Illegale Plattform germanyhusicaysx.onion gebustet? DiDW sagt ade!

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      Versucht man die Seite germanyhusicaysx.onion im Tornetzwerk zu erreichen, ist dies bereits mindestens seit dem 09.06.2017 nicht mehr möglich. Das Einzige, das man jetzt dort noch zu sehen bekommt, ist ein BKA Banner. Demnach wurde die Plattform und der kriminelle Inhalt durch das BKA im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main beschlagnahmt.

      Laut Alexa Traffic Rank war germanyhusicaysx.onion.to auf Platz 55.044 und 0,00167% Internet-Nutzer besuchten diese Seite. Mit 8.350 täglichen Besuchern erzielten sie 19.539 (2.34 pro Besucher) Seitenaufrufe pro Tag. Folglich handelte es sich dabei um ein relativ großes, deutschsprachiges Forum.

      Gerüchten zufolge könnte diese Schließung noch eine Reihe von Hausdurchsuchungen nach sich ziehen, falls die Nutzerdaten unverschlüsselt vorlagen, war es doch ein Marktplatz für den Verkauf illegaler Waren aller Art.
      Natürlich ist bisher alles reine Spekulation. Tatsächlich könnte es auch sein, dass ein Hackangriff auf die Plattform erfolgte oder es wäre zudem denkbar, der Betreiber selbst hat die Seite vom Netz genommen. Momentan sind wir auf der Suche nach weiteren Fakten, die Licht in diese Angelegenheit bringen könnten.

      Update:
      Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) vom Montag haben Beamte des BKA mit Unterstützung von Spezialkräften der Bundespolizei am Abend des 8. Juni 2017 in Karlsruhe einen 30-jährigen Beschuldigten aus Karlsruhe festgenommen und dessen Wohnung durchsucht. Das Forum „Deutschland im DeepWeb“ (DiDW), das unter der Adresse germanyhusicaysx.onion im Tornetzwerk zu erreichen war, ist vom Netz genommen.
      Der Beschuldigte, der im Forum unter dem Namen „luckyspax“ oder „Lucky“ auftrat, steht im Verdacht, seit März 2013 als alleiniger Administrator die große, deutschsprachige Darknet-Plattform „Deutschland im DeepWeb“ (DiDW) betrieben zu haben. Die als Forum aufgebaute Plattform, auf der nach Polizeibericht zuletzt über 20.000 Mitglieder registriert waren, verfügte unter anderem über eine Marktplatz-Sektion, über die zahlreiche illegale Handelsgeschäfte getätigt wurden. Insbesondere war es ein Umschlagplatz für illegale Drogen- und Waffenverkäufe. Darüber hinaus konnten über die Plattform auch Falschgeld, gefälschte Personalausweise, ausgespähte Kreditkartendaten und Kundenkonten auf Internethandelsplattformen sowie gefälschte Bankkonten erlangt werden. Auch die Anbahnung des Erwerbs der bei dem Amoklauf in München am 22. Juli 2016 eingesetzten Waffe erfolgte über diese Plattform.

      Der Festnahme am Donnerstagabend gingen laut BKA monatelange verdeckte Ermittlungen voraus. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten Einsatzkräfte zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer, Datenträger und geringe Mengen Betäubungsmittel sicher. Auch der Server wurde beschlagnahmt, das Forum abgeschaltet.
      Der Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe hat am Freitag einen bereits erlassenen Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln verkündet. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
      Das nun geschlossene DiDW war primär zum Meinungsaustausch gedacht. Es gab jedoch auch zahreiche Händler, die ihre Ware in Threads angeboten und verkauft haben.

      Quelle: tarnkappe.info/illegale-plattf…husicaysx-onion-gebustet/


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    • Prozess um Darkweb-Forum DiDW: Sechs Jahre Haft für Administrator

      Der Betreiber des Darkweb-Forums DiDW ist der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden worden. Auf DiDW war ein folgenschwerer Waffenhandel eingefädelt worden.

      Das Landgericht Karlsruhe hat am Mittwoch den Betreiber der Darkweb-Plattform "Deutschland im Deep Web" (DiDW), Alexander U., zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt. Der weitaus größte Teil der Strafe betrifft den Anschlag am Münchener Olympia-Einkaufszentrum im Juli 2016. Dafür habe sich U. der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, sagte der Richter. Der Rest verteilt sich auf Beihilfe zu Waffengeschäften und "Werbung" für Drogengeschäfte.

      Quelle: heise.de/newsticker/meldung/Pr…dministrator-4256723.html
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