Betrugsdatenbank - Schufa erfasst Opfer von Identitätsdiebstahl

    • Betrugsdatenbank - Schufa erfasst Opfer von Identitätsdiebstahl


      Es ist der Albtraum: die eigene Identität wird gestohlen und für zahlreiche Betrügereien genutzt. Davon erfuhren die Betroffenen erst mit den eintrudelnden Mahnungen und möglichen Androhungen gerichtlicher Auseinandersetzungen. Tja, und da ist dann auch noch die Schufa, der dann auch gleich die Zahlungsunwilligkeit mitgeteilt wurde. Im Endeffekt steht dann für die Betroffenen eine Bonität im unterirdischen Bereich.

      Wie die „WirtschaftsWoche" berichtet, will die Schufa nun die Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet durch eine neue Betrugsdatenbank zumindest vor Wiederholungsfällen schützen. Die Schufa-Auskunft wird dafür um das Verbrauchermerkmal „Identitätsbetrugsopfer“ erweitert. Grund sei die stark steigende Zahl solcher Fälle: Vier von fünf Online-Händlern hatten es schon mit Betrügern zu tun. In mehr als der Hälfte der Fälle nutzen die Cyberkriminellen dafür eine fremde oder falsche Identität. Meist kaufen sie Waren unter falschem Namen auf Rechnung, Zahlungsaufforderungen und Mahnungen erhält später das ahnungslose Opfer.

      Zum vollständigen Artikel gehts hier: wallstreet-online.de/nachricht…pfer-identitaetsdiebstahl
      > > Betrugsfall melden ohne vorherige Anmeldung < <

      Die Ironie ist die Lust an der Distanz zu Dingen, deren Nähe Unlust erzeugt.
    • Saeschau schrieb:

      es kommt einfach ein Merkmal "Betrugsopfer" dazu?
      klar, zu ihrem eigenen Schutz, damit sie nicht beim nächsten Jobangebot oder Kreditantrag bei irgendwelchen Kleinenazeigen genauso blauäugit wieder Konten für Betrüger eröffnen.

      Diese "Betrugs-Opfer" sehen es ja allzuoft nicht einmal ein, dass und wie sie da aktiv am Betrug an Dritten, durch eine astreine Geldwäsche, mitgewirkt haben. Die meinen, weil sie ja selbst "betrogen" wurden, bräuchten sie für den Schaden, der mittels ihre aktiven Kontoeröffnung angerichtet wurde, nicht zu haften. Nur weil sie sich nicht alles durchgelesen haben, sind sie ja nicht automatisch unschuldig, zumindestens zivilrechtlich. Denn wie schon mein Oppa sagte: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

      Das fällt ja nur kaum auf, weil keiner an den zahlenden Opfern i.d.R. an die Adresse gelangt, wenn er überhaupt weiß, wie alles zusammenhängt. Und selbst die das u. U. wissen, kommt anscheinend oft genug nicht in die Puschen um da ihrem Geld, vielleicht auch wg mangelnder Erfolgsaussichten, umständlich hinterher zu jagen.

      Und dass diese Erfolgsausichten oft genug frustrierend schlecht sind, liegt ja schon in der Natur der Sache:
      denn wer glaubt schon an tolle, gutbezahlte Jobs mit besten Arbeitsbedingungen für ungelernte, ungeschulte, unausgebildete Arbeitssuchende, wenig Arbeit für viel Geld - wahrscheinlich die, die es am (Geld wie Bildung) nötigsten hätten ... genau die, die vielleicht dann auch beim nächsten mal zur Abwechslung auf "Kredite ohne Schufa" mit vielej Versprechungen, viel Geld, bei wenig Rückzahlung und ohne unangenehme Fragen oder Bedingungen an die Angel gehen.
    • Stubentiger schrieb:

      Diese "Betrugs-Opfer" sehen es ja allzuoft nicht einmal ein, dass und wie sie da aktiv am Betrug an Dritten, durch eine astreine Geldwäsche, mitgewirkt haben.
      Ich meinte eigentlich nicht diese "Finanzagenten", die sich durch pure Dummheit zum Mittäter machen, sondern eher diejenigen, die die Rechnungen eines Warenbetrugs abbekommen, ohne in irgend einer Form daran beteiligt gewesen zu sein...
    • ..."]Verbrauchermerkmal „Identitätsbetrugsopfer“

      Die Frage ist dann aber, was soll damit konkret gemeint sein, wenn nicht Finanzagenten, unwissentlich? Nur allein ein Name reicht ja noch nicht aus, um seiner Identität (in Sachen Geldgeschäfte) beraubt worden zu sein.
    • Du suchst dir irgend einen Paketweiterleitungsservice (oder per Stellenanzeige jemanden, der das macht), bestellst mit den Telefonbuch-Daten eines unbeteiligten Dritten auf Rechnung teure Sachen, lässt an deinen gefundenen "Dienstleister" liefern, der dir brav die Bestellung an einen toten Briefkasten weiterleitet... läuft das nicht so ähnlich?
    • Der Name allein wohl nicht. Aber es ist doch überhaupt kein Aufwand z.B. über Faceboock recht bequem an Daten zu kommen.
      Wenn ich schon höre "wer will denn was damit anfangen?" ...
      Wenn das Kind im Brunnen ist, ist das Geschrei dann groß.

      Von den Finanzagenten ist im Artikel auch nicht die Rede.
      Dieser Haken soll doch 'nur' auslösen, die Identität des Kunden nochmals verschärft zu prüfen.

      So bekommt der Kunde seine Ware, und der Lieferant läuft nicht trotz erwiesenem Identitätsdiebstahl Gefahr, sein Geld zu versenken.