Warnung vor Verkaufsagenten-Anwerbung aus Paraguay

    • Lange hat es gedauert, aber am Ende bekommen wir sie alle!

      Serienbetrüger Daniel Poth alias Jens Keutner in Paraguay gefasst.

      Der Pressebericht von FI dazu:
      falle-internet.de/de/html/pr_dpvka.php
      Berlin / Marburg / Asunción (Paraguay):
      Am 03.05.2012 konnte der
      deutsche Staatsbürger Daniel Uwe P. durch die lokalen Behörden in
      Asunción verhaftet werden. Der Marburger war in Paraguay untergetaucht;
      seinen Lebenswandel unterhielt er durch Betrug an deutschen Jobsuchern,
      denen er Arbeit im Onlinehandel versprach.


      Gegen P., der auch unter den Alias-Namen Jens K., Frank Becker, Karen
      Delfino oder Víctor Adolfo Espínola Arroyo agierte, lag bereits seit
      langem ein internationaler Haftbefehl aus Deutschland vor. Die von
      Interpol Berlin langfristig vorbereitete Festnahme erfolgte jetzt auf
      dem Parkplatz eines Shoppingcenters in Asunción, unmittelbar nachdem P.
      in einer Filiale eines Bargeldtransfer-Service umgerechnet ca. 1.100
      Euro abgeholt hatte.
      Auch die lokale deutsche Presse vor Ort berichtete ausgiebig darüber!

      wochenblatt.cc/nachrichten/deu…n-asuncion-verhaftet/9874

      wochenblatt.cc/nachrichten/deu…-von-daniel-uwe-poth/9886

      wochenblatt.cc/nachrichten/deu…sitzt-in-tacumbu-ein/9903

      wochenblatt.cc/nachrichten/hau…i-deutschem-betruger/9919


      Zwei dahin, zwei im Sinn
      Larsi + Daniel - ANTIfraud + Bernwinkler
      Bilder
      • Daniel1.jpg

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    • Daniel Poth und seine Prinzessin

      Ist Daniel Poth bereits in Deutschland ?? Seine Freundin hat sich bereits früher gestellt, kann mir jemand sagen wo die ist ?
      Haft oder in Freheit ??

      Lange wird Daniel Poth nicht weggespeert, dann geht er seinen Hobby nach.
    • Update:

      Deutscher Betrüger wird in seine alte Heimat ausgewiesen

      Asunción: Daniel Uwe Poth, auch bekannt als Frank Becker, wird nach Deutschland ausgewiesen, wenn sein Prozess in Paraguay beendet ist. Poth beklagte sich über Erpressung von Seiten der Polizei, vor seiner Verhaftung.

      Daniel Poth, der in Deutschland mehr als 7.000 Menschen betrog, viele davon über das Internet, wird in Paraguay zuerst einmal wegen Produktion gefälschter Unterlagen und Betrug prozessiert bevor ihn die deutsche Justiz überstellt bekommt. Der Richter Pedro Mayor Martinez entschied über seine Abschiebung und ein Berufungsgericht stimmte dem zu.

      Poth gab sich als Opfer und erklärte mehr als 8 Jahre lang alle drei Monate 10.000 US-Dollar an Polizisten in Villarrica gezahlt zu haben, damit diese ihn nicht anklagen bzw. verhaften.
      Als er kein Geld mehr hatte, die Gesetzeshüter zu bezahlen, bedrohten sie ihn und seine Familie, beschossen seinen Hund und schlussendlich klagten sie ihn an. Seit einem Jahr und zwei Monaten sitzt er in der Haftanstalt Tacumbu ein.

      Er benannte einen Uniformierten Hugo Rolon, Drahtzieher seiner Bestechungsgeldzahlung zu sein. Dieser hätte ihn sogar mit einer Pistole bedroht ihm sein Haus zu überschreiben.

      Laut Emilio Oviedo, Staatsanwalt für internationale Belange, bot er auf der Suche nach Opfern im Internet Arbeit an, die für ihn bei Ebay Produkte ins Netz stellen. Nach der Zahlung an ihn konnten die Opfer jedoch nicht die Ware verschicken und kamen somit selber ins Visier der Justiz waehrend Poth die Sonne in Paraguay genoss.

      Gestern stand er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Rocio Natali Soto Fox zur Anhörung des Prozesses vor Gericht, wo er des Betruges und der Produktion gefälschter Dokumente angeklagt wurde. Die Anhörung jedoch verlief Resultat los, da kein Übersetzer zugegen war und der des Spanischen mächtigen Deutschen, der auf sein Recht bestand.

      Quelle
      wochenblatt.cc/nachrichten/deu…-heimat-ausgewiesen/18326
    • Wieso setzt man sich auch nach Südamerika ab, wo Polizeikorruption und Entführungen an der Tagesordnung sind, wenn man nicht gerade Staatsgeheimnisse der Amis ausplaudert ist man z.B. in Thailand als Krimineller in der Regel besser dran.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von vanvog ()

    • Auch da sind schon so einige aufgeflogen und eingefahren.

      Und die Qualität der "staatlichen Hotels" dürfte sich in beiden Fällen wohl nur geringfügig unterscheiden.
      Früher musste man den Müll im Wald vergraben. Heutzutage gibt's ja zum Glück ebay.
      Früher musste man sein Geld selbst verbrennen. Heutzutage gibt's ja zum Glück PayPal.
    • Ebay-Betrug: "Dann ist das Ganze ausgeartet"

      Ex-Ehefrau sagt aus: Flucht aus Endbach / 30 Prozent für jeden
      Marburg/Bad Endbach. Am zweiten Verhandlungstag gegen den Ex-Endbacher, der mehr als 1000 Menschen über die Internetauktionsplattform Ebay betrogen haben soll, hat seine Exfrau ausgesagt. Sie bestätigte, was der 29-jährige Angeklagte schon selbst gestanden hat.

      Die 28-Jährige berichtete, dass das Paar 2005 aus Bad Endbach nach Paraguay floh, weil es Ermittlungen wegen Betrügereien bei Ebay gab, damals noch unter den echten Namen. In der neuen Heimat ging schnell das Geld aus, "dann ist das Ganze ausgeartet", so die Zeugin.

      Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im großen Stil weitergemacht zu haben. Über Anzeigen soll er "Verkaufs- und Finanzagenten" für fiktive Firmen angeworben haben, die ahnungslos nicht vorhandene Ware anboten und das Geld der Kunden nach Paraguay transferierten. Etwa 300 000 Euro Schaden sollen so entstanden sein.
      Die Frau stellte sich schon 2011 den deutschen Behörden. Sie ist verurteilt und sitzt für drei Jahre im Gefängnis in Frankfurt. Schon 2006 kam sie nach Deutschland, floh aber vor einem Gerichtstermin wieder, weil sie nach eigenen Angaben vom Angeklagten und anderen Personen bedroht wurde.

      Wer die Idee zum Betrugssystem hatte, konnte die Frau nicht mehr sagen. Sie sagte aus, dass sie mit ihrem damaligen Mann zusammen arbeitete. Später agierte sie auch alleine. Der monatliche "Verdienst" aus den Betrugsgeschäften lag bei mehreren 1000 Euro. "Man konnte gut leben, aber Luxus ist relativ", so die Frau.
      Betrüger nutzt nichtsahnenden Cousin seiner Exfrau als Zwischenhändler

      Aufgeteilt wurde das Geld zu je 30 Prozent an sie, ihren Mann und dessen jetzige Lebensgefährtin. Die restlichen zehn Prozent waren für die gemeinsame Tochter, die kurz vor der Flucht nach Paraguay geboren wurde.
      Nach der Zeugenaussage der Frau wurden 61 der insgesamt 1100 angeklagten Fälle eingestellt. Für das Strafmaß - höchstens 6,5 bis 7,5 Jahre nach dem Geständnis - spielt das keine Rolle, so der vorsitzende Richter, Carsten Paul: "Aber die Buchführung muss stimmen".

      Ein weiterer Zeuge, der Cousin der Frau, sagte aus. Er habe sich früher gut mit dem Angeklagten verstanden, berichtete der 36-Jährige, inzwischen will er mit ihm nichts zu tun haben. Von Schriftverkehr übers Internet sprach der Cousin, in dem "ziemlich viel Hass" war. Der Zeuge fühlt sich vom Angeklagten für die illegalen Geschäfte missbraucht. Er hatte sein Konto aus Gefälligkeit zu Verfügung gestellt im Glauben, der heutige Angeklagte habe von Paraguay aus Computer verkaufen wollen. Dass es dabei um Betrug ging, habe er nicht gewusst. Dann gab es aber 13 Hausdurchsuchungen bei ihm, das Verfahren ist mittlerweile eingestellt.
      Der Angeklagte bestätigte die Geschichte des Zeugen: Er habe den Namen des Mannes missbraucht, der 36-Jährige habe tatsächlich nichts mit der Sache zu tun.
      Zuletzt waren die Bedingungen der Auslieferungshaft Thema in der Verhandlung. Fast zwei Jahre saß der Angeklagte in Paraguay im Gefängnis. Die Zeit wird auf die zu erwartende Haftstrafe angerechnet. Bei verschärften Bedingungen kann sie mit einem höheren Faktor berücksichtigt werden.

      Bis April saß der 29-Jährige in Paraguay im Gefängnis, in einer Zelle von 35 Quadratmetern mit 41 Mitgefangenen. Im Gericht verlesen wurde die Stellungnahme einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft vor Ort. Demnach ist Gefängnis für 1200 Gefangene ausgelegt, inhaftiert sind dort aber 3900. Viele müssen unter Planen schlafen. Für Matratzen sind umgerechnet 250 Euro zu zahlen. "Die sanitären Anlagen sind eine Katastrophe", so die Stellungnahme, es herrscht kaum zu ertragender Gestank, Krankheiten sind an der Tagesordnung, ebenso Kriminalität.

      Täglich Morde im Gefängnis in Paraguay, das Essen ist schlecht zu wenig
      Es gibt täglich Morde, fügte der Angeklagte hinzu, und es fehlte an allem. Zahnbürste und Toilettenpapier musste seine Lebensgefährtin bringen. Das Essen war schlecht und immer zu wenig, so der Mann. Er habe 50 Kilogramm abgenommen.

      Die Botschaftsmitarbeiterin schrieb auch, dass sich der Ex-Endbacher bessere Haftbedingungen erkaufte. Verteidiger Thomas Strecker verwies jedoch auf einen Artikel über das Gefängnis, in dem von einem "Ex-VIP-Bereich" die Rede war. Richter Paul merkte an, dass das Schriftstück sich in der Beschreibung mit der des Angeklagten deckt, wenn von einer Vielzahl von Betten hintereinander die Rede sei.
      Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.

      Quelle mittelhessen.de/lokales/region…geartet-_arid,306657.html
    • Betrüger muss zwei Jahre in Haft

      Ebay Ex-Endbacher baut "Imperium" auf

      Marburg (kse). Wegen Betrugs in mehr als 1000 Fällen hat das Marburger Landgericht den 29-jährigen Ex-Endbacher zu sechs Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt. Dass er schon 23 Monate in Paraguay im Gefängnis saß, wird ihm hoch angerechnet.

      Der Mann hat gestanden, von Paraguay aus mit einem ausgeklügelten System Ebay-Kunden um ihr Geld gebracht zu haben. Das Geständnis war "sehr werthaltig", würdigte Staatsanwalt Oliver Rust in seinem Plädoyer. Durch die Preisgabe umfangreichen Täterwissens wurde eine mehrere 100 Tage dauernde Hauptverhandlung mit vielen Zeugen überflüssig.

      Das Geständnis ist aber auch der einzige Punkt, der für den Angeklagten spricht. Die Vielzahl der Taten und die Akribie, mit der er sie ausführte, sprechen gegen ihn. "Er war kein Gelegenheitstäter, er hat das hauptamtlich gemacht", sagte der Staatsanwalt. Bei dem Arbeitsaufwand wäre auch mit ehrlicher Arbeit genug zu verdienen gewesen.

      Über Kleinanzeigen gewannen der Mann und seine Ex-Frau Agenten in Deutschland, die ahnungslos nicht existierende Waren auf ihren eigenen Ebay-Konten anboten und das Geld von ihren Bankkonten über einen Finanzdienstleister nach Paraguay transferierten. Dort nahmen der Angeklagte, seine Ex, seine neue Freundin sowie der neue Partner der Ex das Geld in Empfang. Die frühere Ehefrau sitzt schon rechtskräftig verurteilt in Deutschland im Gefängnis.

      Die Agenten waren genauso wie die Kunden Opfer, sagte der Staatsanwalt, sie wurden für den Schaden haftbar gemacht. Mit der Aussicht auf einen "Top Nebenjob" wurden sie geködert. Beschwerten sie sich, weil ihre Konten gesperrt wurden und wegen Geldwäsche gegen sie ermittelt wurde, setzte der Angeklagte sie noch unter Druck.

      Trio teilt Beute unter sich auf

      Auch der Verteidiger Thomas Strecker räumte ein, dass sich der Ex-Endbacher "sehr geschickt angestellt hat, sonst wäre er nicht so erfolgreich gewesen. Es war schon eine Riesenleistung, ein solches Imperium aufzubauen." Gleichwohl: Der Schaden von rund 300 000 Euro sei gegenüber anderen Wirtschaftsstraftaten verhältnismäßig gering. Strecker forderte sechs Jahre und acht Monate Haft. Der Staatsanwalt plädierte auf sieben Jahre und fünf Monate.

      Richter Carsten Paul blieb dazwischen und verhängte sechs Jahre und elf Monate. Der Mann handelte neben den 857 Betrugsfällen in 215 Fällen auch gewerbs- und bandenmäßig, so die Begründung. Neben seiner Ex-Ehefrau war auch die neue Lebensgefährtin involviert. Das Trio teilte die Beute: Jeder bekam 30 Prozent, zehn Prozent gingen an die Tochter des Mannes. Dass der 29-Jährige bis zum Schluss beteuerte, seine Freundin sei ahnungslos gewesen, glaubte ihm das Gericht nicht.
      Wichtiger für den 29-Jährigen war aber sicher die Entscheidung, wie die Auslieferungshaft in Paraguay angerechnet wird. 23 Monate saß er im berüchtigten Gefängnis Tacumbu in der Hauptstadt Asunción. Von unmenschlichen Zuständen, Hunger, hoffnungsloser Überbelegung und alltäglicher Gewalt bis hin zu Mord war im Prozess die Rede.

      Die Staatsanwaltschaft hielt eine Anrechnung von zwei zu eins (zwei Tage deutsche Haft für einen Tag in Tacumbu) für angemessen. Im Gegensatz zu einem Zeugen, der vor einem anderen Gericht drei Tage Haft für einen Tag Tacumbu erhalten hatte, habe sich der Angeklagte bessere Verhältnisse im Gefängnis erkauft.

      Der Verteidiger forderte trotzdem das Verhältnis eins zu drei für seinen Mandanten. Der Angeklagte selbst sagte, die Zeit in Tacumbu sei die schlimmste seines Lebens gewesen.

      Das Gericht entschied auf eins zu 2,5. Ist das Urteil rechtskräftig, muss der Mann in Deutschland noch etwa zwei Jahre absitzen. Danach will er wieder nach Paraguay, wie er im Schlusswort sagte.

      Dort leben seine Freundin und seine Kinder.

      Leben will er fortan von Hundezucht und Handwerk. "Ich werde Abstand von kaufmännischen Berufen nehmen und meinen Lebensunterhalt ehrlich verdienen", gelobte er. (edit bella siecher siecher - als erstes wird er sicherlich auch seine Opfer entschädigen )

      Quelle
      mittelhessen.de/lokales/region…in-Haft-_arid,311801.html