Bald wird Privatfernsehen zum reinen Werbefernsehen mit kurzen Unterbrechungen durch Filmschnipsel

    • Bald wird Privatfernsehen zum reinen Werbefernsehen mit kurzen Unterbrechungen durch Filmschnipsel

      Heute ist das Anschauen privater Fernsehsender noch erträglich, kann doch in den Werbepausen vielfältig anderen Tätigkeiten nachgegangen werden... Kaffee kochen, Kuchen backen, Essen kochen....

      Nach einem Positionspapier von Bund und Ländern an die EU soll es möglich sein, dass man noch viel mehr Zeit dazu hat.... es wird wohl so kommen, dass die Werbesendungen demnächst nur noch durch Filmschnipsel unterbrochen werden. Einige Sender halten die heutigen Regelungen ja schon nicht ein, was kommt dann in Zukunft auf die Nutzer zu? Bleibt nur zu hoffen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Angebote so gestalten, dass Umschalten auf Private unnötig wird:

      wbs-law.de/medienrecht/regelun…erbung-ausstrahlen-64389/

      Perfide dabei scheint mir dieses zu sein:
      Zitat aus dem Artikel:
      Verbraucher fluchen zwar über zu viel Werbung. Dies sieht der Gesetzgeber jedoch anders und vertritt anscheinend die Meinung, dass das Fernsehen in der sich entwickelnden digitalen Welt eine Daseinsberechtigung besitzt und finanzierbar sein muss. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Frau Monika Grütters von der CDU betont, dass die Medienvielfalt gewahrt werden soll und für alle Medienanbieter faire Wettbewerbschancen geschaffen werden müssen
      Zitatende

      Soso... was der Verbraucher meint, so meine Übersetzung, ist der Politik scheissegal.... Und die Staatsministerin FÜR KULTUR (!) ist also der Meinung, dass Kochsendungen und dieses Nachmittagsverdummungsfernsehen der Privaten Kultur sei? Auheraha.... ich glaube die Frau ist mit ihrem Posten irgendwie überlastet.....
    • monza30 schrieb:

      ich glaube die Frau ist mit ihrem Posten irgendwie überlastet.....
      ne, Monza ... nicht nur die Frau ist überlastet, die drehen so langsamt ALLE am Rad!!!

      diese Verdummungssendungen, bei ard, zdf,rtl, sat und viele MEHR, sind z.Z. unerträglich!!!

      einen Abend habe ich einmal durchgewählt ... habe danach die Kiste deaktiviert ... und GUT ist ES!

      NUR SCHROTT ... :(

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    • dd-keller schrieb:

      die drehen so langsamt ALLE am Rad!!!
      ich wollte das nur nicht so krass schreiben... *g*

      ja... wennste durchzappst und tatsächlich interessante Sendungen findest, musst du meistens ziemlich die FB malträtieren.... ich lande oft genug bei ARD Alpha.... auch wenn da viele Wiederholungen laufen. Aber besser eine jahrealte Sendung mit Harald Lesch als irgendwelche Verdoofungssendungen...
    • Bald wird Privatfernsehen zum reinen Werbefernsehen mit kurzen Unterbrechungen durch Filmschnipsel

      bald?

      ich finde das jetzt schon so.

      Deshalb weicht ja auch aus, wer kann. Für Infos I-Net, für Unterhaltung Dvd etc oder technische Hilfsmittel, mit denen man die Werbung überspringen kann.

      Die PRIVATEN sind mir egal, falls sie mangels Zuschauerzahlen eingehen, was wohl leider nicht passiert.

      Solange Phoenix, ZDF-Info, Arte ordentlich arbeiten und kompetente Journalisten haben. Und solange die "Hauptsender" (Ard/Zdf) nicht zu sehr im Seichten nach Quoten fischen!
      Bedenke: "Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt." ^^ Ringelnatz :D
      Was heißt das? Abkürzungen, "Forengeheimsprache" und "geflügelte Worte"

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    • Zum Glück gibt's aber noch Qualitätssendungen, da akzeptiert man Locker Werbung im 5-Minuten-Takt: Das Dschungelcamp kommt bald :D

      Der eigentliche Skandal ist nicht die fürs Privatfernsehen überlebensnotwendige Werbung, sondern dass mit 8 Milliarden Rundfunk-Gebühren kaum was sinnvolles angestellt wird. Mich würde eigentlich mal interessieren, was da so an exorbitant teuren "Beraterverträgen" durchgereicht wird...
    • Gegen Werbung allgemein zwecks Finanzierung des privaten Fernsehns ist Garnichts einzuwenden.... nur kann man wirklich das, was die Privaten da grösstenteils machen, noch als Fernsehn bezeichnen oder sollte man das nicht umbenennen, so in Richtung tatsächlichem "Programm" - also Werbung mit gelegentlichen Unterbrechungen?

      Dass die öffentlich-rechtlichen teilweise im Strom mitschwimmen müssen, wenn sie Zuschauer behalten wollen und deshalb manchen Schaiss mitmachen (wie z.B. diese unsäglichen Kochshows), ist kritikwürdig. Allerdings muss man sagen, dass die Öffis ihr Angebot gut ausgebaut haben und es allgemein für jeden was zu sehen gibt. Und so manche interessante Sendung läuft auch auf N24 u.Ä.... zwar auch mit Werbung, komischerweise aber in erträglichem Rahmen.

      Was ich z.B. RTL anlaste sind die Unterbrechungen bei Sportsendungen.... gerade F1. Und die damit verbundene Batterieentleerung in der Fernbedienung, weil ich da jedesmal reflexartig umzappe. Ich hab mir angewöhnt, keins der Produkte zu kaufen, für die da so aufdringlich geworben wird (manchmal haste einfach keine Chance zum zappen...).
      Weniger auffallend/aufdringlich sind die Werbeeinblendungen bei American Football.... da gibt's genug Spielunterbrechungen, sodass man nichts vom Spiel verpasst.
    • monza30 schrieb:

      (manchmal haste einfach keine Chance zum zappen...).
      Lag wieder mal ne Katze im Weg? :P

      Es wäre ja schön, wenn die öfis auch ganz auf Werbung verzichten würden - aber nicht auf Kochshows! :P Es ist auch ne Art von Bildung, wenn nicht nur die ganz jungen Leute sehen, was man mit tierischen und pflanzlichen BASIS-Produkten Leckeres machen kann, ohne das "Chemie", Tüte und Co dabei mitwirken!

      monza30 schrieb:

      Dass die öffentlich-rechtlichen teilweise im Strom mitschwimmen müssen, wenn sie Zuschauer behalten wollen und deshalb manchen Schaiss mitmachen
      Viele lernen vieles ja nur noch durch Medien und nicht "in echt", da ist ein Anfixen im ÖRF hilfreich, und auch die "dritten" und Regionalprogramme spielen da m.M.n. eine wichtige Rolle, auch und gerade durch Bezug zur Region, und durch aktuelle Veranstaltungen, in Kultur, Natur und auch Politik. Und durch die Verzahnung dieser entsteht auch eine wichtige Bindung und nicht zuletzt Allgemeinbildung. OHNE dass damit wieder unterschwellige Bedarfsweckung durch Konsumlieferanten verbunden wird.
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    • Die Privaten (vor allem die großen Sender) beerdigen sich doch schon seit Jahren selbst. Die Zuschauerzahlen sinken. Dies ist vergleichbar mit dem Leserverlust der Sensationspresse, wie z.B. BILD. Auch dort (BILD-Online) versucht man ja die Werbeeinnahmen zu steigern, indem Werbeblocker nicht mehr zugelassen werden.

      Die Menschen sind heute durch alternative Medien (vor allem das Internet) und alternative Inhalte (abseits vom Mainstream) wesentlich aufgeklärter und dementsprechend empfindlicher gegenüber erkannten Manipulationen. Weitaus mehr Menschen als früher wissen, daß auch bei sogennanten Reportagen der privaten Sender die Regie (Redaktion) das Sagen hat. Von irgendwelchen anderen Sendungen aus dem Unterhaltungsbereich (DSDS Kandidaten, Doku-Soaps usw.) ganz abgesehen. Das Vertrauen in die Originalität ist gestört. Es bleibt also nur der Bodensatz an Zuschauern, die so etwas noch anschauen. Deshalb wird ja auch allgemein vom Unterschichten-Fernsehen gesprochen. Diese Unterschichten werden weiterhin als Bodensatz bei den Privaten verbleiben. Da können die so schlecht werden, wie sie wollen ...

      Ich möchte das mal in eine Formel gießen:
      Bescheuerte Inhalte + manipulativer "Journalismus" + viel Werbung = Bodensatz-Zuschauer

      Der typische Bodensatz-Zuschauer hat naturgemäß wenig Intelligenz und Bildung und entsprechend wenig Einkommen. Er ist aber in seinem Rahmen ein freudiger Kosument. Denn für das Konsumieren wird keine Intelligenz und Bildung benötigt (eher das Gegenteil). Geld ist allerdings schon von Vorteil. Deshalb reicht diese Personengruppe allein nicht, um Werbung erfolgreich vermarkten zu können.

      Werbung ist auch ein Markt. Auf diesem Markt tummeln sich aber nicht die Verbraucher, sondern die Markeninhaber und die Werbetreibenden. Die Markeninhaber brauchen potente Konsumenten vor der Glotze. Und die gehen den Privaten (als Werbetreibende) zunehmend verloren und damit sinken die Werbeeinnahmen. Die Werbezeit verliert an Verkaufswert, deshalb muß sie erweitert werden, um diesen Verlust auszugleichen (Inflation). Und das wird das Dilemma noch verstärken. Aber daran sind die Privaten -wie oben erläutert- ja selbst schuld.

      Mich persönlich kümmert die Werbung im Fernsehen und anderswo wenig - weder schaue ich Privatfernsehen, noch lese ich aufmerksam Werbung in der Presse und im Internet. Mein Bio-Werbeblocker funktioniert - ich kann das gut ausblenden. Von daher bekümmert mich eine Zunahme der Werbung gar nicht.
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    • Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese


      ...hat Groucho Marx schon in den 50-er-Jahren des vorigen Jh. gesagt.

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      Football is for you and me – Not for fucking Pay-TV

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    • Fairhandel schrieb:

      Die Menschen sind heute durch alternative Medien (vor allem das Internet) und alternative Inhalte (abseits vom Mainstream) wesentlich aufgeklärter
      schön wärs, du bist wohl dort unterwegs, wo das zutrifft, das könnte aber auch selektive Wahrnehmung sein? Wie es bei Facebook aussieht, kann ich leider mangels Zugang nicht sagen ;)

      Fairhandel schrieb:

      Es bleibt also nur der Bodensatz an Zuschauern, die so etwas noch anschauen.
      Aber wenn man sich die Quoten ansieht und hochrechnet, die Bild-, MoPo-, Illu-Leser dazunimmt, --- Wenn der Weinstein die halbe Flasche ausfüllt, kann man da noch von Bodensatz sprechen?
      Bedenke: "Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt." ^^ Ringelnatz :D
      Was heißt das? Abkürzungen, "Forengeheimsprache" und "geflügelte Worte"
    • Stubentiger schrieb:

      Wenn der Weinstein die halbe Flasche ausfüllt, kann man da noch von Bodensatz sprechen
      höchstens, dass man sich das Fläschchen näher betrachten solle.....

      Liegt aber wohl auch daran, dass sich diese Zuschauer auch leichter ausforschen lassen. Incl. ihrer Gewohnheiten. Gibt dieser Zuschauerschicht einen internetfähigen Fernseher und die hängen sofort die Strippe dran und nehmen an jeder Umfrage teil, so sie einen Gewinn verspricht. Während Zuschauer, die kritisch fernsehen oder anders ausgedrückt: lieber Sendungen sehen, bei denen es nicht darum geht, den Zuschauer zu verarschen und durch Billigstproduktionen einen Bauern eine magd... ääähh... Frau suchen zu lassen oder in einem Dschungelcamp möglichst eklige Aufgaben durch sogenannte Pseudosternchen erledigen zu lassen, auch mehrheitlich nicht an solchen Umfragen teilnehmen....
    • @Stubentiger
      Der Ausdruck "Bodensatz" ist eine qualitative Kennzeichnung. Und was die Quantität des Bodensatzes betrifft: die von Dir aufgestellte Quote gibt einem doch irgendwie zu denken ... :D ...

      Aber einen Tipp an die Privaten hätte ich noch und der ist ganz simpel:
      zeigt doch nur noch Werbung. Dann braucht ihr euch keine teueren Redaktionen zu leisten oder irgendwelche Produktionen bei viertklassigen Produktionsfirmen einzukaufen. Und dem Niveau insgesamt könnte es nur gut tun. Die Werbung bei euch ist nicht schlechter als das redaktionelle Programm.
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