werv schrieb:

      Doch eben diese Fähigkeiten geben auch einem psychisch kranken vor, wie er/sie sich eigentlich zu verhalten hätte/sozial konform verhalten müsste.
      Das ist in dieser Allgemeinheit natürlich blanker Unsinn.Bei manchen psychischen Erkrankungen gehört es sogar zu den Leitsymptomen, dass diese Einschätzung verloren geht. - Und noch weitere Teile eines "gesunden" Realitätsbezugs.
      Natürlich ist es von der spezifischen Erkrankung auszugehen. Und auch wie weit es fortgescrhitten ist.
      Ich will nur darauf hinweisen, dass eine Person, die ihre Erkrankung erfolgreich versteckt viel gefährlicher ist, als
      eine Person, die sich behandeln lässt.
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    • Über zwei Wochen lang hat man die erregte Öffentlichkeit mit Pseudoinformationen über einen Copiloten, dessen Freundin, Krankenakte, letzte Googleinteressen und Herzfrequenz überfüttert.

      Jetzt, wo die Erregung und vermutlich auch bald das Interesse abzuflauen beginnen und zweifellos demnächst eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird -

      dürfen wir folgendes erfahren:

      zeit.de/mobilitaet/2015-04/flu…loten-eu-kommission-ruege

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    • Der Weltpilotenverband IFALPA verwies darauf, dass jede Flugunfalluntersuchung nach international festgelegten Standards vorgenommen werden müsse. Die Untersuchung im Fall des Germanwings-Fluges 4U 9525 genüge diesen Standards bisher nicht.
      „Die Veröffentlichung von vertraulichen Informationen, medialer Druck und politische Erwägungen beschädigen jenes hart erkämpfte Umfeld, auf welches sich die Luftfahrtindustrie geeinigt hat, um Flugunfälle zu untersuchen und daraus Verbesserungen zu erarbeiten“, erklärte der Verband.

      Es wird vielleicht doch nicht so einfach und eindimensional:

      handelsblatt.com/panorama/aus-…ntersuchung/11628918.html

      vcockpit.de/presse/pressemitte…ews/ifalpa-statement.html

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    • karakorum666 schrieb:

      Der Weltpilotenverband IFALPA verwies darauf, dass jede Flugunfalluntersuchung nach international festgelegten Standards vorgenommen werden müsse. Die Untersuchung im Fall des Germanwings-Fluges 4U 9525 genüge diesen Standards bisher nicht.
      „Die Veröffentlichung von vertraulichen Informationen, medialer Druck und politische Erwägungen beschädigen jenes hart erkämpfte Umfeld, auf welches sich die Luftfahrtindustrie geeinigt hat, um Flugunfälle zu untersuchen und daraus Verbesserungen zu erarbeiten“, erklärte der Verband.

      Es wird vielleicht doch nicht so einfach und eindimensional:

      handelsblatt.com/panorama/aus-…ntersuchung/11628918.html

      vcockpit.de/presse/pressemitte…ews/ifalpa-statement.html

      Auch wenn das Statement natürlich sehr diplomatisch und "vorsichtig" formuliert ist, das was da gesagt wird vom Weltpilotenverband hat es in sich!
      Und auch überhaupt, dass dieses Statement so kommt.

      Das muss man sich mal genau überlegen.
      Ein Flugzeugabsturz, 150 Menschen kommen ums Leben und dann verläuft die Flugunfalluntersuchung NICHT nach den international festgeschriebene Standards.
      WARUM?
      Was sollen und dürfen wir nicht erfahren? Was ist da wirklich passiert?

      Die Aussage "Die mutmaßlichen Umstände dieses Absturzes, wie von der französischen Staatsanwaltschaft beschrieben, sind jenseits unseres Vorstellungsvermögens und würden einen extremen Einzelfall darstellen." kann man auch so interpretieren, dass im Weltpilotenverband erheblich Zweifel an der Darstellung der Ursachen des Absturzes bestehen.

      Möglicherweise wird es Jahre dauern, bis die Wahrheit mal ans Licht kommt oder überhaupt nie.
      Wenn es anders war, als es uns "verkauft" wurde, dann dürften auch Zeugen wohl um ihr Leben fürchten.


      Eine irre Welt.....


      Bei der Gelegenheit;
      zum Absturz von MH17 gibt es inzwischen eine "Verschwörungs?" Theorie, dass das eigentliche Ziel des Abschusses ursprünglich eine Maschine war, in der W. Putin saß, die geplant genau zu der Zeit über das Gebiet fliegen sollte, es dann aber wegen Routenänderung doch nicht tat.
      Die Flaggenfarben der Präsidentenmaschine, weiss-blau-rot, sind gleich wie die von Malaysia Airlines, die dann abgeschossen wurde.
      Quelle

      Am Ende wird in dem Artikel erwähnt, dass der Absturz der Itavia DC-9 vom 27. Juni 1980 (81 Menschen starben) auch ein "Fehler" war.
      Es sollte eine Maschine getroffen werden, in der Muammar al-Gaddafi saß.
      Hier dazu auch ein Bericht vom Spiegel 16 Jahre später. Liest sich wie ein Krimi..



      Aber nochmal zur Germanwings und zur These des erweiterten Suizids.
      Es wurde hier viel nachgedacht und sich ausgetauscht darüber, ich habe auch viel nachgedacht.
      Es gibt sicher die Fälle, wo jemand, der seinem Leben ein Ende setzen will, dies ohne Rücksicht auf weitere Opfer tut, Beispiel bewusste Geisterfahrt (ich denke, das gibt es).
      Oder Menschen die sich vor den Zug werfen und das Leid direkt Betroffener wie etwa der Zugführer ausblenden. Das sind anonyme Opfer für den "Selbsttöter".
      Hier der Co-Pilot kannte seine Crew, seinen Pilotenkollegen, die Besatzung; da gibt es zwischenmenschliche Bindungen.
      Ich kann mir wirklich schwer vorstellen, dass jemand die ruhig mit in seinen geplanten Tod nimmt.
      Und, von einem eventuellen Amok"lauf" war ja nicht die Rede, da brennen dann im Falle wohl wirklich alle Sicherungen durch und meist gehen der Tat auch extreme Kränkungen voraus.


      Nach wie vor, ich tue mich sehr schwer mit der Theorie der Absturzursache, die uns vermittelt wurde.


      Jana
    • Dies:

      meedia.de/2015/03/31/germanwin…-luftfahrt-experten-sein/

      gehört eigentlich (auch) in den Medienthread. Zitat:

      Bei Katastrophen wie dem Absturz der Germanwings-Maschine 9525 vergangene Woche gibt es seitens der Medien einen großen Bedarf an Experten, die dem Publikum Zusammenhänge erklären und Fakten darlegen. Gerade bei einer überschaubaren Branche wie der Luftfahrt-Industrie gibt es aber mannigfaltige Verbindungen zwischen Experten, Industrie, Verbänden und auch Journalisten, die oft nicht transparent gemacht werden. Zwei aktuelle Beispiele …

      Ich frag mich mittlerweile, ob die "Leitmedien" -auch die öffentlich-rechtlichen- eigentlich nicht willens oder nicht in der Lage sind, aus Fehlern, die ihnen nachgewiesen wurden, zu lernen bzw. Konsequenzen zu ziehen. Oder halten sie ihre über Jahre eingeschliffene Arbeitsweise mittlerweile für so selbstverständlich und "alternativlos", dass sie gar nicht auf die Idee kommen , jemand könnte daran etwas auszusetzen haben? - Jedenfalls ist hinterher immer das Erstaunen riesig, wenn aus solchen Intransparenzen der Vorwurf der Einseitigkeit, Interessensteuerung und Manipulation entsteht.
      Und letztlich sogar Verschwörungstheorien neue Nahrung erhalten.

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