Vom Kleingewerbe zu "Großgewerbe"

    • Vom Kleingewerbe zu "Großgewerbe"

      Hallo Leute,

      nun ist es so weit. Seit einigen Monaten betreibe ich ein Kleingewerbe und die Grenze von 17.500€ Umsatz im ersten Jahr wurde 2012 überschritten. (keine Umsatzsteuer ausgewiesen)

      Jetzt habe ich am ende des ersten Monats gesehen, dass ich nun die Umsatzsteuer anmelden muss und das bis zum 10. Januar. (Termin leider abgelaufen)
      Für die Umsatzsteuervoranmeldung gibt es das Programm "ELSTER", wenn man eine Vorlage hätte, könnte man das doch selbst in die Hand nehmen oder?

      Was muss ich alles beim Wechsel zum "Großgewerbe" machen? (Steuerberater notwendig?)

      Freue mich über jede hilfreiche Antwort.

      Dank vorab.

      Viele Grüße
      Sam
      VERKAUF ist: Zu erreichen, dass der Andere will, was ich will, dass er will! (Zitat: Mastercoach Eric Adler)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sam ()

    • Am Steuerberater würde ich als Unternehmer mit Sicherheit nicht beginnen zu knausern. Nicht nur das Du bei eigenen Fehlern, mit einem Bein im Knast stehst, so hilft dir ein guter Steuerberater auch, deine Steuern "zu optieren" und weist dich auf Abschreibungsmöglichkeiten hin. Im "Steuerparadies Bananenrepublik Deutschland" zahlen nur zwei Gruppen wirklich Steuern:

      1.) Lohnsteuersklaven, denen mal Geld von ihren Lohn/Gehalt klaut
      2.) Leute, ohne Steuerberater oder schlicht und ergreifend grenz-debile Idioten mit eigener Firma.

      Wenn Du natürlich im Steuerrecht fit bist und dir neben deinem 60-80hJob, noch die Nächte um die Ohren hauen willst um dich durch das staubtrockene dt. Steuerdickicht zu wursteln, dann kannst Du das natürlich auch ohne Berater machen :D
      "(..)Gestern habe ich in der Abendsendung verkündet, dass ich
      öffentlich Selbstmord begehe. Zugegeben, ein bißchen verrückt, aber ich
      fand plötzlich einfach alles beschissen. Aber vielleicht ist auch nur
      Gott, der Beschissene, daran Schuld? Wir alle wissen nicht, warum wir
      diese Qualen und sinnlosen Erniedrigungen durchmachen müssen. Aber es
      ist vielleicht sehr tröstlich, dass vielleicht einer weiss, dass hier
      alles beschissen ist."
      -Howard Beale-

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fun(k)Taksi ()

    • *alte_eule* schrieb:

      Sam,

      die Tatsache, dass du diese Frage hier stellst, zeigt mir, du brauchst einen Steuerberater, der dich an die Hand nimmt.

      :D
      "(..)Gestern habe ich in der Abendsendung verkündet, dass ich
      öffentlich Selbstmord begehe. Zugegeben, ein bißchen verrückt, aber ich
      fand plötzlich einfach alles beschissen. Aber vielleicht ist auch nur
      Gott, der Beschissene, daran Schuld? Wir alle wissen nicht, warum wir
      diese Qualen und sinnlosen Erniedrigungen durchmachen müssen. Aber es
      ist vielleicht sehr tröstlich, dass vielleicht einer weiss, dass hier
      alles beschissen ist."
      -Howard Beale-
    • Danke für die schnellen und zahlreichen Antworten.

      Da ich das ganze nur als Nebenjob mache hält sich der Stress zum Glück in Grenzen.

      Habe euren Rat verfolgt aber finde keinen Steuerberater mit Erfahrung im Onlinehandel bei mir in der Nähe.
      Gibt es da zufällig eine List mit Steuerberatern?
      VERKAUF ist: Zu erreichen, dass der Andere will, was ich will, dass er will! (Zitat: Mastercoach Eric Adler)
    • ????

      Was hat der Onlinehandel mit der Steuer zu tun? Was hast du denen denn erzählt?

      Du hast im Prinzip einen Einzelhandel mit Versandtätigkeit im Nebengewerbe.
      Das gehört für jeden Steuerberater zum kleinen 1x1. Wer das nicht kann, sollte besser den Job an den Nagel hängen.
    • nu ist die Eule von der Stange gefallen :lach:

      von solchen hochqualifizierten Spitzenkräften lebt ebax doch ausgezeichnet :thumbup:
      "(..)Gestern habe ich in der Abendsendung verkündet, dass ich
      öffentlich Selbstmord begehe. Zugegeben, ein bißchen verrückt, aber ich
      fand plötzlich einfach alles beschissen. Aber vielleicht ist auch nur
      Gott, der Beschissene, daran Schuld? Wir alle wissen nicht, warum wir
      diese Qualen und sinnlosen Erniedrigungen durchmachen müssen. Aber es
      ist vielleicht sehr tröstlich, dass vielleicht einer weiss, dass hier
      alles beschissen ist."
      -Howard Beale-

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fun(k)Taksi ()

    • Hallo,

      das hatte mir mein Großhändler geraten, da man wohl einige Tricks da kennen sollte.

      Der Steuerberater sollte doch wissen, was PayPal usw. ist, das gehört nicht zu jeden 1x1.
      VERKAUF ist: Zu erreichen, dass der Andere will, was ich will, dass er will! (Zitat: Mastercoach Eric Adler)
    • Na ja.Der Steuerberater ist nicht mehr ganz so leicht absetzbar.
      Ein Stb. kostet zwar,bringt dir deine Kosten(nicht Unkosten) locker wieder rein.Frag mal deien Großhändler,welchen er hat.Ansonsten erkundige dich bei der IHK.
      Gibt Regelungen,bei denen du nicht umsatzsteuerpflichtig bist,auch wenn du die Grenze überschritten hast.
      Abgesehen davon stellt sich die Frage,um welchen Betrag du die Grenze überschritten hast.Anders ausgedrückt:besteht die Möglichkeit,einen Teil der Einnahmen im Jahr 2013 zu verbuchen?
      Einkommensteuer ist da wieder was anderes.
      Ich hoffe,du hast alle Belege hübsch ordentlich sortiert und abgeheftet.Wenn nicht,viel Vergnügen beim sortieren.

      Wenn du über ebax verkaufst,alles schön ausdrucken und abheften.Da ebax die Märchensteuer in Timbuktu Lux. verbucht,16% sind´s glaube ich,muß dein Stb. das berücksichtigen.
      Übrigens gibt´s tatsächlich auch vom FA Tipps.
      Wer viel weiß,denkt viel.Wer zuviel weiß,muß sich Gedanken machen.
      Hier geht es auch für Gäste zum Meldeformular für Betrugsfälle!
    • Umsatzsteuer via ELSTER ist ja wohl kein Ding. Ein paar zahlen eingetragen und ab dafür.

      Dafür braucht es keinen Steuerberater. Was Einkommensteuer betrifft, da kann ein Steuerberater Sinn machen.

      Was Sam braucht, ist eine Unternehmens- bzw. Existenzgründungsberatung. Wenn er diese durchlaufen hat, kann er sehr gut abschätzen, ob ein Steuerberater Sinn macht.

      So nebenbei: Es gibt auch Dienstleister, die einem sowas wie die Buchhaltung und Umsatzsteuer etc. abnehmen, ohne direkt als Steuerberater zu fungieren - die sind meist billiger.... - aber gerade einen Einzel-/Versandhandel sollte in Sachen Steuer jeder halbwegs gebildete Mensch noch selber hinbekommen.

      Ein Steuerberater lohnt erst, wenn er einem mehr einspart, als er kostet!
      ---

      "Wo ein scheiß Wille ist, da ist, Gott verdammt, auch ein scheiß Weg." (Don Logan)
    • @Sam

      Der Steuerberater sollte doch wissen, was PayPal usw. ist, das gehört nicht zu jeden 1x1.
      Dem Steuerberater kann Paypal sowas von Wurscht sein. Das ist nicht dessen Bier, da man mit Paypal keine Steuern sparen kann. Für Paypal brauchst du einen Rechtsanwalt.

      Willkommen im Haifischbecken. Um Großunternehmer zu sein mußt du erst mal einen großen Haufen machen.
      Ich meine einen Haufen Geld. Damit hast du ja schon angefangen. Den Tipp von Drapondur (Unternehmensberatung/Existenzgründerseminar) kann ich nur unterstützen. Als gewerblicher Online-Versender hast du ja gleich mehrere Baustellen *):
      • Online Portal / OnlineShop -> Rechtsicherheit
      • Gewerbeanmeldung/Handelsregistereintragung
      • Buchhaltung
      • Lohnbuchhaltung(wenn Mutti beim Einpacken hilft oder noch ein paar Leute mehr)
      • Steuerrecht (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Verkäufe ins Ausland, EU-/NichtEU-Import)
      • Porschehändler
      • Betriebshaftversicherung
      • Ladenmiete/Objektmiete/Immobilien/Anlagegüter
      • Außenwerbung / Akquise
      • und noch vieles mehr ...

      *) nichtzutreffendens streichen

      Für dich würde in Frage kommen: ein externer Buchhalter deines Vertrauens und ein externes Steuerbüro. Das läßt du 1-2 Jahre laufen und du guckst zu, wie die Profis das alles regeln. Du mußt sowie für alles unterschreiben, dafür kannst du dir auch jeden Schritt erklären lassen. Wenn es dich in 2 Jahren immer noch gibt, hast du auch gelernt, wie Buchhaltung und der Umgang mit dem Finanzamt funktioniert und kannst dich dann freischwimmen. Die Grundlagen sind bis dahin eingerichtet und alle Anfangshürden genommen. Der Rest wächst dann mit.

      Viel Erfolg!
      ___________________________________________
      Kaum macht man es richtig, schon funktioniert es.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Walter Reinhold ()

    • Walter Reinhold schrieb:

      ein externer Buchhalter deines Vertrauens und ein externes Steuerbüro.

      man braucht nur den steuerberater mitsamt belegschaft. die machen auch die buchhaltung, weil sie daraus die bilanzen, jahresabschlüsse, UStVA usw. stricken müssen... würde das ein externer buchhalter machen, wäre das unnötiger mehraufwand.
      je nach umsätzen empfiehlt es sich, 1x im monat oder jedes quartal dort mit den neuen unterlagen aufzuschlagen - schon wegen der voranmeldung für die umsatzsteuervorauszahlungen. wie oft man das einreichen muß, ergibt sich aus den umsätzen. es ist natürlich von vorteil, wenn die buchhaltung auf dem neuesten stand ist und man nicht im januar die gesamte buchhaltung vom letzten jahr in die kiste kloppen muss.
      Those who mind don’t matter
      and those who matter don’t mind.