Kontoinhaber weicht vom Käufer ab

    • Kontoinhaber weicht vom Käufer ab

      Hallo,

      Ich habe kürzlich einen Artikel per Überweisung verkauft. Nun wurde der Betrag von einer anderen Person (anderer Nachnahme etc.), ohne aussagekräftigen Betreff (lediglich der Name des Käufers), überwiesen.
      Ist das in Ordnung oder sollte ich mich absichern?

      Vielen Dank für die Antworten
    • Nachfragen kann nicht schaden, wenn es ein hoher Betrag ab 500 Euro ist, würde ich mir evtl. noch die Tel. Nr. oder ein Foto vom Ausweis schicken lassen. Nicht, daß Du nachher Opfer vom sogenannten Dreiecksbetrug wirst. Drittperson zahlt, Ware wird an den Betrüger geliefert und Drittperson erstattet dann Anzeige. Zu guter Letzt ist dann die Ware weg und Du hast ein Verfahren am Hals wg. Warenbetrug.

      Ich hoffe für Dich, daß es kein arabischer Name ist oder die Ware ins Ausland geschickt werden soll, denn dann solltest Du dich doppelt und dreifach absichern. Wenn Dein Bauchgefühl sagt, Problem, besser die Kohle zurücküberweisen, bevor nachher die Kacke am Dampfen ist. Aber wie gesagt, vielleicht ist alles ganz harmlos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von stevie ()

    • Glashaus-W schrieb:

      stevie schrieb:

      oder ein Foto vom Ausweis schicken lassen
      :?:

      stevie schrieb:

      Ich hoffe für Dich, daß es kein arabischer Name
      :?:

      Ein abweichender Namen ist kein genereller Grund für Misstrauen, dafür gibt es mehrere mögliche Gründe: Verwandter schenkt/zahlt, Ebayer hat geheiratet -> neuer Name oder das Geld wurde vom gemeinsamen Konto mit Ehe- oder Lebenspartner bezahlt.

      Umgekehrt ist ja wie oft erlebt auch ein übereinstimmender angeblicher Name des Kontobesitzers auch kein genereller Grund sich sicher zu fühlen, weil ja bei Überweisungen die Namen im automatisierten Verfahren gar nicht mehr abgeglichen werden.

      Ich gehe davon aus, dass du @jimmy über Ebay verkauft hast? dann frag doch mal nett nach, dann bekommst du auch nett Antwort.

      Sogenannter Dreiecksbetrug ist mir bislang nur bei Kleinanzeigen bekannt, als eine bei Überweisung zu bedenkende Möglichkeit.
    • Vielen Dank für die Rückmeldungen.

      Ja wurde über eBay in Deutschland verkauft.

      Noch ein paar Details bzgl. Dreiecksbetrug:

      Der Käufer hat sich ca. 14 Tage Zeit gelassen bis er die Überweisung getätigt hat und hat auch nicht auf meine Erinnerungsnachricht geantwortet. Jedoch pocht er jetzt auf schnellen Versand.

      Auch haben bisher alle meine Käufer wenigstens die Artikelnummer/ den eBay Namen/ den Artikelnamen etc. als Betreff angegeben.

      Kommt mir alles etwas seltsam vor.
    • jimmy schrieb:

      Vielen Dank für die Rückmeldungen.

      Ja wurde über eBay in Deutschland verkauft.

      Noch ein paar Details bzgl. Dreiecksbetrug:

      Der Käufer hat sich ca. 14 Tage Zeit gelassen bis er die Überweisung getätigt hat und hat auch nicht auf meine Erinnerungsnachricht geantwortet. Jedoch pocht er jetzt auf schnellen Versand.

      Auch haben bisher alle meine Käufer wenigstens die Artikelnummer/ den eBay Namen/ den Artikelnamen etc. als Betreff angegeben.

      Kommt mir alles etwas seltsam vor.

      da hast Du Glück gehabt

      ich hatte mal einen ganzen Schwung verkauft, dabei auch mehrere Teile ins Ausland ... da hat ein anderer das Geld in bar gesendet, ohne einen Verweis, für welchen Käufer / für welchen Artikel das sein sollte - und über den gesendeten Betrag war das auch nicht auf die schnelle einzuordnen, zumal einige Artikel identische Preise hatten

      naja, und das jemand anderes überweist, kommt regelmässig vor - im übrigen haben heutzutage auch nicht wenige ihren ursprünglichen Namen "trotz" Heirat beibehalten, sodass diese auch abweichen können

      wie soll denn versendet werden? mit Nachweis / ohne? um welchen Betrag oder Artikel geht es?
    • Stubentiger schrieb:

      Umgekehrt ist ja wie oft erlebt auch ein übereinstimmender angeblicher Name des Kontobesitzers auch kein genereller Grund sich sicher zu fühlen, weil ja bei Überweisungen die Namen im automatisierten Verfahren gar nicht mehr abgeglichen werden.
      Du meinst sicher damit den Empfängernamen einer beliebigen Überweisung. Dieser Namen kann bei einer Überweisung falsch eingetragen werden und wird nicht von den Banken automatisch überprüft und könnte deshalb mit dem realen Empfänger nicht unbedingt übereinstimmen.

      Bei diesem Fall hier ist der Sendername ein anderer, als der Käufername. Dieser Sendername kann nicht abweichend vom tatsächlichen Sender-Kontoinhaber sein, denn er wird durch die überweisende Bank automatisch in die Überweisung eingetragen. Der überweisende Kontoinhaber kann diesen Namen bei der Überweisung nicht manipulieren.

      Nun ja, Dreiecksbetrug kann man nie generell ausschließen.

      Mich wundert nämlich ein bisschen, daß der Käufer so lange mit der Überweisung wartete und es nun ganz eilig hat. Das könnte an der anderen Seite des Dreiecks liegen. Es gehören zwei Kauf-/Verkaufsvorgänge zu einem Dreiecksbetrug. Die müssen von einem Betrüger zeitlich und preislich koordiniert werden. Nicht immer eine leichte Aufgabe.

      Manchmal machen die Betrüger den Opfern auch Vorgaben, was sie in die Überweisung als Verwendungszweck eintragen sollen, damit der Empfänger keinen Verdacht schöpft. Hier wäre als Vorgabe denkbar: "Schreibe meinen Namen als Verwendungszweck auf die Überweisung, damit mein Freund (dem das Konto gehört) sieht, daß die Zahlung eigentlich für mich ist." Betrüger sind auf ihre Art klever.

      Ist denn der überwiesene Betrag genau der richtige? Manchmal gibt es dort betrugsbedingt Differenzen, die vom Käufer auf Nachfrage dann mit irgendwelchen fadenscheinigen Antworten (z.B. "habe mehr überwiesen, weil der Artikel noch so gut aussieht.", "mehr für den Expressversand, muss den Artikel schnell haben.") begründet werden.

      Mein Tipp: Nicht unter zeitlichen Druck setzen lassen. Käufer anschreiben und ihn bitten, die IBAN und den Sendernamen seiner Überweisung mitzuteilen. Nur der echte Käufer kann die IBAN aus seinem Umfeld kennen. Wenn diese Antwort zu lange dauert, dann könnte es sein, daß der "Käufer" erst bei dem anderen Opfer des Dreieckbetruges nach der IBAN fragt und auf die Antwort warten muss.

      Das andere Opfer (Käuferopfer) wäre übrigens nicht das am meisten geprellte Opfer bei einer derartigen Konstellation eines Dreieckbetruges, sondern der Verkäufer (Verkaufsopfer) ...

      Über eine kurze Rückmeldung zum Ausgang dieser Angelegenheit würde ich mich sehr freuen!
      Dummheit ist nicht verboten. Von dieser "Gesetzeslücke" wird rege Gebrauch gemacht ...
    • Worauf man noch achten sollte ist, daß die Summe ein zu eins übereinstimmt. Weicht der Betrag ein paar Euro ab, ist es wahrscheinlich Dreiecksbetrug. Sollte der Empfänger der Sendung im Ausland sitzen, laß lieber die Finger davon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von stevie ()