Diskussionsforum

Um einer weiteren Zersplitterung der Beiträge auf einzelne Artikel entgegen zu wirken, soll das Diskussionsforum als zentrales Sammelbecken für eure Meinungsäusserungen dienen.

Neben einer nachvollziehbaren und für jeden verständlichen Argumentationsreihe sollte sich  so zudem die Möglichkeit ergeben unerwünschte Spam-Mails leichter verhindern zu können.

Ich möchte euch also bitten zukünftig nur noch hier zu posten.

245 Antworten auf Diskussionsforum

  1. Thorsten Romaker sagt:

    Unter den “Elektronischen Medien” (rechts) findet ihr jetzt auch den Link zum SAT 1-Magazin.

    • Anonymous sagt:

      Hallo warum kann ich das Video nicht sehen???

    • Karl-Heinz sagt:

      Hallo Leute,
      habe gerade wieder nach Stellen als Industriekaufmann geguckt und siehe da:
      http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangebotAnzeigen.html?execution=e2s2&benc=kJjAb1%2B2GE%2BxJCgWzU9lIz9as3tw9gM2yzocR9uWZ6BJN5 lVEfCBYTBzwmlKm3N9#a879461780
      Diese Maxxclip GmbH
      Hansaallee 299
      Firmenzentrale
      40549 Düsseldorf
      die den Job anbietet, hängt mit Sicherheit mit Euroweb bzw. Maxworker zusammen. Natürlich auch wieder Job als Vertriebsmitarbeiter.
      Die scheinen die Firmennamen öfters zu ändern bzw. neue Firmen zu gründen wie ich die Unterhose wechsle.

      • der aus dem Westen sagt:

        Es ist einfach wunderbar was da zwei Menschen in Düsseldorf leisten. Ich habe nun einige Jahre in Agenturen gearbeitet, kenne also das Umfeld. Das zwei Herren eine Agentur gründen ist nichts neues . Das zwei Herren viele Agenturen gründen auch noch nicht. Aber das zwei Herren viele Agenturen gründen und die gleiche Leistung anbieten schon. Aber die besondere Leistung der beiden besteht darin, sich auch noch untereinander die Geschäftsführerposten hin und her zu schieben, und den Überblick zu behalten. Ich ahne zwar den Sinn und Zweck des ganzen, doch mal im ernst, das ist doch völliger Blödsinn. Deswegen mein Rat als alter Agenturhase an die beiden Gründer :” Jungs macht eine Sache richtig”. Das spart euch Kosten und auch Ärger. Ihr müsst nicht jeden Tag eine neue Firma gründen, auch braucht ihr gar nicht so viele Ad Mitarbeiter. Ein wirklich guter Berater in jedem Bundesland reicht aus. Wenn ihr diesen gescheit bezahlt wird er eure Dienstleistungen auch an Kunden verkaufen die eine Dienstleistung wirklich benötigen. Und wenn ihr mal eine echte Referenz haben wollt, dann bewerbt euch mal um einen wirklichen Etat. Das würde vielen kleinen und mittelständischen Betrieben helfen, weil sie würden nicht permanent von euren Agenturen, durch Telefonanrufe vom Tagesgeschäft abgehalten. Welcher Unternehmer mag es schon am selben Tag angerufen zu werden von Euroweb, Internetmedia, Webstyle, Webweisend, Maxworker, Maxclip ua. und das nur weil Ihr vermutlich eine Datenbank benutzt. Das schlimme daran ist das auch noch, jeder der Anrufer gibt fast den gleichen Text wieder. Also ihr beiden Lausbuben ihr lest doch regelmäßig diesen Blog. Denkt mal am Wochenende darüber nach, nur ne viertel Stunde, ihr schafft das schon.

  2. Anka sagt:

    Bei mir kommt: “Dieses Video wurde entfernt, da es nicht unseren Allg. Geschäftsbedingungen entsprach.”

  3. Thorsten Romaker sagt:

    Ich vermute eine schnelle Reaktion aus Düsseldorf als Grund für das Verschwinden des Beitrages. Ich habe den Beitrag unter gleichem Link jetzt zum Download bereit gestellt. Viel Spass

  4. Verena sagt:

    Dann habe ich wohl auch “die Feinheiten des Vertrages nicht verstanden”…. gut zu wissen….
    Prima, dass sich SAT1 nun doch mal an das Thema getraut hat!

  5. Tahier sagt:

    Hallo,
    Wie sieht es nun aus mit einer Kündigung? Ab wann kann man laut BGH Urteil kündigen, oder muss man alle 48 Monate durchzahlen?
    Was für Kündigungsgründe sollte man angeben?
    Kündigung am besten per Einschreiben schicken?
    Mit welchen Problemen muss man rechnen?

    mfg tahier

  6. Anka sagt:

    @Tahier: Je früher, desto besser – nicht AB wann, sondern BIS wann ist gem. § 649 BGB wichtiger; wegen der anrechenbaren Kosten (siehe unten) also lieber nicht warten. Ein Anwalt berät hier sicher besser, denn der Laie formuliert gerne falsch – also nix wie hin! Und am besten gleich eine direkte Mail an Thorsten.

    § 649 BGB behandelt das Recht des Bestellers zur Kündigung:

    “Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jederzeit den Vertrag kündigen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Es wird vermutet, dass danach dem Unternehmer 5 vom Hundert der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen.”

    Gruß, Anka

  7. chribar sagt:

    in dem beitrag von konsumer.info zu “web2walk” sind auch die agb enthalten, mit – auf den ersten blick – denselben inhaltlichen problemen (z.b vorleistungsverpflichtung, zahlungsverpflichtung ohne gegenleistung etc.). aber auch ein kündigungsrecht nach § 649 bgb ist nicht ausgeschlossen, was grundsätzlich eine sofortige kündigung ermöglicht mit den rechtsfolgen aus § 649 satz 2 bgb. vergl.:

    http://www.konsumer.info/wp-content/web2walk-Vertragsformular_Seite_2.jpg

    soweit kann man auf bekannte argumentationen und erfolgreiche urteile verweisen. alles nicht mehr ganz neu.

    neu und bedenklich erscheint mir aber die regelung des dortigen § 2, soweit dort das abbuchungsverfahren vorgegeben wird und erstattungen nach erfolgter einlösung von dem partnerunternehmen nicht verlangt werden können. es wird also möglicherweise viel aufwendiger, sich unberechtigt eingezogene beträge zurückzuholen.

    ich halte diese klausel für unwirksam, sie benachteiligt den referenzkunden unangemessen. denn bei dieser art des lastschriftverfahrens erteilt das partnerunternehmen seiner bank (der zahlstelle) bereits im voraus einen auftrag im sinne einer generalanweisung, lastschriften von web2walk einzulösen. die bank belastet dementsprechend das konto mit bereits erteilter zustimmung des kontoinhabers. darum kann er nach einlösung der lastschrift die kontobelastung nicht mehr rückgängig machen, so dass das abbuchungsverfahren für den referenzkunden ganz erhebliche gefahren mit sich bringt und deshalb in allgemeinen geschäftsbedingungen grundsätzlich nicht vereinbart werden darf.

  8. Uli sagt:

    Warnung!
    Im Bereich Bochum sind gerade welche mit der “Referenzkunden”-Masche unterwegs.
    Die bieten zwar keine Webseiten sondern “Sicherheitstechnik” an. Ansonsten das gleiche Spiel: Wir expandieren und suchen ein Vorzeigeobjekt in Ihrer Branche, Kostenlose Installation, blaah, blaah, blaah.
    Hab ihn direkt ins Gesicht gesagt, was ich davon halte :)

  9. Anka sagt:

    Neulich rief hier auch wieder einer an (:-O Ich war so überrascht, daß es mir leider zu spät eingefallen war, ihn mit Zeugenanwesenheit hierherzubestellen… Zwar stellte ich den Hörer auf laut und ließ hier jemanden mithören, doch diese Dreistigkeit verschlug sogar mir die Sprache. Genau dieselbe Masche, dieselben Fragen, dieselben Worte, Sätze, derselbe Ton. Aber da sie es ohnehin immer wieder versuchen, hoffe ich jetzt, besser vorbereitet zu sein…

  10. Heidi sagt:

    Hallo Uli,
    die gleiche Masche mit Sicherheitstechnik, hatten wir vor einiger Zeit in Bielefeld.
    Wir sollten ,,Referenzkunde,, für ihn werden, natürlich alles kostenlos, damit er
    dann Sicherheitstechnik verkaufen kann. Die Leute, die uns angeblich empfohlen hatten
    haben wir angesprochen , sie wußten natürlich von nichts.Da unser Vermieter für die Sicherheit sorgt konnte er bei uns nichts ausrichten.

  11. Bobijntje sagt:

    Wir sind für 5 Minuten angerufen beim EuroWeb AG CH, “speziell ausgewähltes Geschäft” bla bla bla … Aber könnten uns nicht über eMail Informationen abgeben.

    Glücklich bin ich nach 16 Jahr Internet etwas schlauer geworden, und habe Ihre Pagina gefunden. Herzlichen Dank das Ihr uns schützt für Leute mit betrügerische Absichten!

  12. Thorsten Romaker sagt:

    Das LG Hildesheim hat als Berufungsgericht auch in meinem Verfahren zu einem Urteil gefunden, nachzulesen unter den Links-Urteile-7 S 92/10.
    “Die Klägerin hat keinen Anspruch auf Vergütung aus § 631 Abs.1 oder § 649 Abs.1 Satz 2 BGB.”
    Damit verliert die Firma Euroweb bereits im Urkundenverfahren, aber vermutlich ist hier der letzte Streich noch nicht geführt.

    • Anka sagt:

      *freu* Thorsten! Bin auf den Rest gespannt… *undweiterhindaumendrück*

      • Anka sagt:

        P.S. “Revision wird nicht zugelassen”. Welche weiteren Schritte erwartet ihr denn? Gibt es etwa trotzden irgendwelche Rechtsmittel, die noch eingelegt werden können? Für mich sieht es schon nach Beendigung aus…

  13. chribar sagt:

    herzlichen glückwunsch zur gewonnen berufung,

    das bisherige prinzip “urkundenprozess” dürfte nachhaltig schiffbruch erlitten haben. auf die begründung von euroweb im falle einer nichtzulassungsbeschwerde zum bgh wird man sich insofern wohl freuen dürfen, falls man sie nicht bereits kennt. nicht alle gebrandten kinder scheuen das feuer…

    den vom landgericht hildesheim herausgearbeiteten kardinalfehler in der erstinstanzlichen prozessführung könnte man nach meiner einschätzung noch nicht einmal mit lügen oder betrügen wieder ausbügeln. jedenfalls könnte man den bisherigen bgh-urteilen u.a. entnehmen, dass einmal versäumter sachvortrag auch in der nächsten instanz nicht mehr nachgeholt werden kann, – als wenn dies nicht schon vorher klar gewesen wäre. umso erstaunlicher ist, dass man sich gleichwohl dermaßen die blöße gibt und es auf eine weitere peinliche niederlage hat ankommen lassen, die vom ergebnis her bereits mindestens seit ende januar 2011 mehr als vorhersehbar war.

    man kann deshalb die befürchtung gut verstehen, dass euroweb versuchen wird, trotzdem weiterzumachen.

  14. Anka sagt:

    Übrigens, hat das jemand hier vermisst? http://rechtsfreie-zone-euroweb.blogspot.com/ Interessante Beiträge weiterhin! :)
    Gruß an alle von
    Anka

  15. Thorsten Romaker sagt:

    Und wieder einmal verliert die Firma Euroweb eines ihrer zahlreichen Verfahren vor dem Amtsgericht Düsseldorf, vielleicht versuchen die Rechtsanwälte der Kanzlei Berger aber auch die zugestandenen 5 % als Sieg zu verkaufen.
    Das Urteil steht unter den Links -> Urteile -> 33 C 6727/10 zum download zur Verfügung.
    Sollte die Firma Euroweb ihrer Linie treu bleiben, so ist wohl auch hier mit einer Berufungsverhandlung zu rechnen – bis dahin freuen wir uns aber über den Gewinn und beglückwünschen den Beklagten nebst Rechtsbeistand.

  16. Thorsten Romaker sagt:

    Ein wirklich interessanter Artikel ist hier zu finden;
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12110226/61129/
    Vielen Dank an den Künstler, der in mühevoller Arbeit eine wirklich sehenswerte Aufarbeitung seiner Begegnung “mit der dritten Art” humoristisch, aber doch wirklichkeitsnah darzustellen weiß.
    Referenzkunden einschlägig bekannter Firmen werden sich hier ebenso wieder finden können wie die Mitarbeiter der betroffenen Firmen.
    Zu sehen ist die Ausstellung “Uns geht der Mittelstand ins Netz” noch bis zum 11.Juli in der Galerie “Schneeweiß”, Poststr. 35 in Falkensee. (Freitag 16-20 Uhr, Sonnabend und Montag 11-18 Uhr).
    Ein Besuch lohnt sich – und das nicht nur für Referenzkunden !!!

  17. Thorsten Romaker sagt:

    Auch in Österreich ist die Firma Euroweb mal wieder Thema – diesmal in den Salzburger Nachrichten, nachzulesen hier;
    http://search.salzburg.com/articles/19466448

  18. Thorsten Romaker sagt:

    Die Berichte über die Geschäftsmethoden der Firma Euroweb scheinen kein Ende nehmen zu wollen, so berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” am heutigen Tage ebenfalls wenig positives über den selbsternannten Marktführer.
    Die geschilderte Vorgehensweise entspricht im Übrigen den bereits bekannten Leitfäden, welche zur Schulung der Außendienstmitarbeiter genutzt werden. Es kann folglich nicht von einer Eigenmächtigkeit der Mitarbeiterin ausgegangen werden – vielmehr scheint es sich hier um systematisches Vorgehen der Firma zu handeln.

    http://www.noz.de/lokales/55091456/der-teure-ausflug-eines-bramscher-tischlermeisters-ins-internet

  19. Paule sagt:

    bestehen denn Zweifel daran, dass das Vorgehen nicht systematisch ist? Das “unsystematische” Verhalten besteht ja darin zu behaupten, es entstünden keine Kosten oder nur einmalige Kosten. T-Konten etc. ist doch offziell, oder? Die Refrenzkundentour wurde doch auch irgendwann mal als legal eingestuft.

  20. Isa sagt:

    Na, wenn das kein Schnäppchen ist, 20.000,- € + 1.460,- € Anmeldegebühr für Suchmaschinen + 5.280,- € im Jahr für Pflege + Aktualisierung, ist die Webseite dann vergoldet? Welcher kleine Selbstständige kann sich das leisten?

    Also, ich pflege und aktualisiere meine Webseite, wann ich gerade lustig bin und Zeit habe, und zahle dafür sage und schreibe 0,- €. Und fürs Anmelden in Suchmaschinen habe ich auch noch nicht viel gezahlt, nur für das Hosting einen geringen Betrag jedes Jahr.

    Ich weiß nicht, ob ich so gelassen und gefasst reagieren würde, wenn bei mir wieder mal ein Vertreter von €weg anklingeln würde. Ich muss aber sagen, dass die Vertreterin das ganz gut weggesteckt hat. Ich habe schon Fälle erlebt, dass Vertreter etwas ausfallend wurden, wenn ich am Ende des Gesprächs nein gesagt habe.

    Mal eine andere Frage: Weiß jemand, wann diese Verträge eigentlich verjähren, wenn es eine gewisse Zeit lang Sendepause gab, oder muss man lebenslang damit rechnen vor den Kadi gezerrt zu werden?

    • Andreas sagt:

      Ist Ihnen bewusst, dass Sie mit Ihrem Extremvergleich im Grunde die Daseinsberechtigung jeder professionell arbeitenden (Internet-)Agentur in Deutschland nicht nur in Frage stellen sondern mit einer Art verbalem “Generalablass über Wertigkeit” abstrafen?
      Die mehreren tausend Arbeitsplätze, die dieser Logik nach sinnlos sind (weil finanziert durch bezahlte Kundenaufträge) … ich gehe davon aus, sie haben bereits ein millionenschweres / wahrscheinlich eher ein milliardenschweres Unternehmen, das diese in der Regel gut und hoch ausgebildeten Menschen aufnimmt?.
      Bevor man solche Vergleiche von in Summe 26.740,- (ich gehe von netto aus) mit in 0,- für Content-Pflege (ich gehe davon aus, dass Sie vom Fach sind bzw. sich relativ gut auskennen durch quer erworbenes Wissen) sollten sie sich mal 10 Angebote für die Erstellung eines individuellen, bedarfsgerechten, zielgruppen- und lösungsorientieren Internetauftritts von ganz seriösen, professionellen und wirklich gut bewerteten Internetagenturen einholen.
      Fangen Sie am besten bei der T-Systems Multimedia Solutions an (nicht die Homepage Baukästen von T-Online), gehen Sie dann über die plan.net und suchen sie sich anschließend noch 4 überregionale und (nach Möglichkeit) 4 regionale bzw. lokale Anbieter aus. 5 davon sollten auf alle Fälle “open-source CMS Lösungen” (Beispiele: TYPO3, Contao, WordPress”) anbieten – die sind ja kostenlos … das ist ja die Crux von “open-source” … und haben den Vorteil, für Sie als potentielle Interessentin >>> mittel- und langfristige Agenturunabhängigkeit.
      Ich gehe davon aus, dass ihre Server-Unit das Linux Betriebssystem nutzt … nicht etwa die kostenpflichtige Microsoft Alternative.
      Sie werden – wie ich stark vermute – staunen. Sicherlich wird ein Angebot dabei sein, dass Ihnen für unter 1.000,- die “eierlegende Wollmilchsau” verspricht (heißt: perfektes, auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmtes, zielgruppengerechtes 360-Grad Onlinemarketing) > kann durchaus sein, dass dies resultiert.
      Und es wird mit 100%iger Sicherheit mindestens ein Angebot dabei sein, dass Sie in die von Ihnen (in Summe) genannte Preisklasse brächte – sicherlich ebenfalls zurecht und gut begründet. Bei letzterer Situation können Sie davon ausgehen, dass die Angebotssteller über ausschließlich gut und hochausgebildete Fachkräfte verfügen; nebenbei mit Referenzenkunden /-marken argumentieren können, die Sie möglicherweise täglich konsumieren oder fahren oder sonstiges. Wir nennen das: Etatkunden.

      Was mich stark verwundert … erneut bezugnehmend auf den Extremvergleich und die latente Wertigkeitsfrage …
      Frage: Wenn ein Startup Unternehmen innerhalb der ersten 3 Monate nach online Gang der Webseite einen Millionenauftrag erhält. Der Kunde kommt über google, geht auf die Webpräsenz (Landingpage-Verfahren funktioniert wirklich gut), wird richtig bzw. usability gerecht geführt (steigt auf der Startseite ein > geht über den speziellen “Leistungsteaser” [interner Link in der variablen Headerbildleiste (~ bewegtes Titelbild mit Textinformationen und weiterführendem Link im oberen Bereich)] > ließt sich das gesuchte Leistungsportfolio durch > nimmt den Erstkontakt über jene Webseite auf > ein persönlicher Termin findet statt … der Webseitenbetreiber erhält den Auftrag (hätte es zu Beginn des Projekt selbst nicht für möglich gehalten) … was hätte das Startup Unternehmen / der Webseitenbetreiber für diesen Internetauftritt bezahlen sollen / dürfen?
      Als Agenturinhaber mit über 7 Jahren Agenturerfahrung, mehreren hundert erfolgreich abgewickelten Kundenprojekten, und mittlerweile der Positionen des Vertriebsmanager über mehrere agenturenübergreifende Gemeinschaftsprojekte/-lösungen … ich könnte Ihnen die Frage selbst nicht beantworten. Der Kunde meinte (bei einem Bierchen in gemütlicher Runde) … wenn ihr mir das zehnfache in Rechnung gestellt hättet … es wäre mir immer noch “Wurst” gewesen (… sagt man so bei uns in Bayern).

      Mit dubiosen Angeboten von Mitbewerben, die im Grunde durchaus zu Spitzenleistungen im Stande sind, werden auch wir häufig konfrontiert. Jedoch greifen wir zu keinem Zeitpunkt auf “Vergleichs-Taktik” > so ein schei. Angebot … machen wir sowieso alles besser und billiger. Wir gehen auf die Situation des Kunden, dessen genauen Bedarf und dessen persönliche Erwartungen / Wünsche ein … und versuchen aus diesen Informationen / Facts eine geeignete Lösung zu bauen.
      Darf das Geld kosten?
      Dabei berücksichtige ich nicht dass, die meisten der Protagonisten (Mitarbeiter) einen Uni-Titel vor Ihrem Namen haben oder Kammer geprüfte Industriemeister sind.

      Ist vielleicht kein Trost aber ne brauchbare Info … die Chinesen und die Inder betreiben mittlerweile ähnliche “Cold Call” Aktionen am deutschen Markt … gehen von denen Angebote raus, wird man sich wundern … diese lancieren zu aktuell in fast gleichen Preisklassen, in denen sich deutsche Agenturen bewegen.
      Mit dem Unterschied, dass die auf ein Projekt nicht 1 – 3 sondern 10 – 30 Mitarbeiter ansetzen. Dass keiner von denen Deutsch spricht … ist mal ein anderes Problem.

      ABER: Dank des großen deutschen Telekommunikationsunternehmens … das genügend Mittel für “Internet-Lösungen durch Baukastenlösungen” – Werbung zu Spitzensendenzeiten in unseren Privatsendern hat … müssen Sie sich den Schuh des oben genannten “Generalablasses” gar nicht mehr anziehen.
      Das machen die viel effektiver und mit wesentlich höherer Reichweite.
      P.S.: Die gleichen Baukästen gibt´s beim Hersteller der CMS Lösung – mit wesentlich mehr Tools on Board für den halben Preis oder noch weniger, und mit wesentlich mehr Designvorlagen.

  21. Anka sagt:

    @ Isa, meinst Du die Verjährung der Forderung?
    Wenn gar nichts geschieht, keine Verjährung durch irgendwelche gerichtliche Ansprüche, Mahnbescheide, Klageinreichungen o.ä. eingereicht werden, gehemmt oder unterbrochen ist, dann verjährt eine Forderung im Zivilrecht “regelmäßig nach drei Jahren”.
    ABER – ich zitiere: “Mängelansprüche beim Werkvertrag verjähren bei einem Bauwerk in fünf Jahren (§ 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB); bei Werkleistungen, die auf Herstellung, Wartung oder Veränderung (z. B. Reparatur) einer Sache gerichtet sind, in zwei Jahren (§ 634a § 634a Abs. 1 Nr. 1 BGB); im übrigen in drei Jahren (§ 634a Abs. 1 Nr. 3 BGB).”
    Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt nach § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des (Kalender-) Jahres (das ist der 31. Dezember um 24:00 Uhr), in dem: a) der Anspruch entstanden ist und b) der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangte oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. [sog. „subjektive Verjährung“].
    Wäre – in diesem Fall – die Homepage bereits fertiggestellt, würde Verjährung der Mängelansprüche beim Werkvertrag (Zitat): … im Regelfall mit der Abnahme (§ 634a Abs. 2 BGB) beginnen.”

    Konkret, falls ich das mal richtig gelernt und noch korrekt in Erinnerung habe: Bei einem im Jahr 2009 geschlossenen Vertrag würde die Verjährung am 31. Dezember 2009, 24.00 Uhr beginnen und am 31. Dezember 2012, 24.00 Uhr, ablaufen – falls gar nichts geschieht und die Forderung nicht eingefordert wird.

    Wird die Frist durch Hemmung (gibt es viele Beispiele) unterbrochen, ruht die Verjährung und läuft erst weiter, wenn die Hemmungsgründe weggefallen sind (ist aber eine komplizierte Geschichte und hier kaum darstellbar).

    Viele Grüße,
    Anka

  22. Paule sagt:

    EW scheint auch wieder in Frankreich tätig zu sein

  23. Thorsten Romaker sagt:

    Die Luft für die Euroweb – Group scheint dünner zu werden !
    http://www.kanzlei-richter.com/spamabwehr-entscheidungen/lg-duesseldorf-einstweilige-verfuegung-wegen-cold-call.html
    Weitere Neuigkeiten sind aus Bautzen zu vermelden und auch die ” neue Kalkulation ” zu den Internet-System-Verträgen der ” Euroweb – Group ” wirft weitere Fragen auf.
    Eine Zusammenarbeit der WAZ-Mediengruppe mit der Euroweb – Group scheint gesichert, interne Unterlagen scheinen auch hier die Anwendung der sog. ” Referenzkundenmasche ” zu belegen und vorliegende, aktuelle Arbeitsverträge aus der Hansaallee 299 in Düsseldorf lassen Zweifel an Aussagen vor Gericht aufkommen.
    Eine Beobachtung der Webweisend GmbH soll nach Aussagen interner Mitarbeiter durchaus interessant sein können …….
    Nach Auswertung der vorliegenden Informationen erwarte ich mir doch einige Bewegung in diesen Angelegenheiten.

  24. gy sagt:

    Seht euch vor!!
    Euroweb bedrängt Kleinunternehmer und freie Berufe !!
    EuroWeb aqkuiriert momentan (Juli/August 2011) massiv u.a. in Thüringen und BW.
    Gem der Referenzkunden-Masche (incl. Gratis WebSite Erstellung, etc) werden mit “cold calls” Termine u.a. mit einem Herrn L…… vereinbart. Der Rest lässt sich u.a. hier nachvollziehen
    Ich konnte mir dank der hilfreichen Infos dieses und anderer Blogs im Vorfeld ein Bild machen und den Termin dankend absagen.

  25. anton b. sagt:

    Falls es gesichert scheint, dass die WAZ Mediengruppe mit der berüchtigten Euroweb Gruppe direkt oder indirekt zusammenarbeitet, ist wohl wieder Vollbetrieb unter neuem Deckmantel. Die WAZ Online Services Gruppe sucht derzeit nach etlichen Vertreten und Aussendienstmitarbeitern um weitere Gebiete zu erschliessen. Gerne auch Quereinsteiger, Neuorientierer.
    Ich muss gestehen, ich habe mich daraufhin beworben und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach einer kurzen Schulungszeit, dem “sich am Telefon beweisen” darf man auf potenzielle Neukunden losgehen. Die Verdienstmöglichkeiten sind natürlich Top(inclusive Firmenwagen zur Privatnutzung), was sicherlich letztlich auch viele auch im Wissen der Methoden dazu verleitet, ein Teil dessen zu sein(zu dürfen).
    Nach meinen Recherchen im Internet bin ich unter anderem auf diese Seite gestossen und bin natürlich erschüttert und empört. Leider sieht es in vielen Vertriebsbereichen letztlich nicht wesentlich besser aus. Da gehört wohl Gewissenlosigkeit zu dem Job.
    Ich werde auf jeden Fall den Job nicht aufnehmen und hoffe, diesen Strukturen wird das Handwerk gelegt.

  26. Anka sagt:

    Danke für Deine Mitteilung, Anton. Interessant wäre es, ob einem bei der Schulung explizit die “Cald Calls” beigebracht werden – nach dem Motto: “Sucht euch Kleinfirmen, Handwerker und Selbständige im Bereich xy aus und ruft die an. Wer die meisten hat, kriegt am meisten.” Wenn nicht: Wie kriegt man denn die Adressen und Telefonnummern der potentiellen Kunden?
    Natürlich kannst Du es nicht hier posten. Vielleicht wäre es möglich, die Antwort auf diese Frage direkt an Thorsten zu schicken?
    Viele Grüße von
    Anka

  27. Thorsten Romaker sagt:

    Urlaub beendet !!
    Siehe da, Euroweb zahlt mir mein Geld zurück – natürlich nur aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.
    Die salbungsvollen Worte des Herrn Berger werden direkt zu einem neuen Beitrag und weiterem Engagement in dieser Sache führen.
    In eigener Sache kann ich diese Angelegenheit zumindest als abgeschlossen betrachten, was mich aber nicht daran hindern muß und kann weiterhin aktiv gegen unlautere Geschäftsmethoden vorzugehen.
    Weiteres folgt.

    • chribar sagt:

      ich gratuliere Thorsten Romaker ganz herzlich zum abschluss seiner fast unendlichen geschichte und danke für das selbstlose und erfolgreiche engagement, von dem sehr viele und so auch ich profitieren konnten und noch immer profitieren. Sie haben die wahrheit unbeirrt und gegen große widerstände zusammengetragen und ans licht gebracht. schön, wenn Sie auch weiterhin anderen mit dieser wahrheit helfen. denn bei solchen vertragspartnern wie der euroweb-group kann man nur recht bekommen, wenn man sich unverzagt wehrt, das haben Sie sehr eindruckvoll bewiesen.

  28. Anka sagt:

    Thorsten, willkommen zurück – und Glückwunsch auch von mir.
    Ich kann gut verstehen, daß Du weiterhin engagiert bleiben wirst. Mir geht es ja genauso – denn Masche bleibt Masche. Und einmal mein Interesse geweckt, kann ich eine Sache einfach nicht vergessen. Vorerst zumindest ;) . Auf mich kannst zählen, auch nach jeweiliger “Beendigung” der Sache.
    Gruß von Anka

  29. Verena sagt:

    GRATULIERE!! Es gibt wohl niemanden, der ein gutes Ende in dieser Sache mehr verdient hat :-) und ich/wir – die noch immer betroffen sind – haben wieder einen guten Grund mehr, an die Gerechtigkeit zu glauben. Liebe Grüße Verena

  30. der aus dem Westen sagt:

    Herzlichen Glückwunsch und weiterhin so viel Erfolg auch von meiner Seite.

  31. cherlog sagt:

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch und es ist natürlich allererste Klasse, dass Du uns erhalten bleibst

  32. Desktopper sagt:

    Herzlichen Glückwunsch auch von mir !!!
    Wer weiss ob ich meinen Prozess ohne diesen Blog auch gewonnen hätte…
    Vielen Dank dafür !
    Vielen Dank auch an alle anderen die, auch im Hintergrund, dafür gesorgt haben, dass viele Unternehmer vor dieser Masche gewarnt wurden bzw. das es in Zukunft etwas schwerer sein dürfte mit dieser Masche erfolgreich zu sein !
    Ich grüsse alle sog.Referenzkunden und hoffe Ihr bekommt auch Euer Recht !

  33. Desktopper sagt:

    Nachtrag
    Kennt Ihr schon Internetmedia ??

    http://www.merkur-online.de/lokales/lenggries/guten-namen-gaesteinfo-missbraucht-dubiose-vertreterin-rosa-trenchcoat-1357178.html

    Zitat : ,,Bei „Internetmedia“ selbst war niemand erreichbar. Die Nummer, die auf der Internetseite im Impressum angegeben ist, ist nicht vergeben…”

  34. ulli sagt:

    auch von mir herzlichen Glückwunsch! Bin leider gerade selber in die Eurowebfalle
    getappt. Wie und mit welchem Anwalt seid ihr rausgekommen?
    Liebe Grüße

  35. cherlog sagt:

    DESKTOPPER? Dich gibts noch? Kämpe aus alten Tagen! Handschüttel, Erstaunen, lach

  36. Desktopper sagt:

    Na logo, das Thema interessiert mich doch weiterhin ;) Ist ja schon einiges erreicht worden – Mein Kompliment !
    Beste Grüsse
    D.

  37. bernd sagt:

    Wieso darf Euroweb die Firmen einfach anrufen? Wettbewerbsrechtlich ohne vorherige Einwilligung gar nicht erlaubt.

  38. Anka sagt:

    @ Bernd: Eben. :) Nur EW leugnet die Cald Calls. Je mehr davon dokumentiert und angezeigt werden, umso besser. :)

  39. H. Ohm sagt:

    Aufgepasst in Lübeck und Umgebung!

    Die Firma stemico GmbH ist zurzeit mit der Referenzkundenmasche von Euroweb unterwegs. Und zwar wortwörtlich. Die Masche von Euroweb ist regelrecht geklaut worden. Als Firmenname wird in dem Verkaufsgepräch aber nur “Media Company” genannt. Irgendwie müssen die den Leitfaden für Marketingbeauftragte von Euroweb in die Hände bekommen haben. Bei dem T-Konto wird allerdings mit Blankopapier und nicht mit einem Marketingaktionsbogen gearbeitet. Keine Erstellungskosten und keine Kosten für Suchmachienenoptimierung für den Partner. Einmalige Anschlusgebühr 499 EUR. Servicegebühr mindestens 120 EUR monatlich. Vertragsdauer 48 Monate. Das gesamte Programm, wie man es von Euroweb kennt bzw. kannte. Der ADM ist ausdrücklich kein Verkäufer, sondern zuständig für Auswahl geeigneter Partnerunternehmen, in die seine Firma inverstieren wolle…
    Also nochmals: aufpassen und mitdenken!

  40. Andreas sagt:

    Den “against Euroweb (-Masche) blog” verfolge ich seit geraumer Zeit. Die Unternehmensgruppe sowie deren Töchtergesellschaften sind mir bekannt. In unserem Agenturverbund betreuen wir einige Kunden, die vormals EW Kunden waren. Manche waren mit den Ausgabeergebnissen von EW zufrieden (hatten jedoch ein Problem mit Laufzeitverträgen in bereits mehrfach genannter Länge), andere waren nur bedingt zufrieden (mit den Ausgabeergebnissen), dritte waren eher mäßig bis gar nicht. Genauso bekannt ist mir die – sagen wir sehr ziel- und ergebnisorientierte, operative Personalführung, aus Schilderungen von Bewerberinnen und Bewerbern um entsprechende AD-Vertriebs- & Beraterpositionen (in “normalen” Agenturen), hauptsächlich im Bereich der Internetlösungen.

    Auch wenn dieser Blog – meiner Interpretation nach – 3 Hauptzielen dient:
    > Jener Unternehmensgruppe aufgrund extrem umstrittener Marketing- & Vertriebsstrategien “das Leben am Markt zu erschweren”
    > “Neukunden” vor jener augenscheinlichen Falle zu bewahren
    > Potentielle “Job-Anwärter/innen” davor zu warnen, ihr Engagement und ihre Skills für solche progressiven Geschäftspraktiken zu veräußern, schlimmsten Falls zu verheizen

    … und bisher tolle Erfolge erzielt hat, frage ich mich, ob es wirklich formal korrekt ist, diese “EW Problematik” mit einem Begriff zu ummanteln, der zumindest in der Werbe- & Marketingbranche eigentlich einen ganz wichtigen Schlüssel für den Neukundenzugang (in alltäglichen Neukundenberatungen in einer Vielzahl von Agenturen – nicht nur in Deutschland) beschreibt.

    “Referenzkunden” vs. “Referenzpartner” … letzterer Begriff ist meines Wissens nach jener, der vor “… – Masche” gesetzt werden sollte. Und gibt im Grunde auch Nährboden für die Kernthematik /-problematik: “… worin liegt der konkrete Unterschied zwischen “(R.-) Kunde” bzw. nur “Kunde” und “(R.-) Partner”.

    Verteufelt man latent (ich unterstelle wirklich unbewusst) den Begriff “Referenzkunden” … stellt man leider nicht nur 2 oder 3 Negativbeispiel praktizierende Unternehmen/-sgruppen (sicherlich mit Auswirkungen von kritischer Tragweite) an den Pranger, man setzt einigen tausend (vor allem) kleineren Agenturen einen sehr ähnlichen Hut auf, meine ich.

    Wenn Unternehmen (egal welcher Branche und Unternehmensgröße) zu moralisch sehr verwerflichen bzw. sehr umstrittenen Kommunikations- & Vertriebsinstrumenten greifen, deren Einsatz in Summe und im schlimmsten Fall dazu führen, dass Kunden und auch Personal (massiv) geschädigt werden könnten, finde ich Bloginitiativen oder auch Social-Media Kampagnen gegen solche Unternehmen oder gegen solche Strategien, die womöglich über bewusste Täuschung eigene Erfolge generieren – zum Schaden anderer, nicht nur ganz wichtig, sondern sehr unterstützenswert.

    Trotzdem bin ich persönlich der Meinung, egal wer was zum Ausdruck bringt, man sollte weit möglichst auf genaue Begrifflichkeiten achten … deren bewusste oder unbewusste Zweckentfremdung im schlimmsten Fall zu einem Problem führen könnte, das eine ganz andere Tragweite annimmt, als jenes Instrument “Referenzpartner(programm)”, das hier sicherlich zurecht angegangen wird.

  41. Andreas sagt:

    Nachtrag zum Kommentar vom 03. Oktober, 11:39 Uhr (am)

    Folgenden Eintrag mit vergleichenden “Leistungen/Inhalten” habe ich mir erlaubt zu kommentieren: http://referenzkunden.info/diskussionsforum/#comment-5982

    Folgender Kommentar bestätigt die Aussage aus meinem Statement (03.10.11 | 11:39 (am)): http://referenzkunden.info/diskussionsforum/#comment-5941
    … Sicherheitstechnik + Masche “Referenzkunde” … hier knöpft man sich wieder jene Thematik (Referenzkunde) mit einem “Breitschwert” vor.

    Frage hierzu: Wer bzw. welche Unternehmen aus welchen Branchen dürften den Begriff “Referenzkunde” überhaupt verwenden, nach Ansicht der Blogger? (Selbstverständlich unter Ausschluss jener Branchen und Unternehmen auch Freiberufe, die dies durch den Gesetzgeber bzw. von übergeordneten Kammern ohnehin spezifisch geregelt haben.)

    Folgefrage: Wenn dieser Begriff “Referenzkunde” verwendet wird, welche Substanz/Sachverhalt soll bzw. darf sich dahinter verbergen?
    Wenn folgender Sachverhalt zugrunde liegt: Der/diejenigen Referenzkunde/n haben transparent, wissentlich und schriftlich zugestimmt, als Referenzkunden veröffentlich und geführt werden zu dürfen.

    Case Study: Angenommen ein neues Unternehmen, eine neue Marke oder ein neues Produkt sollen in einen entsprechenden Zielmarkt eingeführt werden. Branche: Werbung & Marketing. Die Anbieter denken darüber nach, einen Teil der Markteinführungsstrategie über “Referenzmarketing” auszulegen.
    Dass heißt, der Plan würde vorsehen, sich gezielt um den Aufbau von flächendeckenden Branchenreferenzen (Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, etc.) zu bemühen. Diese “Referenzkunden” bekämen zwar nicht alles kostenlos, jedoch im Vergleich zum “herkömmlichen” Kunden stark vergünstigt, einerseits. Andereseits mit Zusatzleistungen /Produktmodulen inklusive, die später im Vertrieb als Individualmodule offeriert würden.
    Module, wie zum Beispiel spezifische Micro e-Commerce Lösungen für Kleinbetriebe, die nicht dauerhaft Onlinehandel betreiben wollen und können, aber gelegentlich mal das eine oder andere Produkt online zum Kauf anbieten wollen (auf der eigenen Internetpräsenz) … ob es sich dabei um Restposten (aus einem Lagerbestand), Gutscheine in der Dienstleistungsbranche oder dem Onlineabschluss von Spezialversicherungen handelt … egal was.
    Zusatzmodule, die sicherlich durch herkömmliche Lösungen ersetzbar wären. e-Commerce … beispielsweise durch ein open-source Shopsystem – gibt es meist kostenlos zum downloaden. Jedoch setzt dies voraus, dass sich jener betroffene Kunde / Referenzkunde mit der Technik auskennt.

    Müssten sich jene Betreiber so eines Unternehmens, so einer Marke oder so eines Produkts fürchten … sofort negativ bebloggt zu werden … weil sie mit ihrer eigenen “Referenzkunden-Masche” im Grunde niemanden schaden sondern lediglich effizient und effektiv Fuß am Markt wollen?

    Lassen wir diese Anbieter / Betreiber noch einen Businessplan Wettbewerb gewonnen haben. Unter anderem deshalb, weil sie sich entgegen dem jetzt wieder verstärkten “Risikokapital”-Finanzierungstrends entschieden haben. Alles aus eigener Tasche finanzieren und irgendwann das Ziel verfolgen, eine attraktive Menge neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Anhand von Kapital, das aus den Taschen zufriedener Kunden fließt. Kunden, die in viele Produktoptimierungs- wie auch Kommunikationsprozesse der Anbieter mit Meinungen, Anregungen und Kritiken eingebunden werden.

    P.S.: Die Case Study ist gar nicht so fiktiv, wie man vielleicht glauben will.

  42. huk sagt:

    Die von Andreas vorgetragene Kritik an dem Begriff “Referenzkunden” kann ich nicht teilen.

    Wer mit zufriedenen Bestandskunden als Referenz Werbung macht, kann dies doch ohne Gefahr, versehentlich mit Euroweb oder anderen Firmen, die Referenzkunden akquirieren, in einen Topf geworfen zu werden tun.

    Wenn jemand aber als Akquisemethode auf Referenzkundenfang geht und Kunden verspricht, sie bekämen deutliche Vorteile, weil sie Referenzkunde werden, dann hat dies immer etwas von einem zweifelhaften Lockvogelangebot, weil zumindest dem Normalkunde vorgespielt wird, es handele sich bei den Referenzkunden um echte zufriedene Bestandskunden und nicht um eingekaufte Lockvogelkunden.

    Ich finde es deshalb völlig unproblematisch, wenn alle Agenturen, die sich solch dubioser Akquisemethoden bedienen über einen Kamm gezogen werden und Neukunden bei dem Begriff “Referenzkunde” grundsätzlich erst einmal aufmerksam würden, um die angeblichen Vorteile als Referenzkunde bzw. die möglicher Weise nur vorgegaukelte Referenz kritisch zu hinterfragen. Kann man dann nachweisen, dass es sich um eine echte Referenz eines echten zufriedenen Kunden handelt, ist der Reputationsefekt mehr als nur eine Blase.

  43. Anka sagt:

    Die Begriffsproblematik, die Andreas anspricht, kann ich gut nachvollziehen und werde es künftig beim Lesen bedenken.

    Nur – wer war es , der diesen Begriff als erster überhaupt in Mißkredit brachte? Von wem ging der Mißbrauch des Begriffes – und auch der sogenannten Referenzkunden und Referenzpartnern – ursprünglich aus? Der Adressat der Kritik sitzt, meiner Meinung nach, hauptsächlich in einer großen deutschen Industriestadt, die mit D beginnt.

    Thorsten und die Erstblogger in dieser Sache brachten dies erstmal ins Bewußtsein und in die Öffentlichkeit. Andreas, auch ich komme aus der Werbebranche und bin mir der Wirkung von Worte sehr wohl bewußt. Dies ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie aus einer irgendwann gut gemeinten Idee das genaue Gegenteil werden kann. Schlagworte leben zwar nicht ewig, sie können trotzdem lange überleben. Vieles (siehe “geil”) kann mit der Zeit zu etwas völlig anderem mutieren als es ursprünglich bedeutete. Und bekanntlich hält sich “Schlechtes” oft länger als “Positives” (nach dem Motto : “Only bad news are good news”).

    In diesem Sinne, danke für die Ausführungen und
    Gruß von Anka

  44. Andreas sagt:

    Hallo Huk, hallo Anka,

    vielen Dank Ihnen beiden für Ihre Reaktion auf mein ausführlicheres Statement.

    Zu Ihrer konstruktiv kritischen Argumentation, Huk.
    Bezug nehme ich auf Ihren Absatz ab: “Wenn jemand aber als Akquisemethode …” bis zum Schluß Ihres Kommentars.

    Persönlich verfüge ich nunmehr über einige Jahre Erfahrung in unserer/dieser Branche. Ich habe nach einem BWL Studium ganz klein angefangen – bei einem Konzern, der ebenfalls in der Liste des InternetagenturenRankings sehr weit oben erscheint. Arbeitete mich dort hoch bis zum Führungskraftanwärter – strategisches und operatives Marketing, Schwerpunkt: Vertrieb (auch selbst verkaufen, nicht nur andere dazu antreiben). Aus dem Unternehmen stieg ich aus familiären Gründen (und im Guten) aus und baute nahe meines Heimatstandortes eine ganz kleine Agentur auf Mittelstandsniveau auf.

    Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn, die eigentlich schon vor dem Studium in einer der TOP25 Werbeagenturen (in Deutschland … ebenfalls öffentlich gerankt) begann, durfte ich einige hundert Kunden und Kundenprojekte miterleben. Von der Kaltakquisition, über die bedarfsgerechte und lösungsorientierte Kundenberatung und die Projektplanentwicklung, bis hin zur eigentlichen Projektdurchführung, welche durch regelmäßige Evaluierungsprozesse (Maßnahmencontrolling) in Langzeitphasen überführt wurden.

    Ich gehe davon aus, Huk, Sie kommen ebenfalls aus einem Bereich, in welchem man sich alltäglich über effektive wie nachhaltige Maßnahmen zum Erhalt und/oder zur Steigerung des eigenen Unternehmenserfolgs / Arbeitgebers >> stets zu Gunsten zufriedener Kunden – machen darf und muss.
    Oder, Sie werden alltäglich von Kunden damit beauftragt, ihnen dabei zu helfen, deren Unternehmen entsprechende Erfolgsrezepte und neue Wege zum Erfolg zu entwickeln – zusammengefasst, Maßnahmen, die effizient und effektiv sind, verhältnismäßig wenig Finanzmittel zur Realisierung erfordern und möglichst zügig und zeitnahe erste, spürbare Erfolge emporbringen.

    Ihre persönliche Meinung würde mich zum Thema “Eine Homepage für 12.000 € – taz.de” interessieren.

    Meine Meinung bzw. mein Kommentar dazu wäre: “Was steckt da alles an Technik drin?” die 12.000 € – wahrscheinlich inkl. 19% MwSt. – Wenn es sich dabei um eine CMS basierte Internetlösung mit individualisiertem eCommerce Ausleger (z. B. Shopsystem mit Anbindung an ein im Betrieb laufendes Warenwirtschaftssystem) handelt, dann ist das “phuu … sehr sehr knapp kalkuliert”.

    In dem besagten Artikel wird alles so dargestellt, als würde in so einem “Referenzkunden-Beratungsgespräch” nie eine Zahl fallen. Folglich fasse ich das so auf, der Angesprochene wird erstmal von vorne bis hinten bequatscht und belogen und unterschreibt in Folge dieses “Beratungsgesprächs” eine Art “Blankopapier” welches dazu führt … dass irgendwann mal was abgebucht wird.
    So fasse ich den Begriff “Verschleierung” in diesem Fall auf, denn laut dieses Artikels wissen die “Geprellten” nicht, dass in regelmäßigen Abständen über eine bestimmte Laufzeit hinweg Geld abgebucht werden wird.
    Das ist das große Problem mit (öffentlichen) Meinungen … natürlich darf und soll jeder seine Meinung äußern – den Zeitungen wird dies sowieso niemand verbieten können – und auch bei denen wird so formuliert, dass möglichst ein (skandalöser) “Aufreißer” dabei rauskommt (>> hier denke ich an Ihren Kommentar, Anka).

    Ich will nicht zu auslegend werden, deshalb schwenke ich nun zur Ihrem Kommentar um, Anka.

    Schön, dass Sie in der gleiche Branche zu Hause sind und Ihren Lebensunterhalt dort verdienen, und wahrscheinlich wie auch ich … Ihre Familie davon ernähren.

    Die Herausforderung, jenem öffentlicht “gepeinigten” Begriff wieder neues, positives Strahlen zu verleihen, fände ich sehr spannend und sehr interessant.

    Auch wenn wir schon einigen Unternehmen durch Krisen-PR aus der Grube heraushelfen mussten, ich bin kein Freund davon – ganz ehrlich ausgedrückt. Aber in diesem Fall würde es mich wirklich interessieren, ob dies schnell und effektiv gelänge. Nicht für ein Unternehmen sondern für ein “Schlagwort” von welchem eine Vielzahl von Unternehmen profitieren oder eben nicht profitieren … und dann, wie Huk es zum Ausdruck brachte “generell über einen Kamm zu scheren wären”.

    Freundliche Grüße
    Andreas

    • huk sagt:

      Mein aufrichtiger Glückwunsch zur bisherigen Lebensleistung von Andreas.
      Den Artikel auf taz.de finde ich für’s erste ziemlich gut, aber in einzelnen Details noch verbesserungsfähig. Dagegen gibt es keinen vernünftigen Grund, warum man “jenem öffentlich gepeinigten Begriff wieder neues, positives Strahlen” verleihen sollte. Das wäre wohl eher eine “Herausforderung” für den euroweb.blog. Nach meinem Verständnis will man hier vor unlauteren Geschäftspraktiken warnen und sich gegenseitig helfen und nicht gemeinsam neue Gaunereien unter dem Deckmantel eines angeblichen “Begriffs-Artenschutzes” aushecken. Es riecht hier schon wieder verdächtig nach falschem Hasen…

  45. Andreas sagt:

    Hallo Huk,

    vielen Dank für Ihre Reaktion.

    Ich weiß nicht genau, ob man meine Person bezüglich der “Lebensleistung” beglückwünschen kann bzw. sollte. Meine Vita ist – wenn Sie so wollen und mit meinen Worten ausgedrückt: genauso wichtig / bedeutend oder unwichtig / unbedeutend, wie die eines Menschen, der am Drive-In Schalter einer Fastfood Niederlassung arbeitet, davon bin ich überzeugt.

    Ich denke, so wie Millionen andere Menschen habe auch ich mich für einen “Weg” entschieden bzw. entscheiden dürfen – ich hatte das große Glück des entsprechenden Elternhauses und ich versuche selbigen Weg konsequent zu gehen. Zugunsten derjenigen, die das Ganze (heute) ermöglichen und finanzieren. Zufriedene Kunden. Deren Erfolg und Zufriedenheit ist mir genauso wichtig, wie eine gesunde und glückliche Familie und meine “naive Ader” … Menschen / Kunden aus manchmal ausweglos erscheinenden Situationen heraushelfen zu können und zu dürfen, ohne darin gleich Profit zu wittern bzw. vorrangig behandeln zu müssen.

    Anfang dieser Woche durfte ich einem mir sehr nahestehenden Menschen bei seinem letzten Gang beistehen. Sie war nicht nur Familie, sie war fast 34 Jahre jene enge Mentorien, die mir Güte, Verständnis, Wertschätzung und Nachsicht beibrachte.

    In so einer Situation lernt man schnell, dass auch Millionen auf dem Konto, eine gute Reputation usw. absolut nichts nützen bzw. bedeuten … und am nächsten Tag wird innerlich schnell klar, wir haben nur uns … und sollten daraus das Bestmögliche machen, auch wenn es nicht immer so einfach zu sein scheint.

    Abschließend möchte ich an dieser Stelle dem Blogg-Initiator und Betreiber danke sagen, dafür, dass meine “der Kernthematik dieses Bloggs (laut Ihrer Kritik Huk) kontragehenden” Kommentare und Beiträge noch nicht gelöscht wurden.

    Dies ist jedenfalls – ich denke auch in Ihrem Interesse Huk – mein letztes Statement.

    Wenn Sie die Gedanken und Worte eines Menschen kritisieren, dann machen Sie das bitte konsequent. Schwenken Sie nicht um auf “man”, sprechen Sie mich bitte direkt an. Wenn Sie mit “man” eventuell die Mitbloggerin Anka in Ihre Kritik an meiner Person, inklusive Ihrer Schlussfolgerung: “falscher Hase” einbeziehen wollen … lassen Sie es. Lesen Sie erst nochmal nach was Anka geschrieben hat.

    Mal angenommen mit so einer Initiative wird das Ziel erreicht, ein oder gleich mehrere Unternehmen an die Wand zu fahren – mit Pauken und Trompeten.

    Stellen Sie dann die mehreren Hundert arbeitssuchenden Menschen, die von heute auf morgen auf der Straße stehen ein, Huk?

    Geht es bei dieser Sache darum, einem Unternehmen, dass sicherlich nicht der Regel entsprechende (bzw. unorthodoxe) Vertriebsstrategien praktiziert, “die rote Karte zu geben” (über juristische und öffentliche Wege) und selbiges wieder auf den “richtigen” Kurs zu bringen – ich gehe davon aus, dass nicht alle Kunden oder Referenzpartner dieser Unternehmensgruppe unzufrieden und knallhart abgestraft wurden?

    Oder geht es dabei um die … jetzt greife ich auf den plastischen Begriff von Anka … die Sensations”GEIL”HEIT … zu sehen bzw. anonym aber aktiv (dank Internet und Bloggs) beim Vernichten eines Unternehmens dabei gewesen zu sein?
    … hier würde dann Ankas “only bad news are good news” Prinzip – unter Beweis gestellt.

    Menschen, die andere Menschen (bewusst) prellen – ich bin strikt und mit Überzeugung gegen so eine Mentalität >> in meiner Aussagenflut ging diese persönliche und auch öffentlichgewerbliche Einstellung unter, vermute ich.

    Jedoch bin ich dafür, die Dinge fallspezifisch und differenziert zu betrachten und auch zu betiteln … wenn wir die “alle(s) über einen Kamm scheren – Pauschale” einführen oder zulassen … was glauben Sie Huk, wo kommen wir dann in relativ kurzer Zeit hin – nur in unserer bzw. in der hierin relevanten Branche?

    Vielleicht können Sie eine konkrete Antwort darauf geben Huk, ich könnte es nicht mal ansatzweise.

    Vielen Dank nochmal, dass ich in diesem Blogg schreiben durfte und weiterhin viel Erfolg.

    Andreas

  46. Verena sagt:

    …stelle fest, es gibt Menschen, die wesentlich mehr Zeit haben müssen, als ich…

  47. cherlog sagt:

    Zum Jahresabschluß
    Silvester ist immer so ein Datum. Jeder empfindet diesen Bruch in der Zeit anders.
    Was wurde erreicht, was kommt, Hoffnung, Ängste etc. Und grad weil es diese Datum gibt, muß auch einfach mal was dazu geschrieben werden.

    Allen alles Gute und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012

    Es spricht die Zeit
    Es werde 2012 !

    Ich ruf, ich kanns nicht leiden,
    Kann nicht alles, liebe Zeit,
    Für immer mir so bleiben?

    Jetzt, wo ich alle Daten kenne,
    Jetzt, wo ich sicher durch bin, wieder mal,
    Jetzt, wo ich lachend freudig renne,
    JETZT nimmst du mir vertraute Zahl?

    Du Blödmann ! Zeit spricht
    Siehst Du nicht,
    Daß alles Dir Entwicklung ist ?

  48. Roger Takeshi Ebert sagt:

    Hallo Freunde, Anwälte, liebe Sachverständige!

    Das hier ist richtig interessant. Ich kenne ganz ähnliche Fälle: Habe mir Diätpillen, FETT ex Slim-line nach meiner Adresse in die Hafenstr. 67 bestellt, ganzen Monat davon mich genährt und aber nicht wie in der Aussage des Vertriebsmitarbeiters angekündigt die entsprechenden Kilos abgenommen. Im Gegenteil, habe Mitesser bekommen wohl kausal von diesem Produkt. Das weiß ich deshalb, weil andere Nahrung habe ja nicht zu mir genommen. Dann da angerufen, um mich zu beschweren. Gibt von denen 0800 Nummer, sehr praktisch, allerdings haben die auch gut geschultes Personal an ihrer Hotline. Mit viel Psychologie haben die mich dazu verleitet, noch eine Monatsration zu bestellen und einzunehmen. Mitesser sind jetzt noch mehr da, Kilos keine weniger. Was soll ich tun? Wenn ich das hier lese, meine ich, dass auch FETT ex hat arglistig getäuscht mich. Anfechtung habe ich darauf gestützt und denen gefaxt, kam keine Reaktion. Und ich brauche wirklich das Geld, denn ich lebe als ehemaliger Kleinunternehmer von Hartz IV und mein Wohnort Kassel ist nicht Ostdeutschland und deshalb per se teuer…geworben wurde ich natürlich als Referenz. Die haben aber nach meiner Zahlung nicht mehr sich deswegen bei mir gemeldet, um meine Referenzerfahrung abzufragen. Das war wohl von FETT ex auch so geplant von Anfang an: alles Abzocker!!! Na ja, jetzt verding ich mich als Gelegenheitsschlosser und ab und an als Kriminalist. Bei Euroweb hatte ich mich auch beworben für deren Vertrieb. Nach Schulung und kurzer Tätigkeit als Festangestellter ADM wurde meine Agentur dann aber geschlossen und die wollten, dass ich die Stadt wechseln soll, um für eine andere Agentur weiterzuarbeiten. Das war mir zu aufwendig, bin dann wieder zurück in Hart IV und nebenbei mache ich selbst Webdesign. Wenn also hier Jemand ne solide Seite zum guten Kurs benötigt, bitte mich kontaktieren: superfoxifoxi@googlemail.com

  49. Thorsten Romaker sagt:

    Nicht wirklich gut – wenn auch hier und da ein Hauch von Komik durchschimmern mag.
    Letztlich ist aber selbst der Adressat verfehlt, versuche es doch hier nochmals – http://rechtsfreiezoneeuroweb.wordpress.com !

  50. Erni sagt:

    Ich Arbeite in einen kleinen betrieb 2-3 Leute,heute war jemand von den Waz online Service da!Habe gleich bemerkt das es nichts seriöses sein kann Hauptmerkt war die Suchmaschinenoptimierung und professionelle Wartung/Erstellung der Seite natürlich für 0.00 Euro! .Habe auch den Vertrag nach Unterschrift gesehen und die Beträge (166,00€ für Wartung? für das Geld bekommt man 2 Gute Root Server ;-) .Habe ihn auch mein Bedenken geäußert.Aber naja……
    Wie soll ich es sagen mein Chef hat diesen Vertrag unterschrieben ….

    Kann er diesen Vertrag Widerrufen? bei Haustüren Geschäften hat man doch Normalerweise 2 Wochen Widerrufs Recht oder ist das in diesen Fall nicht möglich?

    Ohje… Werde ihn morgen mal aufklären was er da Unterschrieben hat.

    P.S sind die 48 Monate auf einen Schlag fällig ?

    • Thorsten Romaker sagt:

      Ein Widerruf ist nach meinem Kenntnisstand leider nicht möglich, bei Gewerbetreibenden gibt es leider andere gesetzliche Regelungen. Eine Kündigung kann jedoch jederzeit ausgesprochen werden und soll nach Aussage von Verantwortlichen aus Essen auch ohne weitere Komplikationen akzeptiert werden. Es sind jeweils Jahresbeiträge zu zahlen.

  51. Erni sagt:

    Das darf ja nicht wahr sein!.Jahresbetrag währen ja fast 2000 Euro.

    Eine andere Frage bekommt man überhaupt die versprochene Leistung ?

    Wie kann man noch gegen den Vertrag vorgehen?

  52. Thorsten Romaker sagt:

    Hängt davon ab, was versprochen wurde – Leistungen kann man gut vergleichen indem man bereits erstellte Seiten anschaut und sich die dafür aufgerufenen Preise vor Augen führt. Zur Vorgehensweise nur einige Stichworte ; § 649 BGB, guter Anwalt, arglistige Täuschung.

    • Erni sagt:

      Erstmal Danke für ihre Hilfe,
      ich denke das Er so einfach nicht mehr aus der Nummer raus kommt.
      Leider hat mein Chef keine Ahnung von der Materie.
      Ich glaube der wird Morgen Umkippen wenn ich ihn die Augen Öffne.

      Kannst du mir bitte noch ein Paar Tipps geben wie er sich jetzt zu verhalten hat,weil Morgen ein Professioneller Fotograf :-D erscheinen soll um Fotos für die Homepage zur machen.

  53. Bernd sagt:

    Was bedeutet es eigentlich, wenn bei €-weg geführten Internetauftritten nur “kurze technische Pause” erscheint?
    “Hier entsteht in kürze ein neuer Internetauftritt” ist klar. Das bedeutet: Es fließt auf jeden Fall schon einmal Geld Richtung D-dorf.

    Aber “kurze technische Pause” ?? …. ich hoffe nicht, dass das alles NICHT zufriedene Referenzkunden sind. Auweia, das wären allein schon wenn man bei siterater.de den uns allseits bekannten Firmennamen eingiebt knapp 400 Fälle.

    Also: Wer kann mich aufklären?

  54. Anonymous sagt:

    Rechnung nicht gezahlt…ganz einfach

  55. Anonymous sagt:

    Hallo,
    habe Anfang Januar den Vertrag bei Euroweb unterschrieben und leider nicht sofort im Internet nachgeschaut, weil ich am Anfang auch immer noch davon ausgegengen bin, dass er nur 2 Jahre läuft wie der Vertreter es gesagt hat. Leider haben sie schon in den vergangenen 2 Wochen etliches gemacht: 1 Domain registriert, Beginn der Erstellung der website, google maps anmeldung.
    Wenn ich jetzt kündigen würde, was kämen dann an Kosten auf mich zu?? Gibt es da bereits Urteile oder kann ich dafür dann sowieso so einen hohen Betrag zahlen, dass eine Kündigung nicht mehr sinnvoll ist??

    • Thorsten Romaker sagt:

      Das muß nicht zwingend negativ sein. Wenn schon Leistungen erbracht sind, so sind diese in der Kalkulation nach § 649 BGB auch entsprechend darzulegen und auch ersparte Aufwendungen sind detaillierter aufzuschlüsseln. Die pauschale Kalkulationsvorlage durch Euroweb dürfte dann nicht mehr ausreichend sein – besser aber einen Anwalt des Vertrauens dazu befragen.

      • XXX sagt:

        Lieber Herr Romaker,
        danke zunächst für Ihren Blog, auf den wir leider zu spät aufmerksam wurden. Wir haben eine Vereinbarung mit Ruhrgebiet Online Services (Label: WAZ Online Service). Mir ist inzwischen bekannt, dass die Firmen alle irgendwie auch mit der Euroweb zusammenhängen. Wir haben bereits erste Leistungen erhalten, die allerdings nicht zufriedenstellen. Aktuell vermutete Masche ist, dass durch weitere Aufträge zum Beheben der Homepagemängel nur weitere belegbare Kosten entstehen, die im Falle einer §649-Kündigung zu Mondpreisen abgerechnet werden. Wir wissen derzeit nicht, was wir tun sollen. Kündigen und bereits erstellte Leistungen abrechnen lassen (was könnte uns da finanziell erwarten?) Vertrag erfüllen und WAZ so lange nerven, bis Homepage wenigstens ansatzweise vorzeigbar ist (“Augen zu und durch”).
        Vertrag läuft 48 Monate, 140 EUR p.M. 199 EUR Abschluss;
        Gibt es Erfahrungswerte über die WAZ-Abrechnungen nach Kündigung? Bin über jeden Hinweis dankbar, der uns mit 1 blauen Auge aus der Nummer rausbringt.

    • XXX sagt:

      Hallo Anonymous,
      bin in ähnlicher Situation; Firma hat schon ein bisschen was gemacht (Domain registriert, Homepage erstellt,…). Qualität lässt jedoch sehr zu wünschen übrig (Rechtschreibfehler, inhaltliche Fehler, Layout anders als besprochen). Ich vermute dahinter System, da sich jeder weitere “Korrektureinsatz” natürlich positiv auf deren Abrechnung nach möglicherweise noch zu erfolgender §649-Kündigung auswirken wird. Frage mich auch, was wirtschaftlich sinnvoller ist (unabhängig von 48 Monaten über die eigene Naivität zu ärgern): Kündigen und hoffen, dass die Abrechnung einen verdaubaren Betrag ausmacht. Oder Vertrag erfüllen und solange Nachbesserungen fordern, bis die Seite wenigstens vorzeigbar ist. Wenn man davon ausgeht, dass einen die Firma durch etliche Instanzen schleppt, wird das bestimmt teuer, oder? Resignieren ist eigentlich nicht mein Naturell, ber das weitere Vorgehen sollte auch ökonomisch Sinn machen. Waren Sie schon beim Anwalt und haben neue Infos? Freue mich über jeden Rat, wie ich aus dem Schlamassel wieder rauskomme.

  56. Pingback: My Homepage

  57. Anonymous sagt:

    Vielen Dank für die Antwort Herr Romaker,
    gibt es denn auch Urteile gegen Euroweb, wo die Partnerunternehmen nicht sofort gekündigt haben, sondern erst einige Zeit später? Gibt es da verlässliche Kalkulation wie die bereits erbrachten Leistungen von Euroweb zu beziffern wären? Die Anwältin kann mir da auch nicht so richtig weiterhelfen.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Tatsächlich haben (m.W.n.) schon einige Partnerunternehmen gekündigt nachdem schon Leistungen erbracht waren. VERLÄSSLICHE Kalkulationen konnte oder wollte der große Partner dann, soweit mir bekannt, nicht vorlegen. Diese ungenügenden Kalkulationen sind schon einige Male Grund für einen negativen Prozessverlauf für die Euroweb gewesen.

  58. InKa sagt:

    Hallo,
    meine Frau hat Anfang 2012 eine Vereinbarung mit der Ru***ebiet Onli***ervice GmbH unter dem Label der W*Z On***eservice unterschrieben. Laufzeit 48 Monate, 140 € p.M. 199 € Abschlussgebühr, jeweils zzgl. MwSt.
    Die “Verkäuferin” wirkte seriös und bedrängte meine Frau angabegemäß nicht. Inzwischen sind erste Leistungen erbracht worden (Besuch Medienberater mit Übergabe von Textentwürfen und Fotos, Domainregistrierung, GoogleMaps, Webseitenentwurf). Erst nachdem die erstellte Webseite keinen professionellen Eindruck machte und wir die Unterlagen etwas genauer angesehen hatten und Internetrecherchen unseren negativen Eindruck bestätigten, haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob wir aus der Vereinbarung irgendwie wieder rauskommen. Die Refe***zkundenmasche kommt in unserem Fall nicht zum tragen, da entsprechende Versprechungen (kostenlose Erstellung bei Neukundenwerbung etc.) nicht gemacht wurden.
    Wir werden in jedem Fall einen Anwalt konsultieren, würde nur gerne im Vorfeld eine erste Indikation über die Erfolgschancen haben (wir haben keine Rechtsschutzversicherung). Die im Netz hinterlegten Kündigungs-/ Anfechtungsschreiben beziehen sich meines Erachtens jeweils auf LG-Beschlüsse Düsseldorf/Hildesheim, die ihrerseits wieder auf die Referenzkundenmasche referenzieren. Bin mir unsicher, ob wir hiermit rechtssicher kündigen/anfechten können. Wie könnte ein valider Anfechtungsgrund aussehen?
    Bitte um Hilfe!!

  59. ich sagt:

    Soeben erzählte mir ein Kunde stolz über seinen Termin bzgl. Online-Marketing. Dank dieser Seite konnte ich ihn vor grossem Schaden bewahren! Vielen Dank an den/die Macher!

  60. Kalinka sagt:

    Hallo Herr Romacker,
    bin leider auch auf die Euroschnepp Masche reingefallen. Genau wie schon einige Vorgänger berichtet haben ist es bei mir auc h gewesen. Erst kam der Anruf, ich war allerdings nicht da und dann stand am Freitag Abend der Vertreter vor der Tür. Ich wollte gerade Feiersabend machen. Satte zwei Stunden später hatte er mich soweit und ich unterschrieb. Als ich den Vertrag später genauer durchlas stellte ich mit Entsetzten fest, dass die Laufzeit entgegen der Angabe des Vertreters 48 Monate betragen sollte. Die Endsumme bei weitem die 2000,00 überschritt die mir als Referenzkundin angeboten worden ist. Ich recherchierte noch in der Nacht im Internet nach Euroweb und stieß auf diverse Warnungen etc. Am nächsten Tag habe ich sofort einen Anwalt hinzugezogen und sofort per Einschreiben durch den Anwalt den Vertrag kündigen lassen. Mittlerweile ist es soweit, dass Euroweb mir einen Vergleich angeboten hat in Höhe von 1800,00. Ich habe angeboten lediglich die vermuteten entgangenen 5% in Höhe von 372,oo zu zahlen, hat Euroweb abgelehnt. Sie fordern jetzt die bekannte Summe in Höhe von 7890,00. Mein Anwalt sagt, ich müsse das nun selber entscheiden ob ich klagen soll oder nicht, mein Gerechtigkeitssinn und mein Unmut gegenüber der Euroschnepp sagt mir ich sollte kämpfen und mich nicht einschüchtern lassen. Ihr Blog hat mich auch mutig gemacht. Wie sehen Sie meine Chancen? Bitte helfen Sie mir bei meiner Entscheidung ich bin ganz schön verzweifelt. Mein kleines junges Unternehmen kann einen solchen finanziellen Tiefschlag gar nciht verkraften zumal ich auch noch vom Job-Center gefördert werde. Ich wäre sehr dankbar für eine baldige Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen und hoffnungsvoll Kalinka

  61. Dirk sagt:

    Schallende Ohrfeige für den MDR – Düsseldorfer Euroweb geht vor Gericht erfolgreich gegen Sendung mit unwahren Behauptungen vor
    Veröffentlicht am 6. März 2012
    Alles hat seine Grenzen. Sogar die im Grundgesetz verbriefte Pressefreiheit. Die hört nämlich dann auf, wenn andere in einem Medium massiv verunglimpft werden. Passiert ist das dem Düsseldorfer Unternehmen Euroweb. Und zwar in einer Fernsehsendung des Mitteldeutschen Rundfunks (Intendantin: Karola Wille). Dem MDR hat das Landgericht Köln jetzt gehörig die Leviten gelesen. Alles recht ungewöhnlich für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender, für den Objektivität und Fairness bei der Berichterstattung oberste Gebote sind.

    In aller Regel funktioniert das mit diesen medialen Grundprinzipien ja auch. Aber am 20. August 2009 griff der MDR-Moderator Peter Escher schwer daneben. Es war keineswegs nur ein kleiner Sprachschnitzer, der einem TV-Journalisten im Eifer des Gefechts in einer Live-Sendung schnell entschlüpfen kann. Es war eine glatte journalistische Fehlleistung. Für die müssen die MDR-Verantwortlichen nun geradestehen.

    Escher hatte die Augenoptikerin Yvette Szabo aus dem thüringischen Berlstedt interviewt. Die Frau behauptete vor laufender Kamera, eine Außendienstmitarbeiterin von Euroweb habe ihr „durch Täuschung“ eine Unterschrift unter einen Vertrag entlockt. Was definitiv gelogen war und später auch vom Landgericht Köln festgestellt wurde. Aber zunächst spann Optikerin Szabo ihre Lügengeschichte weiter: Sie machte einen auf „ich arme Frau, wurde betrogen“ und tat mitleidheischend Escher wie dem Millionen-Publikum daheim vor der Glotze kund, sie dachte, sie unterschreibe eine Besuchsbestätigung für die Euroweb-Mitarbeiterin.

    Der Moderator, Peter Escher, ließ sich so richtig einlullen und gab Szabo sinngemäß zu verstehen „Ach, Sie Arme – so eine böse Firma!“ Der Gipfel war die Schlussbemerkung, als der Journalist in seiner Fernsehsendung „Escher – Der MDR-Ratgeber“ die Optikerin aufforderte, in ihrem „anwaltlichen Kampf“ gegen den Internetdienstleister „stark zu bleiben“. – Hallo Kollege, was bitte soll denn diese Bemerkung???

    Und was sagt überhaupt Euroweb dazu? Das schien den Journalisten Escher wenig zu interessieren. Seine gesamte Sendung war augenscheinlich darauf ausgerichtet, einseitig zu berichten und den Internetdienstleister in Verruf zu bringen. Und das im zur Neutralität verpflichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für den die GEZ (Slogan: „Sie sorgen für ein gutes Programm. Weil sie Gebühren zahlen“) bei Deutschlands Bürgern Monat für Monat Geld eintreibt.

    Bei den Euroweb-Geschäftsführern Christoph Preuß und Daniel Fratzscher dürften die Kinnladen nach unten gegangen sein, als sie den TV-Beitrag sahen. Da sie nicht sehenden Auges zuschauen wollten, wie ihrem seit über zehn Jahren erfolgreichen Unternehmen das Wasser abgegraben wird, schalteten sie die Kanzlei Berger LLP in Köln (CEO: Philipp Berger, Alexander Feitzinger und Piotr Ziental) ein. Die erhob Klage und sorgte dafür, dass der MDR und die den Sender vertretenden Leipziger Rechtsanwälte Mohns & Pruggmayer eine juristische Niederlage einstecken müssen.

    Die 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln unter der Vorsitzenden Richterin Margarete Reske verurteilte den MDR unter Androhung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro dazu, an dem Escher-Fernsehinterview mit Optikerin Szabo nicht weiter festzuhalten (Az: 28 O 265/11). Den Sender-Verantwortlichen habe es an einer „hinreichenden Distanzierung“ an den Aussagen der Optikerin, die nachweislich gelogen hat, gefehlt. Deren Äußerungen habe sich der MDR als Beklagter „zu Eigen gemacht“, also hafte er als Verbreiter für diese Bemerkungen.

    Nur ein Patzer? Damit können sich Escher und sein Arbeitgeber MDR nicht rausreden. Das Gericht monierte, das Interview des Moderators verfolge allem Anschein nach den Zweck, einen bereits vor der Sendung mit der Optikerin „besprochenen Sachverhalt im Rahmen des Interviews für die Zuschauer offen zu legen“. Die Aufforderung, im „anwaltlichen Kampf“ gegen Euroweb „stark zu bleiben“, werteten die Richter als Beleg, dass sowohl der Moderator als auch der öffentlich-rechtliche Sender in den Augen der Zuschauer die Position der Optikerin unterstützten.

    Die Liste der Rügen des Gerichts an den MDR ist noch nicht zu Ende. So ist zu erwähnen, dass die Richter in dem Interview einen Verstoß gegen das Unternehmenspersönlichkeitsrecht von Euroweb sahen. Anders gesagt: Die vom MDR zu verantwortenden Äußerungen haben einen unmittelbaren Bezug zur wirtschaftlichen Betätigung von Euroweb und können dem Unternehmen in seiner geschäftlichen Tätigkeit nachhaltig schaden.

    Gisela’s Kommentar: Lügen ist das eine, das Verbreiten von solchen Unwahrheiten das andere. Jedenfalls ist es auch ein klassischer Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht, Aussagen, die offenbar vor einer Live-Sendung abgesprochen wurden, nicht auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Denn man muss sich einfach mal vor Augen führen, welche fatalen Folgen eine solche Lügerei – und das auch noch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – für ein eigentlich erfolgverwöhntes Unternehmen wie Euroweb haben kann! Schlimm genug, dass diese Firma vor Gericht um ihren Ruf kämpfen muss. Wer weiß, wie viele solcher Unwahrheiten über das Unternehmen sonst noch kursieren …

  62. AndyS sagt:

    Ich denke eine Anzahl von Verfahren im vierstelligen Bereich spricht eine eindeutige Sprache. Dazu dürfte eine schwer einschätzbare Anzahl von Leuten zu zählen sein (sicher mindestens ebenso hoch wenn nicht größer), die aus nachvollziehbaren Gründen die Auseinandersetzung scheuen und lieber zähneknirschend zahlen. Aber da kann keiner ernsthaft behaupten (ausser vielleicht ein Lakai des großen Partners), es handelt sich um Lügen über eine erfolgreiche Firma. Zumindest diesem Blog kann nun aber nicht mehr der Vorwurf der Einseitigkeit gemacht werden. Vielleicht merken nun einige, die vorschnell gejubelt haben, dass der Kampf noch nicht gewonnen ist, er geht weiter.

    • NVA Konteradmiral a.D. sagt:

      Die unheilgeschwängerte Nacht zum 22. März 2012 ist hereingebrochen. Stille liegt über dem Land. Nur die Stimmen aus Meine, Kassel (Außenstelle Bautzen), Gelsenkirchen und Nürnberg hämmern noch unermüdlich monoton: “In einem Werkvertrag ist die Kündigung kostenfrei möglich…”

  63. Isa sagt:

    Sollte das ein vorgezogener Aprilscherz sein? Wenn nicht, dann ist das ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen, nicht nur von €weg, sondern auch von allen anderen Abxxx, die wie Pilze aus dem Boden treiben. In Zukunft können dann alle ADM in noch größerem Maße, mit noch mehr dubiosen Behauptungen Leute zur Unterschrift überreden und danach alles als Lüge seitens der Opfer darstellen.

    Wenn diverse Marktführer so einen großen Einfluss auf die Medien haben, sieht es schlecht aus in unserem Rechtssystem. Es bleibt wirklich nur eines übrig, was ich seit einiger Zeit auch mache, nichts, aber auch gar nichts unterschreiben und bei jedem Coldcall auflegen!

    • Valerie Nilon sagt:

      Liebe Isa, wenn ich Deine Beiträge in diesem Journal lese, dann muss ich schon verwundert die Luft anhalten: Immer schiebst Du die Verantwortung von Dir auf andere Personen! Niemand, kein ADM und auch kein Shopverkäufer, kann Dich je in einen Vertrag zwingen. Du bist diejenige, die ein ihr unterbreitetes Angebot annimmt. Mich erreichen auch ständig Werbeanrufe und wenn ein Verkäufer dabei in seinem “10 Sekunden Werbespot” einen interessanten Vorschlag unterbreitet, mache ich auch regelmäßig einen Termin mit ihm aus. So war es auch bei dem Herren von Euroweb, der mich Anfang März zunächst fernmündlich kontaktierte, um mir dann in einem persönlichen Gespräch die Vorzüge einer Zusammenarbeit vorzustellen. Allerdings ohne die hier in diesem Journal ständig als Beleg für arglistige Täuschung herangezogene Referenzkundeneigenschaft. Vielmehr habe ich andere, unmittelbare Vorzüge erfahren quasi als Beigabe für meine Entscheidung, den angebotenen Vertrag sofort zu unterschreiben. Dabei hatte ich durchaus den Eindruck, sein Angebot auch ablehnen zu können. Natürlich immer mit dem Risiko verbunden, dasselbe (vorteilhafte) Angebot kein zweites Mal angeboten zu bekommen. Das kennt man doch auch von anderen Firmen: Mein Mann jedenfalls meinte seinerzeit ein Angebot von Premiere, welches die uns ebenfalls am Telefon unterbreitet hatten, ablehnen zu können und als er nur wenige Tage später dort zurück rief, um nun das Angebot anzunehmen, wurde er zurückgewiesen und konnte unser Abo nur zu deutlich schlechteren Konditionen verlängern. Wir haben uns dann entscheiden, pay tv ganz aufzugeben, schließlich arbeiten wir beide soviel, das wir deren umfassendes Angebot kaum ausnutzen konnten. Wenn ich hier so mitlese, frage ich mich, ob wir seinerzeit das ursprüngliche Angebot von Premiere nicht auch hätten wegen arglistiger Täuschung hätten anfechten können? Schließlich wurde das uns unterbreitete Angebot wohl in der einen oder anderen Form auch jedem angeboten, der entweder eine TV Zeitschrift im Abo hat (wir lesen die HÖRZU) oder im Versandhandel mal ein TV Gerät bestellt (so kommen die an “gutes” Adressenmaterial). Damit könnte man annehmen, es habe sich auch um das Standardangebot gehandelt und nicht etwa um ein “besonders günstiges” wie es aber von Premiere seinerzeit behauptet worden war…was uns damals letztendlich zur Bestellung bewogen hat, war die Vorstellung ein Vorzugsangebot erhalten zu haben verbunden mit der Hoffnung, die Leistungen von Premiere genießen zu können. Mir scheint, vielen der sich hier in diesem Journal empörenden Personen ging es nicht anders. Ist es deshalb aber eine arglistige Täuschung des Diensteanbieters oder doch nur enttäuschte Erwartung, welche durch gut gemachte, kostspielige Werbung verursacht wurde? Schließlich weiß auch jeder, der in einer Marktwirtschaft aufgewachsen ist, dass es “umsonst” nichts gibt, insbesondere wenn Produkte im Ganzen zu einem Festpreis angeboten werden. Dann ist der vermeintlich gewährte Preisnachlass doch immer anderswo versteckt. Und die letzten Bastionen des Sozialismus sind bereits vor mehr als 20 Jahren mit dem Mauerfall und der Konterrevolution in den Brüderstaaten gefallen. Wer also fällt heute noch auf Werbeversprechungen herein? Und dann auch noch gleich zweifach, wenn man Deinen Schilderungen glauben darf, Isa. Das ist wirklich tragisch, dennoch kein Grund für eine Anfechtung oder dem Trommeln von einer vermeintlichen Verschwörung, wie es in diesem Journal leider unreflektiert der Fall zu sein scheint. Vielmehr glaube ich, sie hier: http://gerichtsreporterin.wordpress.com/author/giselamertens/ hat Recht. Dafür spricht schon die Tatsache, dass Gisela Mertens so viel angegangen wird. Denn ein entdeckter Hund bellt stets laut…

      • Willi sagt:

        Da braucht die Valerie mehr als 500 Worte um zu beschreiben, dass sie sich NICHT betrogen fühlt…
        Ohje – was passiert erst, wenn das mal anders ist…
        Ich denke wir werden es nie erfahren…

        Wenn bei der Valerie alles gut war – prima! Bei vielen anderen nicht!

        • Beobachter sagt:

          @Valerie
          dasselbe (vorteilhafte) Angebot kein zweites Mal angeboten zu bekommen.

          Aus Kapitalistischer Sicht der Unternehmens Gruppe ist das gar nicht ungelogen. Nur für den “Referenzkunden” ist es keines.

          Es könnte hier nun eine sehr lange Liste stehen weshalb man diese Dienstleistungen nicht annehmen sollte.
          Wäre für viele Leser zu technisch.

          Sie hätten sich vor der Unterschrift noch ein paar Vergleichs-Angebote einholen sollen. Aber gut dort sollte darauf geachtet werden das der ADM einen die Konkurrenz Angebote nicht schlecht redet weil die Angebote teils bessere Leistung bieten.

      • Niemand, kein ADM und auch kein Shopverkäufer, kann Dich je in einen Vertrag zwingen. Du bist diejenige, die ein ihr unterbreitetes Angebot annimmt.

        Nein, Süsse!

        Die Kammer ist aufgrund einer Gesamtschau der vorliegenden Umstände des Einzelfalles davon überzeugt, dass die Beklagte in Täuschungsabsicht gehandelt hat.

        Zwar ist der Beklagten zuzugeben, dass sie im streitgegenständlichen Vertragsformular die einzelnen Faktoren, aus denen sich die Kostenpflichtigkeit des Angebots ergibt, durchaus konkret benennt.

        Als mögliche Täuschunshandlung kommt indes nicht nur das Vorspiegeln falscher oder das Entstellen oder Verschweigen bestehender Tatsachen trotz Aufklärungspflicht in Betracht (vgl. für die arglistige Täuschung im Rahmen des § 123 BGB: Palandt-Heinrichs, BGB, Komm., § 123, Rn. 3 ff.). Als Handlungsvariante kommt darüber hinaus auch jedes andere Verhalten in Betracht, sofern es geeignet ist, beim Gegenüber einen Irrtum hervorzurufen und den Entschluss zur Abgabe der gewünschten Willenserklärung zu beeinflussen. So reicht es aus, wenn der Handelnde sich darüber bewusst ist, dass sein Verhalten jedenfalls in der Gesamtschau aller Einzelakte geeignet ist, den anderen in die Irre zu führen. Er muss insoweit zumindest mit der Möglichkeit rechnen, der Gegner würde bei Kenntnis aller Umstände die begehrte Willenserklärung nicht oder nicht mit dem erhofften Inhalt abgeben (vgl. BGH VersR 1985, 156; BGH NJW 1982, 2861, 2863 m.w.N.), wobei ein bedingter Vorsatz beim Täuschungswillen sowohl für die Annahme eines “arglistigen” Verhaltens im Sinne des § 123 BGB ausreicht als auch für § 263 StGB (vgl. BGH NJW-RR 1998, 904; vgl. zum Ganzen auch LG Köln, Urt. v. 26.09.2007, Az.: 9 S 139/07; Schönke/Schröder [Cramer/Perron], StGB, § 263, Rn. 165).

        Es ist – entgegen dem Berufungsvorbringen der Beklagten – nicht entscheidend, ob der Kläger seinerseits die im geschäftlichen Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet oder hinsichtlich des “Überlesens” gewisser Vertragsinformationen selbst fahrlässig gehandelt hat (st. Rspr., vgl. nur BGHZ 33, 302, 310; BGH NJW 1971, 1795, 1798 m.w.N.; BGH NJW 1989, 287, 288).

        [...]

        Andererseits kann ein besonders hohes Maß an Unaufmerksamkeit auf der einen Seite im Rahmen der Gesamtabwägung dazu führen, dass der anderen Seite ein betrügerisches Täuschungsverhalten nicht mehr nachgewiesen werden kann. Maßgeblich für die Beurteilung dieser Frage sind die Umstände des Einzelfalles, eine rein schematische Bewertung verbietet sich.

        Viel beachtetes, aktuelles Urteil des LG Hamburg Az. 309 S 66/10, “Adressbuchbetrug”, rechtskräftig

        Das die Betrüger die Schuld an dem Betrug dem Betrogenen auferlegen wollen und sich damit herausreden wollen, das die Betrogenen nicht aufmerksam waren (das genau tust Du gerade), das wussten schon die alten Römer und haben diese Sorte krimineller Lügner und Wichte auch hart bestraft. Und zwar zu Recht!

        Fakt ist, dass die Euroweb Internet GmbH die Außendienste intensiv in der Methode (die wir als “Referenzkundenmasche” kennen) schult – so das LG Hildesheim rechtskräftig in dem Urteil, welches der BGH bestätigt hatte, wenn die Euroweb die eigene und vom Berger großmäulig angekündigte Revision nicht zurück genommen hätte.

  64. AndyS sagt:

    Liebe Valerie, von Zwang war hier auch nie die Rede, aber von Täuschung. Oder wie soll man es nennen, wenn mit dem ADM ein 4-seitiger Marketingbogen aufgenommen wird, von dessen Existenz einschließlich der darin aufgeführten Pflichten der große Partner dann plötzlich nichts mehr wissen will? Was sollte den damit zugekleistert werden? Etwa das man garnicht die schön angepriesene und zum Vergleich gestellte Homepage wie angebliche Kaufkunden erhält sondern nur so ein Billigding? Das wird dann im Nachhinein noch mit dem Unterschied an den Nutzungsrechten begründet. Also wer da den Vergleich zu seriöser Werbung herstellt, ist entweder blind oder vielleicht sogar vom großen Partner beauftragt hier Stimmung zu machen. Vielleicht findet der große Partner es jetzt wieder nötig, den Feldzug auf dem Meinungsfeld so intensiv zu führen, weil anderswo die Erfolge knapper werden? Auch der irakische Informationsminister verkündete noch, man siege, als die Amerikaner schon in Bagdad standen.

  65. Isa sagt:

    Liebe Valerie, wie nennst Du es, wenn ein Vertreter diverse Äußerungen und Versprechungen macht, die dann überhaupt nicht eingehalten werden, wenn im Gegenteil alles geleugnet wird, was er bei dem Beratungsgespräch vorgebracht hat. Es ist und bleibt für mich arglistige Täuschung, wenn einem etwas vorgegaukelt wird, nur um die Unterschrift zu erhalten. Natürlich ist es kein Zwang, aber wenn man aufgrund falscher Tatsachen einen Vertrag unterschreibt ist es eben doch Betrug. Und ich kann die Schuld dann auch nur beim Verursacher suchen. Wüsste ich von Anfang an die Wahrheit, würde ich auch nie unterschreiben. Geschäfte auf diese Art zu machen ist reine Abzocke!

    Ich kann meinen Kunden auch nicht etwas zusagen und es dann nicht einhalten. Ich habe auch noch nie Verträge nachträglich geändert, um mir einen Vorteil zu verschaffen. Bei Endverbrauchern würde es einen Verstoß darstellen, warum sollen wir Selbstständige uns alles gefallen lassen!

  66. Thorsten Romaker sagt:

    Leider komme ich zur Zeit einfach nicht dazu meine neuen Informationen in entsprechender Form der Allgemeinheit zur Kenntnis zu bringen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass ich mich mal wieder mit Abmahnungen durch die Firma Euroweb auseinander setzen muss, die mit meinem Artikel zu der einstweiligen Verfügung durch das LG Hamburg nicht einverstanden ist.
    Meiner Auffassung nach verlangt man hier von mir einen juristischen Diskurs über die rechtliche Einordnung einer einstweiligen Verfügung, deren Folgen, rechtliche Möglichkeiten der Erwiderung usw. usw..
    Mir wird eine Rechnung der Rechtsanwaltskanzlei Berger per E-Mail zugestellt, die einen Streitwert von 75.000 Euro aufweist und somit einen Rechnungsbetrag von über 1800 Euro beziffert.
    Ich werde hier vermutlich in Kürze genauer und ausführlicher darüber berichten, möchte aber nicht versäumen auf verschiedene Urteile hinzuweisen, die sonst vielleicht nicht entsprechend gewürdigt werden könnten.
    Zum ersten ist das Urteil 13 O 317/10 jetzt in Rechtskraft erwachsen, selbst dazu bräuchte es eigentlich einen eigenen Artikel (allein die Zeit !!) – Gut gemacht.
    Die Urteile 14e O 96/11 und 47 C 5662/11 sind allemal lesens- und beachtenswert, ein entsprechender Artikel ist in Arbeit.
    Auch in Berlin könnte sich in Sachen Webstyle demnächst noch einiges bewegen – dies allerdings (m.M.n.) auch nur dann, wenn man in der Rechtsanwaltskanzlei Berger durch den Wiedereintritt des Herrn El-Gendi in die “Bruderschaft” neue Ansätze gewinnen könnte.

    • Ann O. Nym sagt:

      Naja, dass eine EV ohne Anhörung der Gegenseite noch den Widerspruch erlaubt sowie weitere Rechtsmittel (zusätzlich zum Hauptsacheverfahren!), weiss jeder der sich mit dem Thema auskennt. Und dass es ohne Anhörung erging, ergibt sich aus dem PDF. Die Frage ist nun, ob eine falsche Schlussfolgerung (dass lediglich Hauptsacheverfahren) aus einer richtigen Tatsache (EV) abmahnfähig ist.

      Vorschlag: den Satz hinzufügen, ggf. Unterlassungserklärung in Bezug auf den konkreten Beitrag zu dem konkreten Fall abgeben ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne die Rechnung zu zahlen. Fragen Sie Ihren RA. Zumindest begrenzt es das Risiko etwas, da keine EV gegen Sie mehr deswegen mehr möglich, sondern nur noch Klage wegen den Anwaltskosten. Wobei dann auch der utopische Streitwert in Frage gestellt werden kann und die Berechtigung der Abmahnung.

      Oder einfach nur den Hinweis hinzugeben, z.B. “die EV ist nicht rechtskräftig, es kann noch Widerspruch eingelegt werden sowie weitere Rechtsmittel”. Quelle fragen ob Euroweb Widerspruch eingelegt hat.

      (Und nein, ich bin nicht Euroweb oder Berger oder Neuber oder Brakensiek oder einer deren Kollegen oder Mitarbeiter oder Vertreter, nein, ich kann nichts dafür falls in der Abmahnung tatsächlich genau das gerügt wurde, und nein, ich kenne nicht den Inhalt der Abmahnung)

      • Thorsten Romaker sagt:

        Und trotzdem – oder gerade darum – Danke für die Ausführungen.
        Anders als in der Abmahnung durch die Kanzlei Berger geschrieben wurde gerade kein Rechtsmittel eingelegt, eine Unterlassungserklärung wurde fallbezogen abgegeben.

  67. Anka sagt:

    Danke auch für diese erste Mitteilung, Thorsten :) – halt weiterhin die Ohren steif. Irgendwo habe ich mal ein Urteil zu übertrieben hoch angesetzten Streitwerten bei Abmahnungen gelesen… fällt mir grad nur nicht ein, wo.

    Gruß von Anka

  68. AndyS sagt:

    Eine schöne Aufstellung mit den von Gerichten angenommenen Streitwerten in solchen Fällen ist hier zu finden: http://spreerecht.de/abmahnung/2011-06/streitwert-bei-auseinandersetzungen-um-meinungsaeusserungen
    Das ist doch ein Stück anders, als von BL angesetzt.

  69. Anka sagt:

    Bei einem Streitwert von 75.000,00 Eur beträgt eine 1/1 Anwaltsgebühr eben 1.200,00 Euro netto; bei dem von 7.500,00 wären es beispielsweise lediglich 412 :) . Noch Fragen, Kienzle? :D

  70. Peter sagt:

    Hallo, vor einiger Zeit hatte ich mal den Marketingleitfaden von Euroweb im Internet zum Download gesehen. Leider finde ich die Datei nicht mehr. Weiß jemand, wo man ihn herbekommt?

  71. @peter
    Kann Dir das Material zusenden: joerg.reinholz(via)googlemail.com

    [....]

    P.S. Die Euroweb will wegen der Rechenzentrumssache in die Hauptsache. Ich lache, lache, lache. Die wollen wohl, dass ich mich totlache… und mich so aus dem Weg räumen. Da hätte ich aber schon bei dem ebenso grunddämlich abmahnenden Günter Freiherr von Gravenreuth dran glauben müssen – nur bin eben nicht ich der an einer Vergiftung durch selbst beschleunigtes Blei verstorbene auf dem Münchner Nordfriedhof sondern dieser lächerliche Abmahnclown, dessen Fehler der Berger offensichtlich wiederholt.

  72. Thorsten Romaker sagt:

    Na sowas – Post von der Kanzlei Berger.
    Welch Überraschung, eine Abmahnung !!

  73. Welch Überraschung, eine Abmahnung !!

    !Auchhabenwill! *lechz*

  74. Thorsten Romaker sagt:

    Na danke – diese bezieht sich auf einen post eines Herrn Jörg R. vom 23.02.2012.

    • NVA-Konteradmiral sagt:

      …und es wird nicht die letzte Abmahnung dieser Art sein! Passen Sie auf, wen Sie sich da ins Bett holen!

  75. Dann hast Du kein Problem. Du löschst den Beitrag und berufst Dich auf § 10 TMG, gibst kund, dass Du dieses als Benachrichtigung gemäß § 10 TMG verstanden hast, die selbstverständlich kostenlos zu erfolgen hat.

    Selbstredend hattest Du von dem konkretem Eintrag keine Kenntnis.

    http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__10.html

  76. Thorsten Romaker sagt:

    Und tatsächlich habe ich den besagten Eintrag nicht wahrgenommen, lege mich aber auch nicht mit jedem ins Bett und habe deswegen die Kommentarfunktion zu meinem Leidwesen jetzt eingeschränkt. Im Folgenden werde ich also alle Beiträge erst lesen, nötigenfalls redigieren oder auch löschen – ich könnte mir mein Essen nochmals durch den Kopf gehen lassen können.
    Durch einfache und legale Maßnahmen kann ein gutes Projekt zum Einsturz gebracht werden, nur weil einige wenige sich produzieren möchten.
    Haltet euch bitte an die Regeln, auch Andersmeinende haben Rechte !

    • Ann O. Nym sagt:

      Die Moderation hat natürlich auch ein Nachteil – Du kannst danach nicht mehr sagen Du hättest von irgendeinem Beitrag nichts gewusst. Manche bloganbieter lassen sogar überhaupt keine Kommentare zu. Lass Dich auf jeden Fall von Deinem RA beraten.

  77. Thorsten Romaker sagt:

    Und täglich grüßt das Murmeltier – heute auch wieder eine Abmahnung !

    • NVA-Konteradmiral sagt:

      Wer Freunde wie Reinholz hat, braucht keine Feinde mehr. Überlegen Sie sich gut, ob eine unheilige Allianz mit ihm wirklich mehr Vor- als Nachteile bringt.

      Es macht einen großen Unterschied, ob jemand nur aus Jux und Tollerei oder aus eigener schlechter Erfahrung gegen die Euroweb ins Feld zieht!

  78. http://fastix.org/r/Bildschirmfoto-30.png

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Zitat:

    Euroweb mahnt prinzipiell keine Blogger oder Forenbetreiber ab nur weil sie über die Euroweb Group bloggen. Im Gegenteil, wir sind durchaus offen für Diskussionen, Anregungen und konstruktive Kritik rund um die Euroweb Group. Es wird viel über die Abmahnkultur in Deutschland debattiert und darum wie weit freie Meinungsäußerung gehen darf. Im Internet kann jeder Nutzer und Blogger seine Meinung publizieren, wie es in unseren Blogs auch übliche Praxis ist. Natürlich sind wir auch der Meinung, dass Bloggen nicht zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko werden soll.

    Mal wieder nicht so ganz die Wahrheit – oder?

  79. Willi sagt:

    Hallo Herr Romaker,
    ich bin nicht so wild darauf eine Abmahnung zu bekommen wie Herr J.R. – dennoch würde mich interessieren, was genau gerügt wird.

    Bitte steinigen Sie mich nicht, wenn diese Frage unüblich ist – ich habe null Erfahrungen damit und es würde mich einfach interessieren…

    Ich finde dieses Blog nämlich überwiegend klasse und auch hilfreich.

    Vielen Dank und Gruß,

    Der Willi

  80. Blitzableiter sagt:

    Es macht nun schon einen Unterschied, ob man sich sachlich mit dem Geschäften der Euroweb auseinandersetzt oder ob man als Blogger los geifert und ständig die Worte “Lügner” und “Betrüger” benutzt.

    Es gibt also sachliche Kritik, gegen die niemand etwas haben kann und Schmähkritik, die nun mal halt nicht akzeptiert wird.

    Nicht jeder, der anderer Meinung ist, als man selbst, ist ein Lügner !

  81. Thorsten Romaker sagt:

    @ Blitzableiter
    Wahre Worte.
    Allerdings darf man auch durchaus fragen, ob ein Bericht über eine einstweilige Verfügung auch zwingend zu einem juristischen Exkurs der verschiedenen Möglichkeiten des Antraggegners führen muss. Wenn dann der mich abmahnende Rechtsanwalt im Rahmen der Abmahnung auch noch behauptet es seien Rechtsmittel eingelegt worden, bei Gericht und bei den gegnerischen Anwälten hiervon aber nichts bekannt ist, was soll ich bitteschön davon halten. In meinen Augen ist die Glaubwürdigkeit des mich hier abmahnenden Anwaltes auf ein Minimum gesunken und ich persönlich nenne so etwas auch “Lüge”.
    Die weiteren Hinweise nach § 10 TMG, die mir eben dieser Rechtsanwalt auf posts in meinem Blog zukommen ließ, werte ich als Kleinkrieg zwischen diesen beiden Parteien und distanziere mich ausdrücklich von verletzenden, verleumnenden o.ä. Aussagen beider Parteien.
    Der mich abmahnende Rechtsanwalt empfiehlt mir sogar sämtliche Beiträge des Bloggers zu löschen, um somit weiteren Hinweisen zu entgehen – bitte meine Herren streiten sie sich gerne vor Gericht und benehmen sich nicht wie vorpubertäre Milchbubis, lautet mein persönlicher Rat.
    Ich werde die Kommentarfunktion hier nicht vollends abstellen, denn dies wäre meiner Meinung nach genau das, was die Düsseldorfer Herren mit ihrer Kampagne zu erreichen suchen und grenzt für mich an Zensur. Diese bin ich bereit, weil gezwungen, ein stückweit mit zu gehen und werde ab sofort eingehende Beiträge erst nach Durchsicht freigeben. Natürlich bin ich mir eines höheren Risikos bewusst, sehe aber nur eine weitere Alternative und diese bestünde in der Auflösung dieses Blogs. Durch viele Anrufe, E-Mails und persönliche Kontakte fühle ich mich jedoch in meiner Annahme bestärkt, dass ein Blog dieser Art Sinn macht und den Betroffenen und deren Rechtsanwälten eine Hilfe ist, deshalb fällt mir die zweite Alternative zur Zeit noch sehr schwer.

  82. Blitzableiter sagt:

    Zitat :
    “bitte meine Herren streiten sie sich gerne vor Gericht und benehmen sich nicht wie vorpubertäre Milchbubis, lautet mein persönlicher Rat.”

    Völlig richtiger Rat, allerdings nicht juristisch und unwirtschaftlich.

    Unterstellen wir mal, in einem Blog mit Kommentarmöglichkeit wie diesem hier, befinden sich immer unsachliche, beleidigende, verleumderische kurz abmahnfähige schriftliche Beiträge ( besser eigentlich Worthülsen).
    Nun kann sich der Abmahner bekanntlich aussuchen, ob er gegen den Worthülsen-Produzenten oder den Betreiber des Blogs, der diesen Unsinn “veröffentlicht” vorgeht.

    Korrekt ?

    Wen wird sich der Abmahner aussuchen : Den schmerzbefreiten, zahlungsunfähigen Querulanten oder den vernunftbegabten Blogbetreiber, bei dem eventuell auch finanziell noch etwas zu holen ist ?

    Richtig ! Letzteren !

    Völlig unabhängig, ob die Abmahnung mit einer Kostennote versehen werden kann und sich aus diesem Zusatz auch eine Zahlungsverpflichtung des Blogbetreibers ergibt, es bleibt eine Abmahnung, auf die man reagieren sollte/muss.
    Irgendwann wird es dem Blogbetreiber zu blöde und er isoliert den schmerzbefreiten, zahlungsunfähigen Querulanten, solange dieser mit seinen kruden Thesen und Schlußfolgerungen argumentiert. Und irgendwann muss dieser besondere Herr dann mit dem Spiegel oder der Wand sprechen. Wenn dem das Publikum fehlt, hört er von alleine auf.

    Bingo und dann herrscht Rechtsfrieden all über alle Lande.

    Aber das sind wahrscheinlich rosarot gefärbte Wunschträume :-)

  83. @Willi
    ich bin nicht so wild darauf eine Abmahnung zu bekommen wie Herr J.R.

    Nun denn, ist es nicht traurig, dass der Herr Philipp Karl Berger aus Niederkrüchten, Partner und “CEO” der Kanzleien “Berger Law LLP” (Düsseldorf) und “Kanzlei Berger LLP” (Köln) den Herrn Romaker quasi in einem “Stellvertreterkrieg” abmahnt, statt sich direkt an mich zu wenden?

    Ich habe wegen zwei der Abmahnungen (die dritte betraf mich nicht) ja auch nicht irgendwelche Dritte abgemahnt, sondern den Herrn Berger und den Christoph Preuß selbst. Immerhin unterstellen mir die beiden – wider besseren Wissens – nicht nur, dass ich unwahr berichtet hätte, sondern auch, dass ich diese verleumden würde. Das ist ganz klar als eine Falschbeschuldigung zu werten. Ich werde auch den Verfügungsantrag einreichen, wenn diese nicht die geforderte Unterlassungserklärung abgeben. Sollten sich kerngleiche Verstöße nach der Zustellung der zu beantragenden und mit Sicherheit(*) auch zu erlassenden Verfügung wiederholen werde ich dann ggf. auch Ordnungsmittelanträge stellen. Die vom Gericht angedrohten Strafen liegen bei solchen Sachen bei bis zu 250.000 Euro, ersatzweise (wenn nicht gezahlt wird) Ordnungshaft oder sofort Ordnungshaft.

    Philipp Berger und Christoph Preuß wissen inzwischen, dass ich sowas auch durchziehe. Auch den Ordnungsmittelantrag! Über einen solchen, von mir gegen die Euroweb/Christoph Preuß gestellten Antrag werden nämlich demnächst die Düsseldorfer Gerichte entscheiden müssen. (AG Düsseldorf, 31 C 14650/10)

    Die Euroweb und die Kanzlei Berger gehen, entgegen des öffentlichen Gelabers (siehe http://fastix.org/r/Bildschirmfoto-30.png ) auf der derzeit zum größten Teil entleerten Webseite “euroweb-explain.de” hart und in vielen Fällen mit unwahrem und unberechtigtem Vortrag (nicht nur in Abmahnungen) gegen Blogger vor. Ich denke, ich habe dieses in meinem Blog angemessen dargestellt.

    Gerade der “Blitzableiter” hat vor dem LG Krefeld die Erfahrung machen müssen, dass ich dem Gericht ein Urteil abrang, wonach ich seinen Mandant der Lüge und des Betruges bezichtigen durfte (5 O 144/09) . Es ist also gewiss nicht so, dass ich mit diesen Vorwürfen unvorsichtig sei. Er soll nicht labern, der Herr A.N., der in der Sache den “Lügner und Betrüger” persönlich sehr engagiert vertrat.

    Ein anderer Mandant des Herrn “Blitzableiter” zog bekanntlich vor dem OLG Frankfurt, Zivilsenate in Kassel, die Notbremse und warf ihn als Anwalt raus. Wohl weil er (als Anwalt) nicht verstand, was sie BRAO ihm vorschreibt: Nämlich den Konflikt klein zu halten und weil er den Mandant zuletzt in eine absolut unmögliche prozessuale Situation brachte. Der Mandant ist übrigens in einem, wegen der Mitangeklagten Aufsehen erregendem Prozess kürzlich wegen banden- und gewerbsmäßig betriebenen Betrugs e.t.c. erst kürzlich in einem Prozess zu 7 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. (LG Osnabrück, große Strafkammer). Die Mitangeklagten erhielten 18 Monate, 15 Monate (alle auf Bewährung) und hohe Geldstrafen, eine weitere Mitangeklagte eine sogar mit zu hoch erscheinende Geldstrafe (die war ja kaum beteiligt und hatte als einzige nie Jura studiert). Die Revisionen eines Teils der Verurteilten richten sich nur gegen das Strafmaß, nicht gegen den Schuldspruch.

    Zurück zum Topic:
    Ich bin der Auffassung, dass die Euroweb und die Kanzlei Berger versuchen einen Keil zwischen mich und Herrn Romaker zu treiben. Diese sind sicher der Auffassung, dass eine Zusammenarbeit stattfindet. Das ist aber zu durchsichtig.

    Ich lasse bewusst offen, ob diese Zusammenarbeit stattfindet.


    * Vor Gericht und auf hoher See ist man immer in des Zufalls Hand. (Einen Gott gibt es nicht.)

  84. Thorsten Romaker sagt:

    und schon wieder schreibt die Kanzlei Berger – natürlich – eine weitere Abmahnung !!

    • Holmes sagt:

      Oh je…
      Zeigt aber doch auch sehr deutlich, wie nervös die Herrschaften inzwischen sind.
      Und das ist doch eigentlich gut so, oder?
      Ich für meinen Teil kann meine Dankbarkeit für diesen Blog nicht oft genug zum Ausdruck bringen.

  85. huk sagt:

    Möglicherweise gibt es eine Strategie: Man bringt sich selbst aus der Schusslinie, indem man zunächst alle Verfahren, die absehbar negativ ausgehen sang und klanglos beendet. Dann gibt es zumindest keine Urteilsgründe, auf die sich andere Betroffene berufen könnten. Begründete Urteile gibt es ja zurzeit offensichtlich nur noch, wenn das Verfahren absehbar positiv für Euroweb ausgeht. Das könnte eine Möglichkeit sein, die öffentliche Meinung mit Hilfe aktueller und “begründeter” Urteile in die gewünschte Richtung zu beeinflussen. Die aktuellen Negativ-Urteile ( Verzichts-, Anerkenntnis-, oder Versäumnisurteile) enthalten weder Tatbestand noch Gründe. Und der Umstand, dass Euroweb weitere Verfahren verloren hat, ohne dass die Gründe hierfür schriftlich niedergelegt sind gibt anderen Betroffenen in der Regel jedenfalls keine geeigntete Argumentationshilfe.

    Gleichzeitig – so jedenfalls mein Eindruck – wird dieser Blog hier zielgerichtet verwässert. Es werden Auseinandersetzungen um persönliche Befindlichkeiten inszeniert und mit juristischen Scharmützeln garniert, leider dann aber doch so weitreichend, dass ein sachlicher Informationsaustausch quasi weggedrängt wird. Wenn hier schon laut über die Fortführung dieses Blogs nachdacht werden muss, zeigt sich auf erschreckende Weise, wie erfolgreich diese Inszenierungen sind. Sie führen ganz eindeutig immer weiter weg vom Wesentlichen hin zu einer belanglosen und auch nicht mehr gutmütigen Herumfrotzelei, die aus meiner Sicht als Freund dieses Blogs nicht zielführend sein kann.

    Es sollte mehr über laufende Verfahren, das Für und Wider der bisherigen unterschiedlichen Begründungsansätze diskutiert werden als über die Frage, wer den längsten hast.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Vielen Dank für diesen Kommentar, dem ich mich voll und ganz anschliessen kann. Also sollten wir uns alle bemühen die wesentlichen Argumente unseres Anliegens wieder in den Mittelpunkt der Diskussion innerhalb dieses Weblogs zu stellen.

    • Willi sagt:

      @huk: Darf ich virtuell applaudieren? Das sind exakt meine Gedanken, die ich so treffend nicht hätte formulieren können!

      In diesem Sinne: Bitte weitermachen (konstruktiv)! Dieses Blog ist eine große Hilfe und es wäre ein echter Verlust, wenn es nicht weiter betrieben würde.

      Mit den allbesten Wünschen

      Der Willi

    • Anka sagt:

      @ HUK, das ist auf den Punkt gebracht – es ist haargenau mein Eindruck. Dabei geht es nicht nur bei diesem Blog so, es war die Art und Weise, wie etliche Blogs zuvor unterwandert wurden, mit Methoden, die bei einem demokratischen Staat, an den ich fest glaube, nicht für möglich gehalten werden. Da kennt sich jemand sehr gut aus.

  86. Möglicherweise gibt es eine Strategie: Man bringt sich selbst aus der Schusslinie, indem man zunächst alle Verfahren, die absehbar negativ ausgehen sang und klanglos beendet. Dann gibt es zumindest keine Urteilsgründe, auf die sich andere Betroffene berufen könnten. Begründete Urteile gibt es ja zurzeit offensichtlich nur noch, wenn das Verfahren absehbar positiv für Euroweb ausgeht.

    Es wäre aber wichtig zu wissen, wie zuvor argumentiert wurde – damit nicht nur ein Anwalt ein Monopol auf das Wissen hat, mit welchem die Euroweb vor Gericht zur Strecke zu bringen ist. Wichtig wäre auch, ob und welche Hinweise oder Hinweisbeschlüsse es zuvor von den Gerichten gab.

    Möglicherweise sollten sich die erfolgreichen Anwälte mal dazu äußern.

  87. Steffi sagt:

    Mein Mann und ich sind ebenfalls in die E-Falle getappt. Das war bereits 2008. Vertrag gekündigt (fristgerecht und fristlos nach §649). Danach lange nichts gehört, bis Anfang 2011. Da bekamen wir einen Mahnbescheid – Widerspruch unsererseits – nun ist das Verfahren an unser AG gegangen.
    Nun brauchen wir einen fähigen Anwalt im Raum Göttingen – Kassel, der sich mit EW auskennt. Wenn ihr jemanden kennt, wäre es super, wenn ihr uns helfen könnt. Vielen Dank.
    Der Blog hat mich immer bestärkt nicht klein bei zu geben. Ich bin wirklich froh, dass es ihn gibt.

  88. Ann O. Nym sagt:

    Berger Düsseldorf lästert in “Aktuelles” über Sie. Wirkt auf mich vom Ton her eher kindisch und nicht besonders professionell.

  89. Anonym sagt:

    “Berger Düsseldorf lästert in “Aktuelles” über Sie. Wirkt auf mich vom Ton her eher kindisch und nicht besonders professionell.”

    Das mag ja so wirken. In der Sache haben die Rechtsanwälte aber wohl (leider) recht, oder ? Eine einstweilige Verfügung mit dem vom Schlosser behaupteten Inhalt gibt es doch nun wirklich nicht. Nur eine, die etwas von Feuerlöschern usw. erzählt.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Ich will mich zu dem “Artikel” auf der Berger-Law-Seite hier nur wenig äußern, finde es aber doch befremdlich, dass man mich wegen einiger Satzpassagen abmahnt und diese zuvor abgemahnten Sätze dann auf der eigenen Seite wieder veröffentlicht

  90. huk sagt:

    Weiß jemand eigentlich, wieviele Verfahren von Euroweb und Co. gegen Referenzkunden derzeit noch vor den Gerichten ausgetragen werden?

    Interessant wäre ja zu wissen, ob und wie sich die ursprüngliche Strategie, mit Hilfe des Urkundsverfahrens schnell zu einem Titel zu kommen, zwischenzeitlich geändert hat. Vielleicht kann man hier etwas aktuelles zusammentragen.

    Mein subjektiver Eindruck ist, dass man nicht mehr jeden aufs Korn nimmt , sondern gezielt die anwaltlich nicht oder nur schwach beratenen Referenzschafe von der Herde absondert und die Herde ziehen läßt. Gibt es hier aktuelle Erkenntnisse?

  91. Mein subjektiver Eindruck ist, dass man nicht mehr jeden aufs Korn nimmt , sondern gezielt die anwaltlich nicht oder nur schwach beratenen Referenzschafe von der Herde absondert und die Herde ziehen läßt. Gibt es hier aktuelle Erkenntnisse?

    Meine Erkenntnis ist, dass die Kanzleien des Philipp Berger einen erheblichen Schwund aufweisen weil die Anzahl der angestellten Anwälte aber auch der Partner immer mehr zurück geht. Einst waren es 15, aktuell sind es nach meinem Dafürhalten und unter Mitrechnung des auf der Kanzleiwebseite nicht mit aufgeführtem Amin El Gendi nur noch 9.

    Das lässt dann doch den Eindruck zu, dass die Verfahrenzahl nachlässt, dass Verfahren also schnell beendet werden. Womöglich beendet werden müssen. Denn es ist auch möglich, dass die Anwälte kündigen und also dass dem Philipp Berger und den verbliebenen Partnern (die letzten, bekannt gewordenen Abgänge betreffen PARTNER) die Manpower fehlt um die Verfahren noch durchzuziehen.

    Und ob da künftig eine [....] “GI Gerichtsinkasso GmbH” (der Philipp Berger als GF vor stand), das Mahnwesen übernimmt werden wir lesen.

    • NVA-Konteradmiral sagt:

      Herr Romaker, Sie veröffentlichen ja bekanntlich keine Kritik mehr an Ihrem heißgeliebten Bettfreund Reinholz.

      Dass Sie im Gegenzug dessen Beiträge sang- und klanglos durchwinken, wird Ihnen auch in diesem Fall wieder mal eine Abmahnung einbringen.

      • Thorsten Romaker sagt:

        SoSo.
        Ihre Kommentare veröffentliche ich, nicht zuletzt, zur Belustigung aller.
        “Nebenkriegsschauplätze” werden jetzt von mir bestimmt.

      • Blitzableiter sagt:

        Na na Herr Admiral
        nun bleiben Sie mal sachlich :-) wie alle hier !
        Es gibt sicherlich berechtigte und auch unberechtigte Abmahnungen dieser Herren Rechtsanwälte. Wenn hier von “Verboten” des Landgerichts Düsseldorf die Rede ist und das besagte Gericht nichts verboten hat, dann wurde rechtmäßig abgemahnt, zumal sich der Betreiber dieses Forum (angeblich) vorbehaltlos zur Unterlassung verpflichtet hat.

        Aber nicht jeder “Beitrag” aus Kassel kann gleich angegriffen werden, nur weil er angeblich von einer bestimmten Person stammt.

      • * heißgeliebten Bettfreund Reinholz.
        * wieder mal eine Abmahnung

        Eine Mischung aus Verleumdungen und Drohungen. Wo habe ich das zuletzt gelesen? Richtig: In Abmahnungen, die nicht an mich gingen.

        Die Quittung dafür wird gerade erstellt.

    • Der Schwund setzt sich fort.

      Seit heute (Datum des Nachsehens) sind es nach meinem Dafürhalten und unter Mitrechnung des auf der Kanzleiwebseite nicht mit aufgeführtem Amin El Gendi nur noch 8.

      Sollte sich einer Anwälte dazu entschließen, nur noch Halbtags zu arbeiten, dann wäre die Kanzleien insgesamt “halbiert”.

  92. Thorsten Romaker sagt:

    Ein weiterer “Bericht” der Ge(r)schichtsreporterin Gisela ist hier zu lesen.
    http://gerichtsreporterin.wordpress.com/2012/04/05/was-ist-los-bei-euroweb-eine-dusseldorfer-firma-muss-um-ihren-guten-ruf-kampfen/
    Objektive Berichterstattung sieht, wie ich glaube, anders aus.

  93. Na, zum Glück trägt der Link ein rel=”nofollow” im tag. Damit hilft er der Gisela nicht noch zu Ruhm.

    Noch etwas: Diese “Gisela Mertens” hat einerseits kein Impressum, will aber andererseits einen Gerichtsbeschluss des OLG Frankfurt zugesandt haben, in welchem das Preisgebaren der Euroweb als unseriös hingestellt wird. Wie das gehen soll erklärt sie nicht.

    Niemand weiß also, ob Gisela wirklich Gisela oder in der Realität nicht vielleicht [.....] heißt.

    [....]

    Ich glaube auch nicht, dass die Euroweb auf ein „Gisela Mertens, guten Tag. Bin Journalistin und interessiere mich für eine eigene Webseite – wann können wir uns zusammensetzen und über einen Internet-System-Vertrag sprechen?“ hin Besuch bekam. Steht das doch in einem krassen Widerspruch zu gemachten Erfahrungen und vor allem zu den Äußerungen des Trios Preuß/Berger/Buchholz in mehreren Prozessen.

    Denen nach gibt es das “Referenzkundenangebot” nur im Direktvertrieb und nur für zuvor ausgewählte, potentielle Kunden.

    Nur eines kann stimmen: Entweder der Bericht der “Gisela Mertens” – oder der Vortrag vor Gericht.

    So reitet man sich rein. Deshalb empfehlen gute Anwälte ihrer Clientel zu schweigen, statt sich selbst in Widersprüche zu verwickeln wie diese [...] “Bloggerin” ohne Impressum.

    Dann wäre da noch was:

    Was ihr, seit ihrem 15. Lebensjahr journalistisch tätig, bis dahin noch nicht unterkam – selbst nicht vor einiger Zeit bei Vor-Ort-Recherchen im hartgesottenen Rockermilieu.

    Ein Artikel einer Journalistin “Gisela Mertens” taucht nirgends auf. Hart gesottene Eier zu Ostern schon. Und bei dem Inhalt des Artikels habe ich so meine Probleme. Hat die “Frau Gisela Mertens” den nicht bis zum 1. April fertig bekommen?

    • Anne O. Nym sagt:

      Ich meine, der “blog” von “Gisela Mertens” war früher bei jurablogs. Heute interessanterweise nicht mehr.

  94. Freddy sagt:

    Hallo,

    ich bin mit meiner Firma leider auch auf die Euroweb-Masche reingefallen. meine 48 Monate sind im November um – ich will nun kündigen. Muss ich bei dem Kündigungsschreiben irgendwas beachten? Wie ist das mit der Domain und den Mail-Adressen – wie kann ich die behalten?
    Wäre nett, wenn ihr mir hier helfen könntet.
    Freddy

  95. Hier mein persönlicher Tip und meine ganz persönliche Meinung, die sich natürlich niemand zu eigen machen muss.
    1) Schreibe schon mal an die Euroweb, dass Du an einer Vertragsverlängerung definitiv nicht interessiert bist und auch nicht mit einem Angebot belästigt werden willst.
    2) Du gehst zu einem neuen Hoster und der stellt für Dich den KK-Antrag. Das bedeutet, die Domain zieht um.
    3) Danach müssen (oder schon vorher können) die Mailadressen neu eingerichtet werden, weil ja auch der Mailserver wechselt.

    Die neue Webseite dürfte, nach meiner Einschätzung, deutlich billiger werden als das was Dir die Euroweb verkauft hat. Vorausgesetzt, Du kümmerst Dich selbst um Angebote.

    Ein Tip: Das bisherige “Design” gehört zwar der Euroweb, aber ein paar Veränderungen sind auch wegen des Zeitgeschmacks ohnehin angesagt. Bei den Grafiken ist zu beachten, dass die, nach meiner Kenntnis, gerade bei den Webseiten für die Euroweb-Kunden oft aus freien und sogar kostenlosen Ressourcen stammen. An diesen hat die Euroweb also soviele Rechte wie Du… Das sollte sich der nächste Webdesigner vorher anschauen.

    Du wirst feststellen, dass Du Beträge in Höhe von mehreren tausend(!) Euro sparen kannst.

    Realistische Preise in meinen Augen:
    Webseite im Umfang wie bisher bei der Euroweb ab 500 … 1000 Euro. Die Suchmaschinenoptimierung e.t.c. ist da mit drin- das ist nämlich gar nichts besonderes.
    Hosting mit Email, Traffic etc. monatlich: 5 Euro oder weniger.

    Macht dann über vier Jahre: 1000+48*5=1240 Euro. + Änderungen die sich im Bereich ab 20 Euro bewegen dürften, wenn nur ein wenig Text auf einer Webseite geändert werden muss.

    Woher ich das alles weiß? Tja…

  96. huk sagt:

    Wie bei berger-law-düsseldorf und auch hier unter 22 O 12/10 zu lesen, hängt auch viel für den erfolgreichen Ausgang eines Verfahrens davon ab, bei welcher Abteilung oder Kammer das Verfahren landet.

    Da entsteht bei mir der Eindruck, insbesondere die Kammern, die vor der BGH-Rechtsprechung jahrelang Mietrecht oder Dienstleistungsrecht auf den Internet-System-Vertrag für anwendbar hielten und deshalb etliche Fehlurteile fabrizierten, haben noch immer Schwierigkeiten mit der Anwendung von Werkvertragsrecht und – aus welcher Motivation heraus auch immer- ziehen die Grenzen richerlicher Überzeugungsbildung so auffällig eng , dass nur noch ein kleiner formaler Ausschnitt bewertet wird und nicht das ganze Bild. Das führt nach meinem Verständnis zwangsläufig zu Fehlbeurteilungen und damit zu weiteren Fehlurteilen.

    Andereseits muss das Gericht auch in die Lage versetzt werden, das ganze Bild beurteilen zu können. Von weiteren Täuschungsaspekten, wie z.B. dem angeblichen reservierten Werbebudget oder dem so genannten Marketingprospekt mit den partnerschaflichen Bedingungen ist dort nichts zu lesen. Auch eine regelgerechte Auseinandersetzung mit der so genannten sekundären Darlegungslast in Bezug auf den Umfang der Offenlegung der vertragsbezogenen Kalkulation läßt dieses Urteil der 22. Kammer vermissen. Bedenklich finde ich auch, dass ohne objektive Feststellungen als gerichtsbekannt gilt , es gäbe tatsächlich ein ernsthaftes Kaufkundenangebot .

    Man kann nur hoffen, dass der betroffene Referenzkunde nicht vorschnell die Flinte ins Korn wirft, sondern zumindest die Erfolgsaussichten einer Berufung kritisch prüft.

  97. Thorsten Romaker sagt:

    Und wieder einmal berichtet die unvoreingenommene “Gerichtsreporterin Gisela Mertens” über die wirklich böswilligen Unterstellungen von Reportern zu Lasten der Euroweb Internet GmbH.
    http://gerichtsreporterin.wordpress.com/tag/servicezeit/
    Bisher behauptete diese “Dame” im Rahmen ihres Weblogs über Prozesse und Urteile berichten zu wollen, nun scheint sich ein vermeintlich lukrativer Nebenverdienst angeboten zu haben – worin dieser bestehen könnte bleibt selbstverständlich ein Geheimnis. Aber auch die Schuldigen für derlei “schlecht recherchierte Beiträge” im deutschen Fernsehen will diese “Dame” ohne Gesicht und Impressum bereits als “hühnchenrupfende Sozialneider” erkannt haben und warnt vor fatalen Konsequenzen für die genannte Firma, die vermutlich aus redlichem Umgang mit den eigenen Kunden, Abstellen von arglistiger Täuschung bei Vertragsverhandlungen und nachvollziehbaren Kalkulationen bei Kündigungen nach §649 BGB bestehen würden. Meiner Wahrnehmung nach dürfte schon das Eintreten von einem der vorgenannten Punkte das Kartenhaus Euroweb einstürzen lassen.

  98. Im Artikel der “Gerichtsreporterin Gisela Mertens” und in den Kommentaren finden sich interessante Widersprüche:

    Spätestens an dieser Stelle hätte die Geschichte ad acta gelegt werden müssen. Vorläufig zumindest. Denn für eine ausgewogene Berichterstattung (siehe Satz drei dieses Blogbeitrags!) wäre eine Stellungnahme von Euroweb zwingend gewesen.

    Seit wann muss ein Bericht “ad acta” gelegt werden, nur weil die Firma, über die berichtet wird, nicht Stellung nehmen will? Diese “Journalistin” erzählt Unsinn. Doch weiter:

    Aber auch hier wird deutlich, dass es gar nicht um eine sachbezogene und faire Berichterstattung ging. Um seinen Beitrag vermeintlicherweise! „rund“ zu kriegen, filmte er einfach die Email mit der Interview-Absage, die er von Preuß erhalten hatte. Was, wie jedem seriösen Journalisten geläufig ist, ohne Genehmigung rechtswidrig ist.

    Das ist aber nicht rechtswidrig, selbst vor dem Landgericht Köln nicht. Es ist ja gerade die Absage eines Interviews, also ist es gerade kein Email mit privatem Charakter. Aus §193 StGB besteht ein Rechtfertigungsgrund, denn durch das Mail wird gerade gezeigt, dass die Euroweb auf die Möglichkeit der Stellungnahme aktiv verzichtet hat. Zudem wusste der Christoph Preuß ja auch, dass er es “der Presse” sendet.

    Interessant sind auch die Einblicke, welche die “Gerichtsreporterin Gisela Mertens” uns gewährt:

    Wobei schon allein die ersten Sätze seines Beitrags ein Griff in die Mottenkiste waren. Denn entgegen der Aussage des TV-Journalisten sucht Euroweb aktuell keine Referenzkunden mehr.

    Falls das wahr sein sollte, dann hätten die “bösen anonymen Blogger” schon mal was Gutes bewirkt. Oder liegt es an den Urteilen? Ich jedenfalls bin der Meinung, dass es den Bloggern und der Presse (ausdrücklich: ohne den wirtschaftlich durch die WAZ OnlineService mit der Euroweb verbundenen WAZ-Konzern) gelungen ist, die Euroweb und die Referenzkundenmasche ins rechte Licht zu rücken.

    Daran ändert sich auch nichts, wenn jetzt unter dem nur noch scheinbar seriösen Label der WAZ weiter gemacht wird.

    Noch ein Zitat zum Status der “Gisela Mertens” als “Journalistin”:

    Warum soll eigentlich so viel Zeit nötig sein, um den Sachverhalt unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten??

    Ich sehe zwei Fragezeichen. Im nächsten Satz zwei Ausrufezeichen. Journalistin? “Quatsch mit Soße” ist das, was die “Dame” uns da unterbreitet.

    Aber die anonyme “Journalistin Gisela Mertens” (postet ohne Impressum!) hat offenbar tiefe Einblicke und Informationen direkt aus dem Hause Euroweb:

    Derzeit prüft das Justiziariat des Senders mit Sitz in Köln den Sachverhalt. Weil Euroweb über die Kanzlei Berger Law LLP (CEO: Philipp Berger, Andreas Buchholz) sich völlig zu Recht über diesen Bericht beschwert hat. Inzwischen ist der Beitrag in der Mediathek der „Servicezeit“ offline. Auch der auf der WDR-Internetseite veröffentlichte Text zu Euroweb ist nicht mehr aufrufbar. Bis dass das WDR-Justiziariat seine Prüfungen beendet hat. Wofür die Juristen des Senders Zeit brauchen. Nämlich bis zum 7. Mai 2012.

    Da nämlich die Juristen des WDR grundsätzlich keine solche Auskünfte über offene Sachen an Dritte geben, stammt diese Information ganz offensichtlich[vermutlich] von der Kanzlei Berger oder direkt aus dem Hause Euroweb.

    Und komisch: Einerseits soll der WDR einen Beitrag ad acta legen, weil Christoph Preuß sich nicht äußert – das verlangt die “Journalistin Gisela Mertens”. Aber wo sind denn die Stellungnahmen der zahlreichen von ihr namentlich genannten Personen?

    Ach so. Für die “Journalistin Gisela Mertens” gilt da natürlich nicht. Dem Göttern ist wohl mal wieder erlaubt, was dem Ochse verboten ist? Nur ist die Frau ein Gott oder geht diese für 30 Silberlinge schlampig oder gar bewusst unfair und unredlich mit der Wahrheit und den Gegnern der Euroweb um? Wie voreingenommen muss die selbst ernannte “Journalistin Gisela Mertens” eigentlich sein, um den Kontext zu den jüngsten Urteilen (in denen der Euroweb und der Webstyle arglistige Täuschung und bedenklich unwahrer Vortrag vor den Gerichten hinsichtlich § 649 Satz 2 BGB bescheinigt wurde) zu vermeiden? Und wie einseitig sind deren “Berichte” – den aktuellen werde ich, wenn Zeit habe, demnächst noch gründlicher “sezieren”.

  99. Anka sagt:

    [Meine Meinung:]
    Jemand, der so schreibt, wie die genannte Dame es tut, ist kein(e) Journalist(in) – zumindest kein(e) gelernte(r). Und Deutsch wird bei “ihrem” Studium, welches auch immer es sein mag (wenn dieses Ausbildungslevel überhaupt erreicht wurde) eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Zumindest läßt “sie” all das, worauf bei der Journalistik-Ausbildung ein besonderes Augenmerk gelegt wird, völlig außer Acht. Somit: (Ob)-Acht-ung, alter ego ;)
    Gruß von Anka

  100. NVA-Konteradmiral sagt:

    Guten Tag Herr Romaker!

    Man hört, Sie haben wieder einmal eine Reinholz-Abmahnung erhalten! Na, macht Ihnen das Spiel immer noch Spaß? Sind Sie glücklich darüber, [....]Freund die Backe hinzuhalten?

    Oder wären Sie vielleicht doch lieber bei Ihren Hunden geblieben?

    • Thorsten Romaker sagt:

      Guten Tag.
      Entweder haben Sie Sich verhört oder sind besonders gut informiert, mir liegt jedenfalls bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine neuerliche Abmahnung vor. Im Gegensatz zu Ihnen betrachte ich mein Engagement in dieser Sache weder als Spiel, noch ist ein Spaßfaktor mein Antrieb.
      Auch Menschen, die genötigt sind in verschiedenen Situationen Prozesskostenhilfe zu beantragen haben das Recht ihre Meinung zu sagen, auch wenn diese nicht immer die Meinige ist, werde ich diese, soweit rechtlich unbedenklich, weiter veröffentlichen.

      • Blitzableiter sagt:

        Herr Romaker,

        Sie haben völlig recht. Nur so kann es gehen !

        Sie tun ja schon Ihr Äußerstes, um die benannten Kommentator an die Leine zu legen.

        Mehr kann man nicht verlangen.

    • “Reinholz-Abmahnung”

      Richtig ist, dass die Google Inc. einen Hinweis nach § 10 TMG erhalten hat, in dem ein RA Bohne für Herrn Philipp Berger und die Euroweb eine ganze Reihe recht verwunderlicher Ansprüche stellen, welche (ich drücke mich hier sehr zurückhaltend aus) einer gerichtlichen Nachprüfung wohl eher nicht standhalten.

      Ich stelle gerade “Empfangsquittungen” aus. An manchen Stellen kann ich mir, auch das ist die Höflichkeitsform, das Lachen kaum verkneifen. Ohne Rücksicht auf die Formen würde ich nämlich sagen:

      “Ich piss mich ein vor Lachen!“

      • Blitzableiter sagt:

        Es besteht natürlich die Gefahr, dass Google sich nicht der Mühe unterzieht, die Vorwürfe zu prüfen, sondern aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit den Blog ohne grosses Federlesen löscht.

  101. Thorsten Romaker sagt:

    Und wieder meldet sich die “Gerichtsreporterin Gisela” zu Wort und versucht die armen, verleumdeten und geschmähten Herren der Firmen Euroweb und Kanzlei Berger vor dem “bösen Bloggertum” zu beschützen. Dieses freilich mit einem Geschreibsel, welches in einigen Textpassagen schon sehr an die Kommentare auf Seiten der Kanzlei Berger angelehnt scheint und wirklich überhaupt nichts mit Journalismus zu tun hat.
    http://gerichtsreporterin.wordpress.com/2012/05/10/euroweb-im-kreuzfeuer-wie-pseudo-blogger-das-internet-im-wahrsten-sinne-des-wortes-missbrauchen/
    Bezeichnender Weise erscheint dieser Beitrag an einem Tag, an dem die liebe Gisela auch in einem Düsseldorfer Gerichtssaal zu sehen war, in welchem eine Berufungsverhandlung mit Beteiligung der Firma Euroweb zu verhandeln war. Dieser Verhandlungstag dürfte dem “Rechtsanwalt” Berger wohl längere Zeit im Gedächtnis bleiben – ich bin mal gespannt, ob die “Reporterin” auch darüber berichten wird – die Berufung wurde übrigens von Euroweb zurück genommen.

    • Anka sagt:

      Zitat: “Dieses freilich mit einem Geschreibsel, welches in einigen Textpassagen schon sehr an die Kommentare auf Seiten der Kanzlei Berger angelehnt scheint und wirklich überhaupt nichts mit Journalismus zu tun hat.”

      Dies entspricht auch meiner Meinung, wenn ich mir die Texte so anschaue. Nicht jedem ist es vergönnt, schreiben zu können. Vielleicht sollte jeder Schuster doch lieber bei seinen Leisten bleiben und sich entsprechend fortbilden ;) .

      Gruß von Anka

    • Ann O. Nym sagt:

      Sie ärgert sich, dass jemand PKH bekommen hat. Nur: das bedeutet, der Prozess hat Aussicht auf Erfolg! Und wenn der Erfolg eintritt, zahlt die Gegenseite, nicht der Staat (vorausgesetzt die Gegenseite kann überhaupt noch zahlen). Der Satz “Für die Verteidigung eines Mannes, der unbelehrbar ist und permanent mit seinen Verleumdungen elementare Grundrechte verletzt, sollen wir hart schuftenden Steuerzahler finanziell aufkommen?” ist dämlich. Denn für “Verteidigung” gibt es gar keine PKH wenn man nicht zahlen kann, sondern einen Pflichtverteidiger.

      Gisela hat noch viel zu lernen.

      (Ich dachte bisher, “Gisela” sei ein Jura-Student im ersten Semester, glaube das aber nicht mehr. Student war wohl zu teuer. Womöglich ist “Gisela” schlicht ein Troll.)

      • Beobachter sagt:

        Tja die Gisela, sollte sich mal wirklich kundig machen wen sie dort befürwortet…

        Da ich selbst in der Branche tätig bin, konnte ich wieder einmal ein paar brisante Sachen über die “Qualität” der erstellten Webseiten herausfinden.

        Möchte diese aber hier nicht näher Erläutern die Unternehmensgruppe soll ihre Fehler ruhig selbst finden [Arbeit ruhig selbst erledigen].
        Mal sehen wie lange dies dauern wird!

        Bin selbst per Zufall darauf aufmerksam geworden und [ich finde] es ist einfach nur peinlich wenn man für derartige Preise einen Qualitätsstandard hat der Studenten gleicht, die sich für wenig Geld ein paar Euros dazuverdienen wollen. Es spiegelt [wie ich meine] einfach wieder das die Webseiten am Fließband entwickelt werden.

        Beste Grüße

    • huk sagt:

      Fand nicht heute eine Fortsetzung der mündlichen Verhandlung in Berlin in Sachen
      28 O 349/11 statt. Das Ergebnis würde mich interessieren.

    • Chakra sagt:

      Meiner ganz persönlichen Ansicht nach sollten Sie den Artikeln der “Gerichtsreporterin” hier gar nicht soviel Raum und Beachtung schenken. Das misst den dort veröffentlichten (und natürlich sorgfältig recherchierten) Beiträgen eine Bedeutung bei, die diese gar nicht verdienen. Andererseits zeugt es natürlich von Diskussionskultur, auch auf kritische Stimmen zu verweisen und diese zu Wort kommen zu lassen – was anderen Blogs durchaus abgeht.

  102. Blitzableiter sagt:

    “Bezeichnender Weise erscheint dieser Beitrag an einem Tag, an dem die liebe Gisela auch in einem Düsseldorfer Gerichtssaal zu sehen war, in welchem eine Berufungsverhandlung mit Beteiligung der Firma Euroweb zu verhandeln war”

    Es gibt sie also ?????

  103. Oliver Schmidt sagt:

    Hallo,

    wir haben vor 3 Jahren auch einen solchen Referenzkundenvertrag unterschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen haben wir auch eine Web-Site erhalten, die uns auch gut gefällt und man findet uns auch bei Google ganz vorn. Jetzt haben wir für das letzte Vertragsjahr die Rechnung (im Voraus) erhalten. Wir würden den Vertrag dann aus Kostengründen gern kündigen. Wenn möglich auch schon vorher. Wie verhalten wir uns da am besten.
    Wenn wir die komplette Summe fürs das Jahr bezahlen, glaube ich nicht, dass wir unsere Kohle jemals wiederbekommen. Ist das möglich zu kündigen und monatlich zu zahlen??? Und gibt es evtl. die Möglichkeit unsere Seite anschließend woanders zu hosten oder ist die dann weg??? Fragen über Fragen…. Weiss jemand Antwort???

  104. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Sehr geehrter Herr Oliver Schmidt,

    eine ordnungsgemäße und halbwegs verbindliche Rechtsberatung unter der Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls leistet (per juristischen, also nicht Natur-Gesetz) nur ein Rechtsanwalt. Das folgende ist also meine bescheidene und womöglich humpelnde Meinung (“IMHO”):

    Für eine Anfechtung wegen Betruges ist es zu spät, da gibt es eine Jahresfrist. Eine Kündigung nach 3 Vertragsjahren halte ich auch finanziell für riskant – hier könnte es sein, dass die Gerichte tatsächlich den Ausführungen der Euroweb folgen. Sie würden dann mit einer nicht zu vernachlässigenden Wahrscheinlichkeit das eine, letzte Jahr praktisch für nichts zahlen. In Ihrem Fall sehe ich allein auf Grund der 3-jährigen Vertragserfüllung ein hohes Prozessrisiko, welches die mögliche Ersparnis nicht aufwiegt.

    Es folgt eine “Lebensweisheit”, also immer noch keine “Rechtsberatung”:

    Achten Sie sehr sorgfältig darauf, dass Sie sich nicht zu einer Vertragsverlängerung verpflichten. Die Euroweb wird Sie – wie Dritte beschreiben – wohl anrufen und zu etwas überreden, was dann nachfolgend als Vertragsverlängerung interpretiert wird. Sagen Sie zu jedem(!) Angebot “NEIN”. Verweigern Sie eine Zustimmung zu “jedem und allem”.

    Die Rechte an der Webseite hat und behält laut Ihrem Vertrag die Euroweb.

    Eine neue Webseite macht Ihnen jeder beliebige Webdesigner. Am besten, Sie informieren sich vor Ort, vergleichen mehrere Angebote. Der neue Webdesigner wird für Sie sicherlich auch alle beim Umzug auftretenden Probleme lösen.

    Das bedeutet, dass noch vor Vertragsende eine neue Webseite erstellt wird, der neue Hoster wird den KK-Antrag für Sie stellen und die DENIC ( ich nehme mal an, es geht um eine auf “.de” endende -Domain) wird dafür sorgen das dann die Nameserver des neuen Hosters “zuständig” werden. Da dieser Hoster dann die DNS-Einträge in seinem Nameserver schon getätigt hat werden dann (im Regelfall binnen 72 Stunden) Ihre Kunden die neue Webseite unter der alten Adresse aufrufen können. Das ist der Normalfall.

    Der Umzug sollte also spätestens 2 Wochen vor Vertragsende gestartet werden, denn die Hoster müssen die Sachen auch erst bearbeiten.

    Freilich steht es Ihnen zu, die Euroweb unter Hinweis auf die gute Sitte der kaufmännischen Kulanz um ein schriftliches(!) Angebot für einen Aufhebungsvertrag zu bitten. Ob daraus was wird weiß man nicht, es könnte ja sein, dass durch den “Leipzig/Memminger Umstand” eine Veränderung im bisherigen Geschäftsgebaren eingetreten ist und das man seitens der Euroweb plötzlich nicht mehr wie bisher für wenig Geld neue, äußerst unzufriedene Kunden generieren möchte.

    Die Nennung meines Namens als Ratgeber würde ich der Euroweb gegenüber vermeiden. Es könnte sein, dass nur dieses dann einem gütlichem Aufhebungsvertrag entgegen steht. Man ist dort, so glaube ich jedenfalls , auf Grund einer aktuellen Entscheidung des LG Düsseldorf hinsichtlich meiner Person etwas mehr als nur sehr verärgert.

    Was jetzt den an den neuen Webdesigner und den neuen Hoster zu zahlenden Preis der neuen Webseite nebst der von der von Euroweb versprochenen Nebenleistungen betrifft, so werden Sie staunen und sich sicher über die letzten drei und das kommende Jahr sehr ärgern. Sie hätten wohl so zwischen 70 und 90% der Summe sparen können wenn Sie sich damals rechtzeitig um Alternativangebote gekümmert hätten. Das wurde dadurch verhindert, dass die Eurowebber Ihnen einredeten, dass diese Ihnen im Termin nichts verkaufen. So steht es jedenfalls in deren Lehrbuch.

  105. Oliver Schmidt sagt:

    Sehr geehrter Herr Reinhold,
    als erstes vielen Dank für Ihre Einschätzung. Einen, letzlich wahrscheinlich, teuren Rechtstreit mit dem Anbieter streben wir auf keinen Fall an. Das Einzige was uns befremdet ist, dass mir jemand weiss machen wollte, ich müsste den Vertrag bereits vor Beginn des letzten Vertragsjahres kündigen, damit er sich nicht stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert. Ist dem so??? Ansonsten würde ich den Vertrag (zwar zähneknirschend aber um eine weitere Erfahrung reicher) einfach auslaufen lassen und mich, Ihrem Rat folgend, zu nichts weiter überreden lassen. Ich hätte dann ja auch ausreichend Zeit mich um einen neuen Webdesigner zu kümmern.
    Hier würde ich mich über eine schnelle Antwort freuen.

    Einen schönen Abend wünsche ich allen “Leidensgenossen”

    • huk sagt:

      Hallo Herr Schmidt,

      aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen müsste sich ergeben, ob sich ihr Vertrag nach Ablauf der Vertragsdauer von 48 Monaten automatisch z.B. für ein weiteres Jahr verlängert. Dann könnte und sollte bereit jetzt eine Kündigung zum Ende der Laufzeit von Ihnen erklärt werden, falls Sie eine automatische Verlängerung vermeiden wollen. Im Übrigen könnten Sie den Vertrag auch jetzt schon mit sofortiger Wirkung oder zu einem bestimmten von ihnen gewünschten Zeitpunkt kündigen nach § 649 BGB, dann müsste Euroweb abrechnen und die Kalkulation offen legen und zwar getrennt nach bereits erbrachten und noch nicht erbrachten Leistungen. Man wird Herrn Reinholz aber Recht geben müssen, dass damit gewisse Risiken verbunden sind, nämlich dass Sie jedenfalls einen Teilbetrag auf die Restlaufzeit unter Berücksichtigung von ersparten Aufwendungen zahlen müssen, ohne die Internetseite weiter nutzen zu können. Gleichwohl ist es Euroweb noch nicht gelungen, eine schlüssige Abrechnung nach den Vorgaben des BGH vorzunehmen. Auch bei den befassten Gerichten in Düsseldorf sieht man die bisherige Abrechnungspraxis von Euroweb eher kritisch. insofern gilt: ohne Risiko kein Erfolg… Die Idee, einen Aufhebungsvertrag zu erfragen ist sicherlich auch nicht schlecht, um ersteinmal deren Vorstellungen auszuloten.

  106. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Das Einzige was uns befremdet ist, dass mir jemand weiss machen wollte, ich müsste den Vertrag bereits vor Beginn des letzten Vertragsjahres kündigen, damit er sich nicht stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert

    Das ist dann der Fall, wenn es im Vertrag steht. Steht es nicht drin, dann sind nach 4 Jahren alle Verpflichtungen erfüllt. Sie müssen also nur den Vertrag und die AGB lesen um Gewissheit zu erlangen.

    Falls sich derlei in den AGB findet, hier die Ausschlussklausel gemäß § 309 Nr. 9 BGB:

    Auch soweit eine Abweichung von den gesetzlichen Vorschriften zulässig ist, ist in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam

    9. (Laufzeit bei Dauerschuldverhältnissen)
    bei einem Vertragsverhältnis, das die regelmäßige Lieferung von Waren oder die regelmäßige Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen durch den Verwender zum Gegenstand hat,

    a) eine den anderen Vertragsteil länger als zwei Jahre bindende Laufzeit des Vertrags,
    b) eine den anderen Vertragsteil bindende stillschweigende Verlängerung des Vertragsverhältnisses um jeweils mehr als ein Jahr oder
    c) zu Lasten des anderen Vertragsteils eine längere Kündigungsfrist als drei Monate vor Ablauf der zunächst vorgesehenen oder stillschweigend verlängerten Vertragsdauer;

    • huk sagt:

      leider gibt es auch den
      Ҥ 310 BGB.
      (1) § 305 Abs. 2 und 3 und die §§ 308 und 309 finden keine Anwendung auf Allgemeine Geschäftsbedingungen, die gegenüber einem Unternehmer, einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einem öffentlich-rechtlichen Sondervermögen verwendet werden. § 307 Abs. 1 und 2 findet in den Fällen des Satzes 1 auch insoweit Anwendung, als dies zur Unwirksamkeit von in den §§ 308 und 309 genannten Vertragsbestimmungen führt; auf die im Handelsverkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche ist angemessen Rücksicht zu nehmen. …”

      Da Euroweb bekanntlich Verträge nur mit Unternehmern abschließt, ist hier möglichweiser ein größerer Spielraum zulässig als in § 309 BGB für Verbraucher vorgegegeben wurde…

  107. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Ja, “huk” hat Recht. Also bleibt nur im Vertrag und den verwendeten AGB nachzulesen.

    Wenn da was drin steht:
    Wurden diese überhaupt vor Vertragsschluss übergeben? Wenn nicht kommt insoweit ein Einigungsmangel in Betracht.

    Was jetzt die “Verträge nur mit Unternehmern” angeht, gibt es ja, das folgt übrigens auch aus den Schulungsunterlagen, diese offensichtliche Fokussierung auf Kleinunternehmen, wie z.B. Bäcker, Friseure, Handwerksbetriebe und, das zeigt uns das rechtskräftige Urteil des LG Kiel, sogar Dönerbuden. Ich würde deshalb im Streitfall auch den Umstand der “Bauernfängerei” ganz offen ansprechen.

    • Oliver Schmidt sagt:

      Hallo zusammen,

      die Kündigungsfrist konnte ich mittlerweile aus dem Vertrag entnehmen (6 Monate).
      Um evtl. auf eine andere Zahlungsweise umzusteigen,hatten wir zu Euroweb Kontakt aufgenommen.
      Mit dem Erfolg, dass wir mittlerweile fast täglich mehrfach telefonisch von einer Mitarbeiterin der Euroweb “terrorisiert” werden.
      Es begann mit einer Nachfrage zur aktuellen Rechnung. Wann wir die denn gefälligst endlich bezahlen wollten. Auf die Bitte uns die Rechnung erneut per Post zuzusenden wurde nicht reagiert. Stattdessen erfolgten weitere Anrufe im Minutentakt.
      Diese Mitarbeiterin agiert hierbei äußerst unverschämt. Das Verhalten wirkt fast nötigend. Als letztes hat die Dame weder mich noch meine Frau erreicht und in dem Zuge einem unserer Mitarbeiter mitgeteilt, Euroweb würde ihre Leistung sofort einstellen. Und sie hätte ja jetzt endlich unseren Namen (allerdings nur den unserer Mitarbeiterin).
      Mich befremdet ein solches Verhalten doch stark, zumal wir mit der aktuellen Rechnung noch nicht allzulang in Verzug sind. Auch haben wir keinesfalls geäussert, die Rechnung nicht bezahlen zu wollen. Allerdings nicht für 1 Jahr im Voraus. Nun sind wir natürlich etwas verunsichert, wie wir uns verhalten sollten.
      Über eine kurze Antwort wäre ich dankbar.

      • Anka sagt:

        Herr Schmidt: Ich würde ein zeitnahes, möglichst exaktes Gedächtnisprotokoll mit allen Daten (Lfd. Nr. des Anrufs, Uhrzeit, Wortlaut, Zeugen, ggf. laut schalten – und das dem EW-Gesprächspartner vorab mitteilen -) führen, um dies im Falle weiterer, von Ihnen als “Terroranrufe” oder “Nötigung” empfundenen “Mahnungen” auch anzeigen, bzw. eine kostenpflichtige Unterlassungserklärung einzfordern zu können. Auch wenn es kostet: Hier einen Anwalt zu Rate ziehen, ist niemals verkehrt. Für mein Empfinden stellt es sich dar, als ob die – gut geschulten – Mitarbeiter ihre gelernten Telefon”fähigkeiten” ausprobierten… Lassen Sie sich nichts gefallen, nicht ins Boxhorn jagen, nicht einschüchtern: Diese Firma mahnt ja auch ständig, wie man hier im Blog nach den veröffentlichen Schreiben der RA-Kanzlei mitverfolgen kann.

        • Oliver Schmidt sagt:

          So… Mittlerweile hat Euroweb Ernst gemacht. Sobald man unsere Webseite aufruft, bekommt man nur noch: “EUROWEB – kurze technische Pause!” zu sehen.
          Auch emails kommen keine mehr an.

          Der Hammer…. Wenn man bedenkt, das wir nicht einmal gekündigt haben. Wir sind lediglich mit einer Rechnung ca. 3 Wochen in Verzug.
          Ich werde jetzt auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate ziehen….

      • huk sagt:

        hallo herr schmidt, solange der vertrag wirksam und an der internetseite nichts zu bemängeln ist, wird man wohl oder übel im voraus zahlen müssen, wenn das so im Vertrag festgelegt ist und keine abweichenden vereinbarungen getroffen wurden. das könnte sich vielleicht ändern, wenn man den vertrag nach §649 BGB kündigt. dann ist allerdings sofort die internetseite weg. ob und was man nach einer solchen kündigung zahlen muss, hängt von den ersparten aufwendungen ab. wenn man den blog hier aufmerksam verfolgt hat und sich einige der veröffentlichten urteile ansieht, wird schnell deutlich, dass hier einige rechtliche schwierigkeiten liegen. andereseits ist nicht ernsthaft zu erwarten, dass euroweb gewillt ist, nach den maßgaben des bgh ordnungsgemäß abzurechnen. dabei gilt, das man ohne ordnungsmäße abrechnung auch nichts zahlen muss. ich persönlich halte eine ordnungsgemäße abrechnung sogar für geradezu ausgeschlossen, weil euroweb dann die kalkulation offen legen und dabei zwischen bereits erbrachten und noch nicht erbrachten leitungen unterscheiden muss. es dürften ja noch suchmaschinenoptimierungen und aktualisierungen als noch nicht erbrachte leistungen ausstehen. vielleicht kommt auch eine anfechtung wegen arglistiger täuschung in betracht, falls sich herausstellen sollte, dass die erstellung der internetseite gar nicht kostenlos war. das hängt möglicher weise vom ergebnis der abrechnung ab, falls gekündigt wird. am besten du fragst einen anwalt, der diese spezifischen probleme überschaut.

        • Oliver Schmidt sagt:

          Hallo zusammen. ich möchte hier nun einmal etwas Positives berichten: Nach wochenlangem Studium diverser Foren und aufmerksamen Verfolgen dieses Blog habe ich Euren Rat befolgt und mich einem Anwalt anvertraut.
          Dies war die bislang beste Entscheidung! Zumindest in meinem Fall. Ich hatte mich hier an die Kanzlei “elixir &Partner”

          http://www.recht-hilfreich.de

          gewandt. Nach einer überaus freundlichen und kompetenten Einschätzung wurde mir angeboten, unverbindlich die Unterlagen zu studieren um etwaige Erfolgsaussichten auszuloten. Herr Martens (Inhaber der Kanzlei) hat mir hierbei eine überaus faire und erfolgsorientierte Abrechnung angeboten. Am Ende konnte Herr Martens für uns eine vorzeitige Vertragsauflösung und einen für die restliche Laufzeit entsprechenden Vergleich verhandeln. Hier mit einem wirklich höchst akzeptablen, und vor allem außergerichtlichen, Ergebnis. Ich kann diese Kanzlei absolut ruhigen Gewissens weiterempfehlen und möchte mich auch hier noch einmal für die kompetente und unkomplizierte Hilfe bedanken.

  108. Carlo Columno sagt:

    Dass der/die/das allseits beliebte Gerichtsreporter/in Gisela anderen Bloggern übermäßigen Alkoholgenuss unterstellt finde ich schon ziemlich grenzwertig. Aber da müssen in erster Linie mal die Betroffenen handeln. Viel interessanter aber ein aktueller Kommentar zu ihrem Blogpost vom 09.06.2012:

    Gisela Mertens sagte am 10. Juni 2012 um 11:12 :

    Du machst Dir überhaupt keine Vorstellung davon, was für höchst seltsame Erfahrungen ich als Bloggerin mache! Zum Beispiel die teils völlig unter allem Niveau liegenden Zuschriften, die ich auf meine Blogbeiträge hin erhalte. 80 Prozent aller Zuschriften, die ich bekomme, landen bei mir im Papierkorb. Nicht ohne vorher alles auszudrucken – das werde ich demnächst mal anderweitig publizistisch ausschlachten. Diese Kommentatoren, die mich beleidigen (!) und bedrohen (!), die werde ich herrlich vorführen …

    Und dann musst Du Dir mal angucken, was andere Leute meinen, über mich posten zu müssen! So was ist mir im Redaktionsalltag noch nie, aber wirklich noch nie, untergekommen.

    Soso, Readaktionsalltag also. Da fragt man sich: Postet der/die/das Gisela wirklich nur aus “Spass an der Freud”, wie bei einem kleinem Scharmützel mit einem Anwalt behauptet? Wenn ja, dann kann man wohl kaum von “Redaktionsalltag” sprechen. Wenn es aber eben nicht Spass an der Freud ist, dann muss es wohl zumindest nebenberuflich/gewerblich sein. Wo, bitte schön, ist dann das gesetzlich vorgeschriebene Impressum???
    Für den Fall, dass der Kommentar – hexhex – verschwinden sollte: Ist gesichert ;-)

  109. Anka sagt:

    Lol, das Giselchen droht indirekt – rette sich, wer kann! *bibber* “nixwieweg*

  110. Expeditionsteilnehmer sagt:

    Das mit Giselas Redaktionsalltag dürfte sich genauso verhalten wie bei Ihren “Kollegen” Fred Kaier aus Steinhagen aka konsumer.info und Jörg Reinholz aus Kassel. Alle drei Personen zusammen nehmen sich wichtiger als der Papst, hat es den Anschein und dass gelingt Ihnen nur durch dieses Medium Internet. Kein Hahn hätte im Zeitalter von Vokuhila nach deren Ergüssen gekräht. Wobei ich durchaus den Eindruck habe, das Gisela hat Journalismus etwas mehr gelernt als Fred und Jörg, die immer nur ermitteln und Nichts kommt dabei raus. Fred ist ganz abgetaucht, sitzt vielleicht gar Ordnungshaft ab, und Jörg, der das schon hinter sich hat, kündigt ständig nur Action an, ohne dass Bomben auf Oberkassel fallen. Mir scheinen alle 3 wie überhaupt Blogger Maulhelden zu sein. Da lob ich mir die Rocker um Easy Rider und Dittsche aufm Kiez nachts um halb 3 mit nen Astra inner Flosse und nicht dieses miese Prager Pils! Jungs, mädels, Anka … Vertragt Euch!!

    • NVA-Konteradmiral sagt:

      [Meine persönliche Einschätzung:]
      Also Fred K. sitzt (noch) keine Ordnungshaft ab, er hat allerdings ernste familienrechtliche Probleme. Jörg R. ist diesbezüglich ein Lebenskünstler, an dem alles abprallt.

      “Gisela” ist der verlängerte Arm des Euroweb-Pressesprechers, darum auch der stets freundlich-überlegene Tonfall. Auf Scharmützel mit Kommentatoren lässt “sie” sich gar nicht erst ein – ganz im Unterschied zu Jörg R.

      Man erkennt hier sehr rasch die jeweiligen Interessenslagen: “Gisela” will die Euroweb promoten, solange es noch geht; Jörg R. will ordentlich auf den Putz hauen und Reaktionen auf seine Provokationen sehen – und Fred K. ist völlig planlos.

      Was den hiesigen Blogmaster angeht: Der möchte seine Negativ-Erfahrung mit der Euroweb adäquat verarbeiten und schlussendlich abhaken.

      Hinzu kommen die Kommentatoren aller Couleurs, die -im Wesentlichen- “auch mal was sagen” wollen.

      • Andreas Neuber sagt:

        Verehrter Admiral,

        dem kann ich mich anschließen. Warum warten nicht alle Beteiligten mal ein halbes Jahr ab, dann spätestens weiß man, was die diversen Klage- und Verfügungsverfahren gebracht haben.
        Über die charakterliche Integrität der einen oder anderen Seite ist doch nun wirklich genug gesagt worden.

        • Holmes sagt:

          Abwarten ist aus meiner Sicht keine gute Option. Die hier diskutierten und meines Erachtens zumindest fragwürdigen Neukundenakquisitionen der besagten Firma und deren Töchter werden ja wahrscheinlich auch nicht für ein halbes Jahr auf Eis gelegt. Von daher sollte ruhig weiter darauf aufmerksam gemacht werden, dass man sich die Leistungen und Kosten der angebotenen Dienstleistungen VOR Vertragsunterschrift genau ansieht. Denn NACH erfolgter Unterschrift kann es teuer werden.

        • Anka sagt:

          Gerade die Aktualität der Urteile ist ausschlaggebend, nicht ihre Geschichte, Herr Neuber. Abwarten würde ich in vielen Dingen empfehlen, doch in diesem einen nicht.

  111. Roger Takeshi Ebert sagt:

    Guten Abend Allerseits,
    hat sich ja während meiner digitalen Abwesenheit einiges getan, nur nichts erhebliches, so scheint es mir. Die ewiggleichen Personen posten ihre Sicht der Dinge, der Bloggbetreiber zensiert, nachdem er sich dem Anschein nach einige Male hat unterwerfen müssen, was ihn ein paar Taler gekostet haben dürfte. Dass wiederum schmerzt glaube ich nicht wirklich, soll er doch dem Vernehmen nach inzwischen für jede Auskunft bzw. Beihilfe an verfahrensbeteiligte Kunden einen Obulus erheben von bis zu 500 EUR – damit lässt es sich leben! Inhaltlich ist nach meinem Dafürhalten durch ein Urteil des Landgerichts Chemnitz und einen dieses bestätigenden Beschluss des zuständigen Berufungsgerichts Dresden, nach welchem nunmehr die vorgenommene Abrechnung wohl schlüssig sein soll, die Waage der Gerechtigkeit zugunsten der Firma und ihrer umtriebigen Anwälte ausgeschlagen. Bleibt abzuwarten, wie die Instanzgerichten hierauf reagieren, sollten die bei ihrer abweisenden Haltung bleiben, dürfte das der Firma herzlich egal sein, da im Ergebnis all diese sympathischen, klageabweisenden Urteile keine Rechtskraft und keine Bindungswirkung entfalten. Abgerechnet wird, das sollte allen bewußt sein, nach Abschluss der Berufungsinstant. Und so wie ich das hier verstanden habe, sind die relevanten Berufungsgerichte Düsseldorf, Berlin und Dresden auf Kurs mit der “keine ersparten Aufwendungen” Linie der Firma, jedenfalls veröffentlicht auch der Blogbetreiber hier keine anderslautenden Urteile. Genauso wenig der selbsternannte “Mitbewerber” Reinholz auf seiner URL. Zieht man die Polemik ab, bleibt in meinen Augen auf Seiten der Blogger Nichts und auf Seiten der Firma ziemlich viel Geld hängen. Für mich seid ihr alle hier die fighting Irish, sympathische Underdogs mit Herz und Biß und Euroweb ist wie Spanien: im unterkühlten Kurzpassspiel wird durch eine Bandbreite taktischer Möglichkeiten der Titel geholt. Bitte, falls ich helfen kann, sagt mir wie?

    • Andreas Neuber sagt:

      Lieber Roger Takeshi Ebert

      kurzweiliger und frecher Beitrag könnte man meinen, wenn nicht diese “böse” Unterstellung mit dem Obolus wäre.

      Ich ging (bisher) davon aus, dass es rein altruistische Gründe wären, die den Beweggrund für die hiesige Beratung bildeten.

      Kommt eine Richtigstellung oder ein Beweis ?

    • Thorsten Romaker sagt:

      Wieder einmal ein jämmerlicher Versuch jemanden zu diskreditieren und die Realität zu negieren.

  112. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    der selbsternannte “Mitbewerber” Reinholz

    Ich habe mich nicht selbst zum Mitbewerber der Euroweb ernannt, mich hat die Euroweb zum Wettbewerber ernannt – wodurch ich mich wiederum beleidigt fühle.

    Zumal ich – anders als die Euroweb und die Kanzlei Berger – hinsichtlich dieser Tatsache nicht innerhalb weniger Tage konträr vortrage. Je nach prozessualer Situation, was dann hinsichtlich der Tatsachentreue gemäß § 138 ZPO nicht mehr nur fragwürdig sondern sogar höchst bedenklich wirkt.

    Ich hätte eine kitzekleine Frage

    “Inhaltlich ist nach meinem Dafürhalten durch ein Urteil des Landgerichts Chemnitz und einen dieses bestätigenden Beschluss des zuständigen Berufungsgerichts Dresden, nach welchem nunmehr die vorgenommene Abrechnung wohl schlüssig sein soll,”

    Das ist doch das uralte Zeug vom Dezember 2011. Inzwischen erging in Chemnitz ein ganz anders Urteil.

  113. Roger Takeshi Ebert sagt:

    Sicherlich hat der Blogbetreiber viele Gründe, die ihn befeuern, altruistisch dürfte keiner von ihnen sein – wäre das anders, fände ich das auch weit schlimmer, als die Tatsache, für seine Hilfe und Unterstützung einen geldwerten Vorteil einzufordern. Ein freier Mensch ist nur sich selbst verpflichtet und gewährt anderen Menschen nur dann einen Vorteil, wenn diese Handlung im selbst auch etwas einbringt. Das ist die Grundformel, die die westliche Welt bewegt: dem Staat Griechenland wird (nur) solange geholfen, wie diese “Hilfe” der helfenden “Gemeinschaft” vermeintlich nützt. Warum sollte sich der Bloggbetreiber anders verhalten? Die Firma betreibt ihr rigoroses Inkasso auch nur aus dem Grund, dass es ihr einen Vorteil einbringt: Die Einnahmen aus dem Inkassogeschäft sollten die Ausgaben für dasselbe übersteigen, so dass ein Gewinn verbleibt. Die Spieletheorie hat dafür ein Begriffspaar gebildet, “tit for tat”, nach welchem die Protagonisten eines Systems ihre eigenen Ziele optimal verfolgen können, ohne das Ziel der anderen Partei ernsthaft zu gefâhrden. So soll es dem Vernehmen nach im Wrestling Geschäft ablaufen und nach diesem Prinzip setzen sich in ihren Spielgruppen sowohl Deutschland und Dänemark als auch Spanien und Kroatien durch…was ich nicht weiß, ist, ob der Blogbetreiber auch Fussballfan ist? Typischerweise wird in diesen Tagen ein “Event” wie die Spiele der EM per public viewing genossen und Firmen richten eigene Locations dafür ein. Auch das speist sich jedoch nicht aus Altruismus, sondern dient wiederum ganz eigenen, persönlichen Zielen der Viewer und Organisatoren. Na ja, Hauptsache “Wir” werden Weltmeister dürften sich alle Beteiligten denken mit Ausnahme vielleicht von Jörg Reinholz, dessen Team bereits 1990 aus dem Verkehr gezogen wurde, indem es sich selbst disqualifiziert hat. Ein Verhalten das ihm ebenso wie das damit einhergehende Gefühl bekannt sein dürfte. Interessant ist, dass hier in diesem circus maximus seit kurzem sein Freund “Neubär” aus “Krähfeld” mitspielt. Dürfen wir also erwarten, dass Günter Dörr wie Bobby Ewing seinerzeit in “Dallas” aus den ewigen Jagdgründen wieder emporsteigt, um JR in Schach zu halten und Pam aka Anka um Verzeihung zu bitten. Der Unterhaltungswert hier ist jedenfalls hoch, sein Informationswert hingegen verflacht zunehmend. Doch auch das entspricht dem Zeitgeist, alles und jeden zu kommerzialisieren. Gebt nur Signal wenn ich helfen kann?

  114. AndyS sagt:

    Das, was Roger Takeshi Ebert schreibt, soll wohl wieder mal Mißtrauen säen. Dass sich Betroffene, die sich vernetzen, besser gerüstet sind, um gegen den großen Partner anzukommen, ist offensichtlich. Dass dabei einige Betroffene mehr Arbeit als andere leisten, ist genauso richtig. Davon lebt Selbsthilfe. Wir sind jedenfalls dem besagten Blogbetreiber dankbar, denn die darüber verbeiteten Infos haben vielen Betroffenen geholfen und tun das noch. Einer hat halt mal die Initiative ergriffen, andere nutzen das mit, aber sie tragen auch gleichzeitig mit Beiträgen und Infos, die auch sie zur Verfügung stellen, mit zum Erfolg bei. Auch wenn einer sein Gesicht hinhält, sind wir doch viele. Das möge auch der große Partner nicht vergessen.

  115. NVA-Konteradmiral sagt:

    Mr Takeshi-Castle übersieht ganz offensichtlich, dass jedes Hobby unentgeltlich ausgeübt wird – der Gewinn liegt in inneren Werten, die man in Glücksgefühlen, nicht aber Geld messen kann.

    Ganz abgesehen davon ist es absurd, einem “Abzockopfer” zu unterstellen, es würde sein Geld ausgerechnet einem “Anti-Abzocker” in den Rachen werfen. Ein aussteigewilliger Eurowebkunde kalkuliert sehr genau, ob die vorzeitige Kündigung inklusive Anwaltskosten tatsächlich billiger kommt als die restliche Vertragslaufzeit.

    Man kann den bekannten Bloggern moralische Bedenklichkeit attestieren – nicht aber Bereicherungsabsichten. Der eine oder andere ungewaschene Geldschein kommt selbst in den besten Kreisen vor!

  116. huk sagt:

    Auf der Berger-Law Seite wird seit kurzem ein Urteil des Landgerichts Chemnitz Az. 5 O 1443/11 gelobt, dass eine angeblich im vordringende Literaturmeinung eines Prof.Dr. Frank Peters “Die Abrechnung eines gekündigten Internet-System-Vertrags, NZBau 2012, 149-150″ übernommen habe.

    Da ich weder das Urteil noch den Aufsatz kenne, kann ich mir leider auch keine eigene Meinung bilden, was an dieser angeblichen “Sonderlösung des BGH” dran ist. Ich gehe davon aus, dass sowohl Urteil als auch Aufsatz demnächst im Internet nachlesbar sein dürften.

    Aber etwas anderes macht mich stutzig: In scheinbar gut unterrichteten Kreisen in und um das Landgericht Düsseldorf hat man jedenfalls Anfang letzten Jahres gemunkelt, dass sich Euroweb von der renomierten Düsseldorfer Rechtsanwälten Kapellmann und Partner wegen der Abrechnung nach § 649 BGB beraten lassen würde. Die Anwälte von Kapellmann sollen gut sein. Dieses Gerücht hatte in der Folgezeit wohl den einen oder anderen Düsseldorfer Richter nicht ganz unbeeindruckt gelassen.

    Der Kanzleigründer Kappelmann ist u.a. geschäftsführender Herausgeber der juristischen Fachzeitschrift “Neue Zeitschrift für Baurecht und Vergaberecht” (NZBau). Auch der Prof. Peters ist immerhin Mit-Herausgeber der NZBau. Da will man natürlich nichts unterstellen, aber seltsam ist es schon, wenn just in der von Kapellmann geschäftsführend herausgegebenen Zeitschrift eine “Meinung aus Hamburg” veröffentlicht wird, auf die sich dann Euroweb mit dem Hinweis beruft, es handele sich um eine “im Vordringen befindliche Rechtsansicht”. Das kann selbstverständlich auch reiner Zufall sein.

    Mich würde es vor diesem Hintergrund nicht überraschen, wenn der eine oder andere sich jetzt leise denkt, dass auch (oder insbesondere) da wo freie Forschung und Lehre draufsteht öfter mal ergebnisorientierte Lobbyarbeit drinstecken könnte. Mich würde es genausowenig überraschen, wenn der eine oder andere aus dem Dunstkreis von Euroweb laut denken würde: “alles nur Gerücht und Zufall, jedenfalls in der Sache hat der Hamburger Professor die zutreffende Rechtsansicht, nämlich unsere”.

    Gleichwohl sollte man zunächst den Inhalt dieser “im Vordringen befindliche Rechtsansicht” kennen und besser auch prüfen, bevor man diese Meinung teilt oder ablehnt. Ob das Landgericht Chemnitz diese “im Vordringen befindliche Rechtsansicht” ebenfalls geprüft hat, ist hier bislang unbekannt; das von Berger-Law kolportierte Urteil läßt hier leider nur Spekulationen zu.

  117. Thorsten Romaker sagt:

    Die Verknüpfung Kapellmann – Berger – Euroweb kann ich durch mir vorliegende Schriftsätze bestätigen.

  118. Thorsten Romaker sagt:

    Auch wenn auf der kanzleieigenen Seite des Herrn Berger mit vielen Worten eine “Sonderlösung des BGH” propagiert und von vordringenden Meinungen gesprochen wird, so scheint die Reihe der Niederlagen und kostspieligen Vergleiche zum Nachteil der Euroweb kein Ende nehmen zu wollen.
    http://www.ra-langenfeld.de/4_aktuelles-12.html

  119. Frau Luna sagt:

    … von oben herab gucke ich auf diesen Blog und schimpfe mit dem

    Wind, dem Wind,
    dem himmlischen Kind,

    der meinen Blick hierhin verirren ließ.

    Schund. Schand. Schind.
    Kübelweise Dreck wird hier (statt im eigenen Abfalleimer) ausgekippt.
    Mein Blick will enteilen geschwind.

    Doch der Wind, der Wind singt mir ein Lied und wispert: „Lies!“
    Ach nein, warum?, alles, aber alles ist hier so mies.
    Wind, nimm Anlauf und verweh ihn, diesen
    Schund. Schand. Schind.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Anka schrieb folgendes ins “Poesiealbum”

      Sagen wir’s mit Schillers Glocke:
      Hier geht’s doch um die AB-ZOCKE!

      Fest gemauert in den Hirnen
      Steht die Form, aus Geld gebrannt.
      Soll heute wohl zur Website werden?
      Drück-Gesellen, seid zur Hand.

      Zum Werke, das sie ernst bereiten,
      Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
      Wenn schlaue Reden sie begleiten,
      Dann fließt die Kohle munter fort.

      Was in Bloggers tiefer Grube
      Eine Hand mit Tasten baut,
      Gibt es sogar auf You-Tub(e),
      Schreien alle Spatzen laut:

      Giselunas Güsse seh ich entspringen,
      Wohl! Die Massen sind im Netz.
      Laßt’s mit Wissen es durchdringen:
      Laßt uns fordern Recht und Gesetz!

  120. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Nun, Frau Luna … sie schrieben:

    Kübelweise Dreck wird hier (statt im eigenen Abfalleimer) ausgekippt.

    Da Sie so gern dichten:

    Ich sag’s Dir unumwunden,
    der Dreck ist nicht erfunden.
    Wir schreiben hier was auch passiert,
    damit der Bürger es kapiert:
    Das Euroweb-”Geschäftsmodell” ist
    widerwärtig und ganz schnell
    als Masche nun im Land bekannt!
    Und dann noch, dies ist wichtig:
    Verträge sind oft nichtig!
    Zur Euroweb, da sagen wir
    ganz klar – und prompt,
    Es ist bei dieser Firma wahr
    dass “Vertrag” nicht von “vertragen” kommt.

  121. Thorsten Romaker sagt:

    Ein Schreiben der Kanzlei Berger vom heutigen Tage verspricht zusätzliche Kosten für mich, sollte ich nicht dem Gusto des Herrn Berger und den Ausführungen des Herrn Preuss folgen wollen.
    Eine Gegendarstellung soll veröffentlicht werden – rechtliche Grundlagen und inhaltliche Aussagen sind zu prüfen und dies nicht nur auf seiten des Blogbetreibers.
    Morgen mehr dazu

  122. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Der Berliner Anwalt Andreas Böhm hat einen Artikel dazu veröffentlicht:

    http://www.boehmanwaltskanzlei.de/gegendarstellungsanspruch

    Er geht darin auf ein paar Besonderheiten ein:

    “Als einziges Rechtsmittel im Presserecht ist es für den Gegendarstel­lungsanspruch nicht erforderlich, dass die zugrunde liegende Berichterstat­tung rechtswidrig war. Der Anspruch kann damit, unabhängig von der Frage ob die Berichter­stattung wahr oder unwahr ist, geltend gemacht werden. Eine Überprüfung auf Wahrheit oder Unwahrheit findet grundsätzlich nicht statt.”

    Wichtige Punkte:

    - Eine Gegendarstellung gegen Meinungsäußerungen ist unzulässig.
    - Es müssen Formvorschriften eingehalten werden.
    - Es dürfen keine Rechte verletzt werden! Das betrifft Rechte Dritter, aber auch z.B. des für die Erstnachricht verantwortlichen. (So weit zu “Eine Überprüfung auf Wahrheit oder Unwahrheit findet grundsätzlich nicht statt.”)
    - Der Betroffene kann sich nicht auf ein berechtigtes Interesse berufen, wenn er irreführende Angaben macht oder offensichtlich unwahre Tatsachen behauptet.
    - Der Umfang muss angemessen sein. Der Umfang ist in jedem Fall dann angemessen, wenn der Umfang der Erstmitteilung (das ist die Mitteilung, der entgegengestellt wird) nicht überschritten wird.
    - Der Gegendarstellungsanspruch muss unverzüglich nach Veröffentlichung der Erstmitteilung geltend gemacht werden.
    -Alles oder nichts: Bei Nichtbeachtung auch nur einer Voraussetzung muss mangels Anspruch die gesamte Gegendarstellung nicht veröffentlicht werden.

  123. Jörg Reinholz, "Schlosser" sagt:

    Ich habe unter der URL unten eine Musterstrafanzeige veröffentlicht, in der ich nach meiner Auffassung ziemlich exakt herausgearbeitet habe, worin denn meiner Rechtsansicht nach die arglistige Täuschung und demnach die Täuschungshandlung des Betruges liegt:

    http://joerg-reinholz.blogspot.de/p/musterstrafanzeige.html

  124. Anonymous sagt:

    Danke für diesen Blog. Er hat mich vor größerem Schaden bewahrt.

    Heute tauchte bei mir ein Medienberater der Firma “internet Online Media GmbH” auf. Man möchte mich als Referenzkunden anwerben aber mit dem Hinweis: Die Firma nimmt nicht jeden.

    Folgendes wurde angeboten: Online-Werbekampagne mit Google Adwords auf Seite 1.

    Normal hätte dieser Vertrag für den Standardkunden monatlich 89 Euro für das System gekostet, vom Werbebudget bei Google wären 19,7 % als Transaktionskosten abgegangen, für die Einrichtung des Webaccounts wären 299 Euro und die Erstellungskosten für die Kampagne hätte einmalig 699 Euro gekostet.

    Für Referenzkunden hätte es lediglich 89 Euro im Monat gekostet. Dieser Betrag wäre für 48 Monate fest garantiert. Hörte sich gut an.

    Doch ich bin über die Vertragslaufzeit von 48 Monaten gestolpert. 48 Monate Laufzeit ohne Ausstiegsklausel falls die Aktion nicht den gewünschten Erfolg bringt? Das war für mich nicht akzeptabel.

    Habe mir Bedenkzeit ausgebeten und den Berater nachhause geschickt und habe das Internet befragt. Und da bin ich auf diese gute Seite gestoßen. Danke für die umfassende Darstellung und viel Erfolg bei der Durchsetzung der eigenen Ansprüche gegenüber der Firma.

    Ich hoffe, dass diese Art von Firmen irgendwann in der Versenkung verschwinden.

    • Anka sagt:

      Gut, daß Sie sich die Zeit genommen haben und vor dem Unterzeichnen des Vertrages noch einmal im Internet nachgeschaut haben! :)
      Gruß von Anka

  125. huk sagt:

    Berger-Law berichtet auf seiner Internetseite von einem Hinweisbeschluss des OLG Naumburg. Offensichtlich gibt es immer wieder Schwierigkeiten, sich gegen die nach meiner Ansicht regelmäßig unvollständige Abrechnung von Euroweb nach § 649 BGB effektiv zur Wehr zu setzen. Dabei sah das Vertriebsmodell bis ins Jahr 2012 die Methode des so genannten Antiverkaufs vor, wobei dem Referenzkunden regemäßig eine Investion in seinen Betrieb in Form eines reservierten Budgets versprochen wurde. Aus diesem Budget sollte – so jedenfalls die Vertriebsschulungsunterlagen und deren Marketinprospekt “Marketingaktion der Euroweb” – die Erstellungskosten für die Internetseite sowie die Suchmaschinenoptimierung und ein wesentlicher Teil der so genannten Servicekosten für den Referenzkunden von Euroweb übernommen werden. Hierzu wurde ausdrücklich das Budget jeweils für den betroffenen Referenzkunden reserviert, damit es nicht für andere Referenzkunden verbrauchtwerden konnte. Soweit ersichtlich, hat sich das LG Düsseldorf in einer in diesem Blog veröffentlichen Entscheidung –
    13 O 317/10 – diesem Problem angenommen. Aber auch die hier veröffentlichte Entscheidung des LG Düsseldorf – 33 O 73/11 – und der Beschluss des LG Berlin liefern wertvolle Ansatzpunkte, um die Abrechnung von Euroweb mehr als nur in Frage zu stellen. Die Auflistung ist natürlich nicht abschließend. Man kann deshalb nur hoffen, dass sich der am Verfahren vor dem OLG Naumburg betroffene Referenzkunde eingehend mit den in diesem Blog veröffentlichten Entscheidungen vertraut macht.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Gerade zu dem hier zitierten Urteil 33 O 73/11 erging in der Berufungsverhandlung vor dem 23. Zivilsenat des OLG Düsseldorf ein beachtenswerter Beschluss, der, wie ich meine, in eklatantem Widerspruch zum Beschluss des OLG Naumburg steht. Mit diesem Beschluss wird nicht nur das persönliche Erscheinen des Herren Preuß vor Gericht angeordnet, es wird auch ausführlich auf die Schlüssigkeit der Abrechnung nach §649 Satz 2 und 3 BGB eingegangen. Eine Nichtigkeit des Vertrages nach § 123 Abs.1, 142 BGB steht, aufgrund der erklärten Anfechtung wegen arglistiger Täuschung, im Raume. Hierzu wird Beweis zu erheben sein, heißt es in dem Beschluß.
      Abschließend schlägt der Senat einen Vergleich auf Grundlage des § 649 Satz 3 BGB vor, was einer Zahlung von 263,75 € gleichkäme – allerdings sollte man sich dann auch so vergleichen, dass Euroweb 95% der Rechtsanwaltskosten des Referenzkunden zu zahlen hätte.
      Sollte es jedoch sowohl vor dem OLG Naumburg, wie auch vor dem OLG Düsseldorf zu einem Urteil kommen und diese den jeweiligen Beschlüssen folgen, so könnte u.U. einmal mehr der BGH um Rat befragt werden.
      Eine ausführliche Würdigung des Beschlusses aus Düsseldorf folgt zeitnah.

  126. Anonymous sagt:

    Berger-Law berichtet auf seiner Internetseite von einem Hinweisbeschluss des OLG Naumburg. Offensichtlich gibt es immer wieder Schwierigkeiten, sich gegen die nach meiner Ansicht regelmäßig unvollständige Abrechnung von Euroweb nach § 649 BGB effektiv zur Wehr zu setzen.

    Das ist eine Frage der Interpretation. Eine Suche nach “9 U 108/12 blogspot.com” leitet Dich zu einem Artikel, der den Bericht des Herrn Berger in dessen Bestandteile zerlegt, neu zusammensetzt und dann die – ganz anders klingenden – Schlüsse zieht. Demnach wird die Euroweb wohl nur etwa 650 statt der geforderten ca. 9200 Euro bekommen.

    • huk sagt:

      Sicher ist die Berichterstattung der Autoren von Berger-Law bislang immer auch von einer interessengesteuerten eigenwilligen Interpretation geprägt. Deshalb ist grundsätzlich auch mehr als Vorsicht geboten, nichts davon ungeprüft zu übernehmen. Man darf wohl davon ausgehen, dass sich die dortige Berichterstattung nicht mehr selbst widerlegen will, und deshalb solche Gerichtsbeschlüsse nicht mehr veröffentlicht werden, sondern nur darüber “berichtet” wird.

      Leider ist der Gerichtsbeschluss nicht im Wortlaut veröffentlicht und so besteht zumindest auch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Interpretaion, auf die sich Anonymous bezieht, sich als Fehlspekulation erweist. Auch dort ist also Vorsicht geboten.

      Darauf kommt es aber gar nicht so sehr an, wie ich meine. Es kommt vielmehr darauf an, auf so einen gerichtlichen Hinweis – einmal unterstellt er sei im Wesentlichen richtig wiedergegeben – möglichst erfolgsversprechend zu reagieren. Mein Hinweis auf die in diesen Blog veröffentlichten Urteile zielte gerade darauf ab, diese als wertvollen und tragenden Fundus für eine möglichst erfolgsversprechende rechtliche Auseinandersetzung zu nutzen und sich eben nicht auf die zum Teil eigenwilligen Interpretationen bzw. Berichterstattung mehr oder minder versierter Autoren zu beschränken oder sich gar von solchen einschüchtern zu lassen.

      Um so wichtiger wird auch der bereits angekündigte Hinweisbeschluss des OLG Düsseldorf sein, der nach den Ankündigungen von Thorsten Romaker weitere erfolgsversprechende Ansätze enthalten wird.

      • Oberst a.D. sagt:

        Raider heißt jetzt Twix, “Schlosser” ist jetzt Anonymus, die “Enthüllungen” hier werden immer platter: Dass der “Herr Preuß” durch das OLG persönlich geladen wurde, ist jetzt also Top News?!? Oder etwa, dass “das T-Konto” vorgelegt werden soll?? Oder doch die Information, dass die vorgenommene Abrechnung grundsätzlich ausreichen könnte, ohne dass überhaupt eine “Kalkulationsgrundlage” dargebracht wurde?! Uiuiui ich muss schon sagen, dieser Beschluss des OLG Düsseldorf beinhaltet echte Sprengkraft – nur wohl kaum zum Nachteil der Euroweb/ Webstyle… Na ja, ein huk oder der anonyme Schlosser werden uns bestimmt bald die Welt erklären, ansonsten lesen wir eben wieder “berger’s law” oder bei das Gisela nach, sollen wir?!

  127. huk sagt:

    Ein neuer, wenn auch etwas verwirrender Artikel bei Berger-Law gibt Anlass zur Freude. Das Landgericht Düsseldorf (Az.:11 O 29/11) hat nach Angaben von Berger-Law die Nichtigkeit eines Internet-System-Vertrages wegen arglistiger Täuschung festgestellt. Das Urteil soll am 2. August 2012 gefällt worden sein. Na also!

    Die dortige Überschrift passt zwar nicht ganz zu der dort verkündeten frohen Botschaft, weil man ja vermuten soll, die Überschrift gäbe den Inhalt der aktuellen Entscheidung wieder. Macht aber nichts, bzw. nur die Hälfte, weil die eigentliche Nachricht ja offensichtlich vom Ergbnis her richtig dargestellt wurde. Das Landgericht Düsseldorf – so Berger-Law – hat in seinem Urteil festgestellt, dass Euroweb einen Referenzkunden arglistig täuschte.

    Da stört der sich auffällig wiederholende Einschub “unstreitig” auch nicht wirklich. Offensichtlich sollen hier verschiedene von Euroweb behauptete Umstände als vermeintliche “Tatsachen” suggeriert werden, weil sie von Euroweb angeblich nicht bewiesen werden mussten. Das klingt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens, indem es um die Frage der arglistigen Täuschung durch Euroweb geht, zunächst ungewöhnlich. Feststeht danach jedoch nur, das die Umstände auf die sich Euroweb insoweit beruft, wie z.B. das es Kunden neben Referenzkunden geben soll, die die mehr als doppelt so vile wie die Referenzkunden zahlen, bislang nicht bewiesen worden ist. Da könnte man aber auch wirklich staunen, wenn Euroweb ein solcher Beweis jemals gelingen würde.

  128. Carlo Columno sagt:

    So, dann habe ich jetzt den Beweis, dass nicht nur die Gisela nicht echt ist, sondern auch die Kommentare auf ihrem (un)lustigen Blögchen: Zu Ihrem “Artikel” ‘J.R. wünscht sich das „Lied vom Tod“ – Ist der WAHNsinnige bald seine Internet-Domains los?’ vom 18.08.2012 hat “Schmitt” am selben Tag um 23:23 Uhr einen Kommentar abgelassen, auf den “Menschenskinder” kurz danach (am 19.08. um 0:09 Uhr) antwortete…
    Komischer Weise zeigt aber eine Hardcopy der Gerichtsreporterin-Seite von heute (ebenfalls 19.08.) morgen, 10:00 Uhr noch GAR KEINE Kommentare.
    Wie kann es denn eine Antwort zu einem Kommentar geben, der gar nicht veröffentlicht ist??? Doch wohl nur, wenn man alles selbst verfasst!

  129. huk sagt:

    Ein weiterer Bericht bei Berger-Law gibt Anlass zum Staunen. Danach soll das OLG Bamberg ein für die “berüchtigte” Euroweb-Tochter Webstyle unerfreuliches Urteil aus Hof zuerst “gekippt” und dann wieder “aufgehoben” haben. Dieses “Rütteln” am Urteil aus Hof führte dann erstaunlicher Weise zu keiner Entscheidung des OLG Bamberg über die Berufung.

    Denn Webstyle hat das Berufungsverfahren durch Abschluss eines Vergleichs mit dem Referenzkunden beendet. Der Inhalt des Vergleichs, insbesondere die Kostenquote, die einen gewissen Aufschluss auf anteiligen Erfolg und Misserfolg geben könnte, bleibt wohl aus guten Gründen im Wesentlichen geheim. Dadurch wird ein gewisser Raum für Spekulationen eröffnet und offensichtlich soll der Eindruck erweckt werden, der Referenzkunde müsse die gesamte eingeklagte Forderung bezahlen, allerdings in Raten zu je 100,-. Diese Form der Irreführung durch Suggestion ist ja mittlerweile hinlänglich aus den Schulungsunterlagen für Marketingbeautragte von Euroweb bekannt.

    Bedauerlich finde ich den Vergleichschluss aber für den betroffenen Referenzkunden, da gerade der hier veröffentlichte Artikel “Euroweb-Anwälte widersprechen sich in ihren Vorträgen” doch
    einiges zu Tage gefördert hat, um die Glaubwürdigkeit der Abrechnungsweise von Webstyle mehr als in Frage zu stellen.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Tatsächlich kam mir zu Ohren, dass die Firma Webstyle gerade in letzter Zeit gehäuft Vergleichsangebote in Höhe von 300 – 500 Euro machen soll. Allein dies könnte durchaus Raum für Spekulationen geben.

  130. Mitlesender_aus_Berlin sagt:
  131. huk sagt:

    Und wieder gibt ein neuer Bericht bei Berger-Law weiteren Anlass zum staunen. Dort wird über eine Einstweilige Verfügung gegen den WDR berichtet, wonach dieser es zu unterlassen habe, bestimmte Behauptungen in Bezug auf die Geschäftspraktiken von Euroweb zu verbreiten.

    Das Verbreiten diese inkriminierten Behauptungen über die Geschäftspraktiken von Euroweb wird nun von Berger-Law selbst vorgenommen. Das ist doch auch etwas und wird vielleicht sogar den WDR freuen.

  132. Thorsten Romaker sagt:

    In einem weiteren Verfahren wird die arglistige Täuschung durch die Firma Euroweb bestätigt. Besonders pikant dürfte hier die Einschätzung des Gerichts zu einem neuen Vertrag (einer Vertragserweiterung), in dem ein lokaler Werbeeintrag vereinbart wurde, sein. Das Prozedere ist sicherlich einigen Referenzkunden geläufig und die Anrufe noch in “guter” Erinnerung. Auch hier geht das Gericht, soweit ich es verstehe, von einer arglistigen Täuschung aus. Das Urteil wird noch diese Woche hier zur Diskussion veröffentlicht werden.
    Auffallend erscheinen mir, wie ich finde, in letzter Zeit gefühlt gehäuft vorkommende Vergleichsangebote der Firmen Euroweb / Webstyle im Bereich um 300-350 Euro . Dies könnte evtl. mit den mir zugetragenen deutlich sinkenden Vertragsabschlüssen zusammen hängen, sofern man diesen Glauben schenken mag.
    Demnächst mehr.

  133. Thorsten Romaker sagt:

    Nachdem schon viele Äusserungen des Gisela auf Jurablogs.de entfernt wurden, dürfte auch der sonstige Sermon nur noch eine Frage der Zeit sein

  134. Holmes sagt:

    Gibt es einen Grund dafür, warum die Zeitabstände von hilfreichen Veröffentlichungen in Sachen EW und ihrer Töchter in letzter Zeit immer länger werden?
    Fände es extrem schade, wenn dieser informative Blog zum erliegen kommt.
    Herr Romaker, bitte machen Sie weiter! Sie können gar nicht abschätzen, wie vielen Menschen Sie mit Ihren Recherchen und Berichten über die -wie ich finde- üblen Machenschaften der EW bzw. ihrer Töchter helfen. Die Anzahl dieser Menschen, die auf die fiesen Tricks “Verkaufsstrategie” der EW-Mitarbeiter reinfallen wächst m.E. nach wie vor täglich.

    • Thorsten Romaker sagt:

      In letzter Zeit wird von Seiten der Kanzlei Berger scheinbar erhöhte Aufmerksamkeit auf das Vermeiden von negativen Urteilen verwand und stattdessen die Flucht in Vergleiche gesucht. Nach meinem Kenntnisstand werden dabei “regelmäßig” Summen zwischen 300 und 500 Euro für den jeweiligen Referenzkunden fällig. Vermutlich möchte man so die negative Berichterstattung über das Geschäftsmodell der Euroweb zum Erliegen bringen, um so ungestört dem Tagesgeschäft nachgehen zu können. Mit der Gründung des Vereins “Referenzkundenschutz e.V. – Bundesverband gegen unlautere Geschäftsmethoden” werden wir dieses Ansinnen zu verhindern wissen und die Informationen für unsere Mitglieder noch besser strukturiert und aufgearbeitet zur Verfügung stellen. Sie können also sicher sein, dass wir engagiert und voller Elan weiter an unserem Ziel arbeiten und die “Referenzkundenmasche” ganz bestimmt nicht in Vergessenheit geraten lassen.

  135. Holmes sagt:

    Plies heff a luck ät sis… aua dier frend denniell is a riel gutt inglisch spieker.
    End hie känn iksplähn se bisnissmoddl werri well. wisaut bi ing nöawas…

    http://www.yo*t*be.com/watch?v=vrek20d1wQE

  136. Sehr geehrte Damen und Herren!
    Ihr Engagement in alles Ehren finde ich es dennoch unanständig, wie Sie hier agitieren. Der User Holmes sollte sich schämen. Früher hätten wir eine solche Person bei der Ehre gefordert und ein Treffen arrangiert um 5.45 Uhr im Wald von Elwyn. Ich bezweifele ganz erheblich, dass er Holmes im Stande wäre, zwei Kartellträger zu stellen, noch dass er Holmes mit dem Säbel umzugehen weiß. Und Du, Thorsten? Machst Dich gemein und verfällst in Größenwahn, der sich darin zeigt, dass Du im Vereinsregister der Stadt Düsseldorf am Rhein Dich als Vorsitzender eines “Bundesverbandes” eintragen lässt mit einem Stellvertreter Wachs aus Meine (?) im Markt bekannt und im Gebäude Justizias an der Cecilienallee belächelt: “Darf’s eine Fortbildung im Prozessrecht sein, der Herr? Am 15. Oktober sind Plätze frei…” Er glaubt, er war ein dutzendemal beim BGH – ein Mal zu wenig, wie es scheint… Und dann hat er, der Gerichtshof, sich verändert seitdem: Fünf waren es, fünf werden zur Entscheidung berufen sein, doch drei Neue gibt es nun…was, der Herr, gedenkt ihr dagegen zu tun?! Zumal, die Seite haben Sie gewechselt: Rechts steht der Kläger, führt seine Revision, sitzen die Referenzgetäuschten im Publikum, links lauscht entspannt die Revisionsbeklagte, denn der Senat gähnt und fragt: “Wollen Sie wirklich die Revision führen?”
    Das Urteil, so es fällt, kann alles entscheiden. Und dann, der Herr? Legst Du den Vorsitz nieder?? Ihr denkt, ihr werdet gewinnen, nicht wahr? Nee, wir gewinnen, WIR!!! Frag nach bei Thomas Frank, der Herr. Hilf ihm H(inz)U(nd)K(unz) sonst hilft am Ende …. Holmes, da der “Schatzmeister” es nicht kann und Hamm nicht mehr zuständig ist. Dresden und Naumbug, die schöne Domstadt an der Saale im Burgendlandkreis, haben sich schon entschieden: auch hier gilt die “Sonderlösung” nur einer, der kleine Schlösser aus dem Osten, will es nicht wahr haben, bloggt eifrig dagegen an, scheltet das Sabinchen, doch weiß er weder, dass sie es auch ist, noch kann er die sich im Vordringen befindliche Rechtsmeinung aufhalten: Atlas Shrugged seit 1957 und die Referenzgetäuschten Rätseln weiter: “Wer ist John Gault? Dass behaupte ich immer so, Google Platz 1 wurde versprochen….” lässt sich Stefan M. nicht nehmen preiszugeben und stottert mit den Augenliedern, weil er ihn verloren hat, den Überblick über das Große und Ganze. Nervosität breitet sich aus jenseits der Hansaallee. Bö 69

    • Thorsten Romaker sagt:

      Welch hirnloser Vortrag wird uns denn nun hier wieder geboten, mag sich der ein oder andere Leser fragen, muss ich mir das wirklich antun dürfte die folgende Überlegung sein und als Quintessenz steht die Forderung an den Admin löschend einzugreifen. Für den Papierkorb viel zu Schade ist meine Meinung, lässt doch auch dieser Beitrag Rückschlüsse auf das Befinden und die juristische Einschätzung der Eurowebphilen Meinungsmacher, bzw. -vertreter erkennen.
      Unanständiges Handeln lautet der Vorwurf und schämen sollen sich User, die ihre Meinung kundtun. Von Ehre ist die Rede, die ich demjenigen sicher absprechen mag, der hier völlig sinnentleert daherschwafelt und Duelle mit “Säbeln” ausfechten möchte. In kultivierten Kreisen tritt man Problemstellungen nicht mit Waffengewalt, sondern mit rationalen Argumenten entgegen und der Ehrbegriff dürfte wohl inzwischen auch auf anderen Grundwerten fußen.
      Von einer gemeinsamen Einnahme eines Getränkes ist mir bis dato nichts bekannt und so empfinde ich die “Duzform” eher als befremdlich, lade “Dich” aber gerne zu einem “Streitgespräch” zu mir ein, in welchem “Du” mir “Deine” Theorie vom Größenwahn sicherlich näher erläutern könntest.
      Angriffe auf Rechtsvertreter sollten sich, meiner Meinung nach, auf bessere Argumente stützen lassen. Ob 11 oder ein Dutzend (wo auch immer so beschrieben) kann kaum etwas an der Erfolgsquote vor dem höchsten Gericht ändern. Dies auch und gerade, weil auf Seiten der Kanzlei Berger stets versucht wird einen vermeintlichen Prozessgewinn vor dem BGH zu suggerieren, welchen es nach meiner Auffassung nicht ein einziges Mal gegeben hat. In allen bisherigen Verfahren vor dem Bundesgerichtshof konnte die Kanzlei Berger im Namen der Mandantin Euroweb, nach meiner Kenntnis, keinen eindeutigen Erfolg für sich verbuchen, eher das Gegenteil scheint der Fall.
      Wie ärmlich ist denn die Argumentation, dass allein durch die Umbesetzung des Senates beim BGH eine andere Rechtsprechung, als in der Revisionsverhandlung zum Urteil des LG Hildesheim dargelegt, zu erwarten wäre. Welch abstruser Gedanke sollte uns dazu führen etwas “dagegen tun” zu wollen?
      Die Argumentation auf der Seite der “Referenzkunden” wird stets einem Tenor folgen und dieser dürfte, meiner Meinung nach, arglistige Täuschung lauten und letztlich, meinem Glauben und meiner Hoffnung nach auch zu einer relevanten Verurteilung der verantwortlichen Personen führen. Und gerade weil der Senatsvorsitzende im durch die Firma Euroweb angestrengten Revisionsverfahren gegen das Urteil des LG Hildesheim die Revisionbetreibende Partei Euroweb nach einer (ernsthaft gewollten) Fortführung der Revision befragte, scheint mir eine Revisionsklage erfolgsversprechend.
      Über die divergierenden Urteile des 5. und 23. Senates des OLG Düsseldorf kann hier noch mannigfaltig spekuliert werden, einige Rechtsansichten und Möglichkeiten zu erklärendem Vortrag der Gegenpartei lassen, in meinen Augen, eine völlig unvoreingenommene Einstellung des Gerichtes zumindest bezweifeln. Dies glaube ich gar an einem recht aktuellen Urteil veranschaulichen zu können. Dazu später mehr.

      Angst vor einem Urteil in der Revision habe ich keine, da es keine “Sonderlösung” gibt oder geben wird, dies dürfte seit den 40 iger Jahren des vorherigen Jahrhunderts wohl eine obsolete Wortwahl sein und einzig Leuten einfallen, die ihre Ehre mit Säbeln verteidigen wollen. Nach der ausführlichen Würdigung der Fragestellung im Revisionsverfahren zum Urteil des LG Hildesheim vor dem BGH durch den Senatsvorsitzenden ist mir persönlich die Seitenwahl im Gerichtssaal einerlei.
      Ob die Zusammenarbeit der “Journalistin” Sabine M. mit der Kanzlei Berger nicht irgendwann zu erheblichen Problemen einer der Parteien führen kann, bleibt erstmal dahingestellt, ein beschworenes “Vordringen” lässt sich zumindest nicht mit einer Rechtsmeinung in Einklang bringen und lässt somit einen anderen, kaum juristischen, Hintergrund vermuten.
      Atlas Shrugged seit 1957 und die Referenzgetäuschten Rätseln weiter

      “Referenzgetäuschte” – also doch ! Wird uns hier mitgeteilt, dass die “Referenzpartner” tatsächlich über ihren besonderen Status getäuscht werden ?
      “Atlas shrugged” scheint nicht für jeden auf Anhieb verständlich und die beschriebene Problematik in der Komplexizität nicht sofort greif- und umsetzbar zu sein, lesen kann helfen !
      Zwei Dinge noch:
      Ich habe den Rechtsanwalt Berger nicht nur einmal in den Räumlichkeiten des BGH betrachten dürfen – danach dürfte Nervosität auch “Berger” heißen. Ein aufgescheuchtes Huhn vor der Schlachtung hält, wie ich finde, mehr Contenance.
      Nachdem die Frage der Nervosität geklärt sein dürfte, sei ein kurzer Hinweis auf Google-Platzierungen erlaubt. Ganz aktuell berichtet eine “Referenzkundin” nicht nur über die Werbung als Referenzkundin im Rahmen eines Cold Call, der mißbräuchlichen Nennung ihres Namens, Falschdarstellung von angeblichen Referenzen, sondern auch von dem Versprechen bei “Google” auf Seite 1 gelistet zu sein.
      Nach mehrmaligen Abmahnungen habe ich mich dieser Angaben versichert. Schon wieder ein Einzelfall, gemäß der Leitfäden ?

  137. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    Nun denn, war es nicht der Herr Eurowebanwalt Philipp Berger, der in seinem Euroweb-Blog schon mehrfach hoffnungsfroh den Entscheidungen des BGH entgegen sah und danach sehr seltsame Anstalten traf, diese zu verharmlosen?

    Bei mir (Jörg Reinholz, Schlosser) lässt sich gegenwärtig Einiges über die Qualität und die Preise der Euroweb nachlesen. Mit Preisen meine ich gewonnene, gekaufte und verlangte.

  138. Catherine Lutz sagt:

    Eine ausgewogene Berichterstattung sieht in der Tat anders aus. Habe ich Sie, Herr Romaker, richtig verstanden, dass Sie der Auffassung sind, das OLG Düsseldorf sei in Bezug auf Euroweb nicht objektiv sondern voreingenommen? Interessanter Ansatz, könnten Sie das hier bitte weiter ausführen und erläutern, denn es ist absehbar, dass auch mein Fall ersr 2013 in der Berufung entschieden werden wird und ich bin bereit, nach jeden Strohalm zu greifen. Wenn ich das Urteil vom 27.9 des OLG richtig bewertet habe, geht es beim BGH doch nur um die bislang ungeklärte Rechtsfrage, wie konkret der Anspruch aus 649 durch Euroweb dargestellt werden muss. Hierzu vertritt meinem Verständnis nach das OLG die Ansicht, dass es keiner Abgrenzung von bereits erbrachten zu noch nicht erbrachten Leistungen bedarf, wenn Euroweb sich sämtliche Leistungen als “erspart” anrechnen lässt. Leider erscheint mir das auch logisch, da es dem Gesetzeswortlaut entspricht: vereinbarte Vergütung minus ersparte Aufwendungen? Und auch die dazu im Zusammenhang mit Euroweb bisher ergangenen Entscheidungen des BGH bringen meinem Verständnis uns nicht weiter. Denn der BGH hatte zum einen in 2010 darüber zu entscheiden, ob die Vorleistungsklausel “jährlich im Voraus” wirksam ist und sodann in 2011 mehrfach die Rechtsfrage, ob trotz Laufzeitvereinbarung von 48 Monaten der Vertrag nach 649 kündbar ist. Beide Rechtsfragen hat der BGH meiner Recherchen nach bejaht, jedoch soch noch nicht ausdrücklich mit dem Anspruch nach 649 befasst, da höchstrichterlich zunächst zu klären war, ob der verwendete Vertrag überhaupt ein Werkvertrag ist, auf den 649 anwendbar ist. Da der Ansatz, den das OLG Düsseldorf dafür jetzt gewählt hat, logisch erscheint, weiß ich nicht, aus welchem Rechtsgrund der BGH diese Abrechnung kippen sollte. Denn nochmal: wenn keine Leistungen als erbracht anfallen sollen, wäre eine Abgrenzung zwischen erbrachten und nicht erbrachten Leistugen doch bloße Förmelei? Noch dazu hat das OLG beschrieben, dass der Referenzpartner selbst die Informationen herausfordern muss, die er für seine vermeintliche Rechtsverteidigung braucht – auch das klingt für mich nachvollziehbar und logisch? Wie stellen Sie sich dazu, Herr Romaker? Sie haben mir bislang immer den Eindruck vermittelt “Mehr” zu wissen, jetzt less ich zwischen zu Zeilen auch bei Ihnen Ratlosigkeit? In der Hoffnung, dass zumindest dieser Eindruck täuscht, setzte ich mich heute an mein Sonntagsfrühstück und wünsche allen Lesern, dass uns der goldende Herbst erhalten bleibt.

    • Thorsten Romaker sagt:

      Wie schlecht ist das denn nun wieder ?
      Ihr eurowebphilen Tatsachenverdreher werdet es vermutlich nie lernen.
      Welche Auffassung hat denn die Firma Euroweb und die Kanzlei Berger in den jeweiligen Prozessen vertreten ? Vertrat die Firma Euroweb die Ansicht es handele sich um einen Werkvertrag oder war nicht deren “Schutzbehauptung” eher es handele sich um einen Dienstvertrag ? Abgewatscht vom BGH versuchte die Kanzlei Berger die Tolerierung der “Vorleistungsklausel” als Prozessgewinn darzustellen, aber auch hier muß sie nach nochmaliger Nachfrage, meiner Meinung nach, verlieren. Auf die damalige Darstellung des Arbeitsprozesses durch die Firma Euroweb hin, fassten die Richter beim BGH diesen bekannten Beschluss, durch den neuerlichen Vortrag dieser, wie ich finde, obskuren Firma wird doch aber gerade dieser Ansatz ad absurdum geführt.
      Diesen Blödsinn glaubt doch längst niemand mehr, der sich mit dem Geschäftsmodell der Firma Euroweb auch nur halbwegs beschäftigt hat.
      Ernsthafte Fragen beantworte ich gerne weiterhin, solchen Blödsinn, wie hier zu lesen, kann sich aber jeder User schenken.
      Tatsächlich würde ich nicht von einem “Mehrwissen” sprechen wollen, durch Überlassung von vielen internen Unterlagen des Firmenkonglomerates Euroweb und durch Gespräche und weiteren Austausch mit ADM der betroffenen Firmen habe ich zumindest einen recht umfangreichen Einblick in diese “Strukturen”.
      Ratlosigkeit ist wohl das Letzte, was sie bei mir finden und nicht nur in dieser Hinsicht dürfen Sie Sich ihres Eindruckes getäuscht fühlen.
      Guten Hunger weiterhin und netten Gruß an Sabine und Phillip, natürlich erst nach dem Aufstehen.

    • Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

      Was war das denn? Die Euroweb hat vor dem OLG Düsseldorf gerade nicht dargelegt, dass diese wesentliche Aufwendungen erspart habe. Und der 5. Senat des OLG hat der Euroweb einen Vortrag durchgehen lassen, den andere Gerichte, sogar der 23. Senat des selben Gerichts hat der Euroweb den gleichlautenden Vortrag auch nicht durchgehen lassen – und dessen Begründung ist gerade hinsichtlich der BGH-Beschlüsse logisch.

      Sieh Dir doch mal den zu Lasten der Euroweb/Webstyle ergangenen Beschluss des BGH, Az. VII ZR 45/11 – an. Der nicht amtliche Leitzsatz ist:

      “Der Unternehmer kann seinen Anspruch auf Vergütung nach einer freien Kündigung des Werkvertrags nur dann auf die Vermutung in § 649 Satz 3 BGB stützen, wenn er den Teil der vereinbarten Vergütung darlegt, der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfällt. Denn dieser Teil und nicht die gesamte vereinbarte Vergütung ist Bemessungsgrundlage für die Pauschale von 5 %.”

      Damit ist das von der Kanzlei Berger veröffentlichte – und von Dir hier wiederholte Gewäsch – vom Tisch.

      Frau Lutz, Sie schreiben weiter: “denn es ist absehbar, dass auch mein Fall ersr 2013 in der Berufung entschieden werden wird und ich bin bereit, nach jeden Strohalm zu greifen. “

      Haben Sie denn mal ein Aktenzeichen oder Kontaktdaten, einen “Systemvertrag” oder sonst einen Beleg für Ihr Verfahren?

      Sie schreiben, der BGH hat nicht zur Vortragspflicht ausgeführt, das stimmt aber nicht.

      BGH, VII ZR 223/10 – Leitsatz: “Die Klägerin hat – wie die Revision nicht in Frage stellt – den Teil der vereinbarten Vergütung, der auf die nicht erbrachte Leistung entfällt, nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nicht dargelegt. Sie hat deshalb zu dem Anspruch auf die Pauschale von 5 % nicht schlüssig vorgetragen.”

      BGH, VII ZR 164/10, BGH, VII ZR 146/10 und BGH, VII ZR 134/10 – Leitsatz: “Der Unternehmer muss zur Begründung seines Anspruchs aus § 649 Satz 2 BGB grundsätzlich vortragen, welcher Anteil der vertraglichen Vergütung auf die erbrachten und nicht erbrachten Leistungen entfällt und darüber hinaus vertragsbezogen darlegen, welche Kosten er hinsichtlich der nicht erbrachten Leistungen erspart hat.”

      BGH, VII ZR 133/10 – Kernsatz aus dem Urteil: “Das Berufungsgericht geht davon aus, dass die Klägerin keine vertraglichen Leistungen erbracht hat. Dagegen bringt die Revision nichts vor. Gleichwohl meint die Klägerin, die nach den vertraglichen Vereinbarungen für das erste Vertragsjahr zu zahlenden Entgeltraten in voller Höhe verlangen zu können, weil sie hinsichtlich der nicht erbrachten Leistungen keine Aufwendungen erspart habe. Damit dringt sie nicht durch. “

      Ich weiß nicht, was den Herrn Philipp Berger dazu bringt, sich trotz dieser deutlichen Worte des BGH durch die wiederholte, gegenteilige Darstellung selbst einer ganz sicher eher unangenehmen Bewertung seiner kognitiven Fähigkeiten auszusetzen. Und ich will es nicht wissen. Ich sehe nur, er hält damit nicht ein. Und Sie – ich vermute in Ihnen eine “Sockenpuppe” – helfen ihm dabei.

      Mit welchen Namen werden Sie denn angesprochen, wenn das Gegenüber Ihren Personalausweis in der Hand hält?

  139. Hermann Keiler sagt:

    Ihr Engagement, meine Herren Romaker und Reinholz, in allen Ehren – wie glaubwürdig ist das eigentlich, was Sie hier betreiben? Und in welchem Auftrag (Arbeit gegen Cash) handeln Sie überhaupt? Bislang habe ich ihren Blog mit Wohlwollen verfolgt. Wenn ich jetzt lese, wie sie mit Frau Lutz umgehen, dann hört der Spaß auf. Die Dame soll eine Sockenpuppe des Herrn Rechtsanwalts Philipp Berger sein? Herr Berger ist der Anwalt der Firma Euroweb und damit der Gegenspieler zu Anwälten wie Thorsten Wachs, Stefan Musiol, Sabine Haaga, Carsten Langenfeld, Jens Stanger. Die Namen habe ich aus der “Anwälte” Rubrik dieses Blogs. Herr Romaker, bitte bekennen Sie endlich Farbe: Sind das die Personen, in deren Auftrag Sie den Blog hier gegen Bezahlung betreiben? Diese Frage aber nur als Einschub. Frau Lutz wendet sich mit berechtigten Argumenten an Sie, weil Sie suggerieren, Leuten helfen zu wollen. Und was machen Sie? Die Dame wird aufs erbärmlichste abgerotzt. Der Gipfel ist, dass Frau Lutz sich auch noch per Personalausweis legitimieren soll. Bittgesuchen, was ist das denn? Ich fändes es sehr angebracht, wenn Sie, Herr Romaker, sich mit der Zuschrift der Dame sachlich auseinandersetzten. Oder sind sie dazu nicht in der Lage? Noch was, Herr Romaker: Ihre persönlichen Entgleisungen gegenüber namentlich genannten Personen häufen sich in letzter Zeit und zumindest ich finde das überaus befremdlich. So können Sie sich Ihre jahrelange und sicherlich gut dotierte Arbeit an diesem Blog mit einem Schlag zunichte machen? Ist es das, was Sie konkret anstreben?

    • Thorsten Romaker sagt:

      Hallo Herr Keiler,

      auch Ihren Kommentar veröffentliche ich hier, ebenso wie jene des Herrn Reinholz, der Frau Lutz und von vielen weiteren. Nicht jedesmal mache ich mir die von den Usern geäusserte Meinung zu eigen oder gehe mit dieser konform, dennoch halte ich es für wichtig die Möglichkeit zu einer kontrovers geführten Diskussion zu erhalten. Sollte ich dabei übers Ziel hinausgeschossen sein tut mir dies Leid und ich entschuldige mich dafür.
      Leider erscheinen mir die Aussagen der Frau Lutz dermaßen an der Argumentationskette einer, die Firma Euroweb vertretenden, Kanzlei ausgerichtet, dass ich die Vermutung einer engen Verknüpfung sehr naheliegend finde. Dabei werden von Frau Lutz nicht nur die einseitig ausgelegten und teilweise auch falsch dargestellten und interpretierten Aussagen stumpf wieder gegeben, sie scheint sich nicht einmal die Mühe gemacht zu haben sich hier eingehend zu informieren. Es hätte der Frau Lutz u.U. auffallen können, dass der BGH 2010, anders als von der Kanzlei Berger dargestellt, eben nicht “nur” über die sog. Vorleistungsklausel zu entscheiden hatte, vielmehr ging es hier um die Frage, ob der vorliegende Vertrag eher dem Dienstvertrags- oder doch dem Werkvertragsrecht zuzuordnen sei. Auch wenn Herr Berger den Urteilsspruch immer wieder als Gewinn der Firma Euroweb darstellen möchte, weil die Vorleistungsklausel unter bestimmten Voraussetzungen durch den BGH abgesegnet wurde, so bleibt doch der Spruch des BGH, dass es sich hier um einen, anders als die Firma Euroweb und deren “Hauskanzlei” glaubten und behaupteten, Werkvertrag handelt. Dies dürfte für die Firma Euroweb zum damaligen Zeitpunkt ein schwerer Schlag gewesen sein, da daraus auch das Recht auf Kündigung nach § 649 BGB entsprang. Selbst diese Tatsache versuchte die Kanzlei Berger für die Mandantin Euroweb mit aller Macht zu verhindern und bemühte den BGH erneut und unterlag, wie nicht anders zu erwarten war. Zu den weiteren BGH-Urteilen und deren Aussagen zu den Anforderungen an die Abrechnung nach § 649 BGB hat der User Reinholz weit genug ausgeführt. Auch die vielen anderen Urteile, in denen die Schlüssigkeit der vorgelegten Abrechnung Seitens der Firma Euroweb durch das Gericht nicht erkannt wird, siehe dazu auch den 23. Senat des OLG Düsseldorf, sind hier schon mehrfach thematisiert.
      Wenn also die geehrte Frau Lutz nun mit einem solchen eurowebphilen Beitrag auf sich aufmerksam macht, der teilweise wörtliche Übereinstimmung mit “Bergerschen-Phrasen” hat und daneben offenbart, dass eine echte Beschäftigung mit diesem Blog nicht stattgefunden hat, was genau ist dann von solch einem Beitrag zu halten ?
      Die Tatsache, dass sich Herr Reinholz ebenfalls mit den Geschäftsmethoden der Firma Euroweb und deren Tochterfirmen beschäftigt muss nicht zwangsläufig zu der Behauptung führen wir würden gemeinsam handeln. Herr Reinholz äussert sich hier ebenso wie viele andere und ich werde nicht damit beginnen Beiträge nicht zu veröffentlichen, weil diese nicht meiner Meinung entsprechen, von solcher Art Zensur halte ich nun einmal überhaupt nichts. Ich betreibe dieses Blog aus eigenem Antrieb und Ihre Unterstellung ich würde einen monetären Vorteil daraus ziehen ist nicht neu und noch genauso falsch wie schon zig-mal zuvor.
      Ich selbst wurde von der Firma Euroweb als Referenzkunde verpflichtet und kann mir also auch ein Urteil über die Vorgehensweise der ADM aus eigener Anschauung erlauben. Was von verschiedenen Rechtsvertretern dann über die Aquisemethoden der Firma Euroweb vor Gericht vorgetragen wurde, war und ist oft nicht ganz “Wahrheitskonform” und doch lassen sich viele Gerichte täuschen, auch durch mangelnden Sachvortrag der jeweiligen Gegenpartei. Deshalb halte ich es für nötig hier entsprechende Anlaufstellen zu nennen und auch gleichzeitig, für den interessierten Leser, möglichst viele Informationen rund um die Firma Euroweb greifbar zu machen.
      Allerdings sollten die Betroffenen sich aber zumindest die Mühe machen sich selbst mit der Sachlage vertraut zu machen, auch dafür steht dieses Forum, es kann aber schwerlich eine Rechtsberatung von mir verlangt werden, etwas Eigeninitiative ist durchaus nötig.
      Zurück zu Frau Lutz:
      Welche Frage stellt Frau Lutz mir, nachdem Sie uns “Ihre” Meinung dezidiert dargetan hat – Wie stellen Sie sich dazu, Herr Romaker? Sie haben mir bislang immer den Eindruck vermittelt “Mehr” zu wissen, jetzt less ich zwischen zu Zeilen auch bei Ihnen Ratlosigkeit?
      Eine Antwort war hier wohl nicht wirklich gewünscht und wurde vermutlich auch nicht erwartet, wäre aber in meinen früheren Beiträgen bereits gegeben – einfach lesen.

      “Entgleisungen gegenüber namentlich genannten Personen” sind, denn es sie gibt, durchaus gewollt und somit eher als Anwürfe zu werten. Wenn ein Rechtsvertreter eine Schmierentante dafür bezahlt Dritte im Internet aufs übelste zu beschimpfen, zu verleumden und zu diskreditieren sollte man sich über den Gegenwind nicht wundern.

  140. huk sagt:

    Nach meinem Eindruck hat man sich auf Seiten der Euroweb-Gruppe in jüngster Zeit zunächst auf ein paar mehr oder weniger belanglose Scharmützel mit dem fleißigen Blogger Jörg Reinholz eingelassen und die Stimmung über die Gerichtsreporterin Gisela etwas angeheizt, um zunächst von den aktuellen „Arglist-Urteilen“ abzulenken und dann parallel wieder ein möglicherweise bedeutsameres Anliegen in den eigenen Fokus zu rücken: möglichst keine weiteren negativen Gerichtsentscheidungen zu fabrizieren. Das ist wohl teilweise gelungen. Aber immerhin: offensichtlich konnte man auf Seiten von Euroweb schlimmere Urteile durch billige Vergleiche abwenden. Das muss man wohl auch als deren Erfolg werten. Wirtschaftlich werden sich diese Vergleiche für Euroweb kaum bezahlt gemacht macht haben, wohl aber für deren Anwälte. Für Euroweb dürfte aber kaum der einzelne Fall zählen, anders als beim betroffenen Referenzkunden.

    Es wiederholt sich also das bekannte Spiel, allerdings mit einer kleinen Variante: Aufgrund des bei berger-law kürzlich veröffentlichen Urteil des 5. Senats des OLG Düsseldorf wittert man dort erklärter Maßen Morgenluft. Jedenfalls soll dieser Eindruck auch in diesem Forum durch vorgeblich neue Akteure suggeriert werden, die einen verdächtig vertrauten Ton anschlagen, als wären es alte Bekannte.

    Aber was ist von dieser Entscheidung des OLG zu halten? Das Ergebnis kann man als betroffener Kunde von Euroweb kaum gut finden. Aber geht es in der Entscheidung tatsächlich um Referenzkunden? Ich habe erstaunlicher Weise in dem Urteil nichts zu diesem Themenkreis finden können. Die dort geltend gemachten Täuschungsgründe haben mit dem Vertriebssystem „Referenzkundenmasche“ wenig zu tun: kein Preisvergleich, kein reserviertes Budget, keine kostenlosen Leistungen, keine Investition etc. durch Euroweb werden thematisiert.

    Es ist im Grunde genommen ein anderer Fall. Der dortige Kunde erwartete mehr Leistungsumfang für das vereinbarte Geld und fühlte sich getäuscht, als er für den erwarteten Leistungsumfang extra zahlen sollte.

    Die Referenzkunden fühlen sich demgegenüber dadurch arglistig getäuscht, dass ihnen eine kostenlose Leistung versprochen wird (Erstellung der Internetseite und regelmäßige Suchmaschinenoptimierung als Investition aus einem eigens dafür reservierten Budget), weil ihr Betrieb als Referenzobjekt so interessant sei. Tatsächlich gibt es von Euroweb nichts kostenlos, wie die zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen zeigen. Das war auch gar nicht vorgesehen, sondern die Referenzkunden müssen auch die Erstellung der Internetseite und die Suchmaschinenoptimierung über die monatlichen Raten mitbezahlen. Auch der regelmäßige Vergleich mit Preisen für normale Kunden steht unter dem Verdacht, Teil eines Täuschungssystems zu sein.

    Aufgrund der sachlichen Unterschiede sind dem dortigen Beklagten von Anfang an erfolgsversprechende Einwendungen auch im Rahmen der Abrechnung nach § 649 BGB abgeschnitten, z.B. das reservierte und im Falle einer Kündigung ersparte Budget.

    Deshalb bleiben nur die Widersprüche auf Seiten der Euroweb, die das eine Gericht so und ein anderes Gericht anders würdigt.

    Die Urteile können meistens nur so gut sein wie, die Aufbereitung des Sachverhaltes durch die Beteiligten. Der 5. Senat hat ja nicht grundsätzlich Unrecht, wenn er den Umfang der Darlegungslast zu den ersparten Aufwendungen von den diesbezüglichen konkreten Forderungen des Betroffenen für eine erfolgreiche Rechtsverteidigung abhängig macht.
    Gleichwohl wäre es sehr begrüßenswert, wenn Revision eingelegt würde, auch wenn eine Entscheidung des BGH in dieser Sache möglicherweise nur eine sehr eingeschränkte Aussagekraft für Verfahren mit Referenzkunden hätte.

    Die betroffenen Referenzkunden müssen halt weiterhin sehr genau zu allen Problemkreisen vortragen. Hier in diesem Blog gibt es genug Ansatzpunkte, um nicht nur der Abrechnung von Euroweb erfolgreich entgegentreten zu können. Die zahlreichen Urteile in diesem Blog zeigen aber eben auch, dass nur die sorgfältige Prozessführung zum Erfolg führen kann. Denn ein Gerichte kann ja nur den Sachverhalt bewerten, den es vorgetragen bekommen hat.

  141. Nate Silver sagt:

    Dass die letzten Kommentare von huk und JR alle immer noch in die Richtung zielen, das OLG Düsseldorf habe etwas übersehen bzw. nicht gewusst, als es seine inzwischen zwei Urteile zugunsten der Euroweb sprach, überrascht den objektiven Leser nur noch insoweit, als dass diese Wortmeldungen die Tatsache bestätigen, dass es auch in diesem Blog hier nur um Stimmungsmache gegangen ist – dasselbe Spielchen also, dem sich auch die “gerichtsreporterin” auf WordPress hingibt. Bezieht man jetzt noch die Blogseite der Kanzlei Berger Law mit ein, steht für mich ganz persönlich fest, dass dort wohl noch am wahrscheinlichsten die Wahrheit gefördert wird, wenn offen darüber berichtet wird, dass Obergerichte wie etwa das Kammergericht Berlin zunächst Zweifel an der Schlüssigkeit des Sachvortrags der Euroweb und ihrer Rechtsanwälte hegen, diese Zweifel aber durch Nachlass einer Erklärungsfrist konkret behoben werden könnten. Dass Euroweb dann auf diese grundsätzliche Möglichkeit verzichtet und den Vergleich sucht, um einen Rechtsstreit gütlich und fair abzuschließen, ist auch nicht, wie Sie und Ihre Gefolgsleute es darzustellen versuchen, Herr Romaker, perfide berechnend, sondern entspricht dem Wesen der Judikative: Unser Rechtssystem ist wie jedes, das auf Napoleons Code Civil basiert, nicht auf der Suche nach der absoluten Wahrheit, sondern dem Rechtsfrieden verpflichtet. Beide Parteien sollen am Endes des Verfahrens ihr Gesicht gewahrt und vor allem befriedet sein. Ich persönlich empfinde es so, dass Euroweb sich diesem Prinzip wesentlich mehr verpflichtet fühlt, als ihre Schuldner, insbesondere wenn diese auch noch durch Rechtsanwälte beraten werden, die den Vergleichsabschluss scheuen und die sich, jedenfalls nach meinem Eindruck, über das Medium ReferenzkundenInfo und die Causa Euroweb profilieren wollen. Beleg dafür ist die Tatsache, dass das OLG Düsseldorf wohl in jedem der jetzt zugunsten der Euroweb entschiedenen Verfahren zunächst beide Streitparteien auf einen moderaten Vergleich verpflichtet hatte. Der vormalige Referenzkunde hätte demnach als Schuldner der Euroweb jeweils wohl weniger als 2000 Euro bezahlen sollen. Erst nachdem diese Vergleiche durch den jeweiligen Schuldner und seiner eifrigen Rechtsanwälte widerrufen wurden, sprach das OLG Düsseldorf Euroweb die volle Vergütung nach 649 Satz 2 zu abzüglich sämtlicher Leistungen als ersparte Aufwendungen. Und erst dadurch bekommt Euroweb jetzt mehrmals die dreifache Summe des ursprünglichen Vergleichs. Dass sich hier in diesem Blog jetzt offensiv um Amtshilfe des BGH bemüht und die Urteile des OLG Düsseldorf als Irrlichter dargestellt werden befremdet bestimmt nicht nur mich, sondern viele Leser, die an eine objektive Berichterstattung über die Causa Euroweb geglaubt hatten. Insbesondere welche Teile der Urteilsgründe rechtsfehlerhaft durch das OLG Düsseldorf erkannt worden sein sollten, hat bislang keiner der Chefkommentatoren erläutert. Mir erscheint es so, als seien die Gutmenschen hier um Thorsten Romaker mit ihrem Latein bereits am Ende. Dann frag ich mich abschließend bloß, ob es nicht an der Zeit wäre, dass einer der großen drei Anwälte, nämlich die Herren Wachs, Musiol und Reinholz (advocatus h.c.), endlich einmal einen Gastbeitrag veröffentlichen wollen oder sollen die mit Hoffnung geschwängerten Referenzkunden nun also alleine ihren Weg finden, nachdem sich der gelobte Weg der Kündigung nach 649 als Sackgasse erwiesen hat? Ich meine mich zu erinnern, dass zumindest die Kanzlei Berger Law stets und immer wieder freundlich schon seit 2010 auf diesen Umstand hingewiesen hatte. Wie gesagt, Weitsicht ist fester Bestandteil einer fairen Berichtereigniserstattung, oder nicht?

    • Thorsten Romaker sagt:

      “Wie gesagt, Weitsicht ist fester Bestandteil einer fairen Berichtereigniserstattung, oder nicht?”

      An der “Weitsichtigkeit” verschiedener Protagonisten darf mit Sicherheit und zu Recht gezweifelt werden, viel wichtiger scheint mir aber die “Wahrheit” in Bezug auf eine “faire Berichtereigniserstattung” zu sein. Gerade diese Wahrheit, tatsächliche Darstellung eines Geschehensablaufes ohne unwahre Behauptungen und Unterschlagung von wichtigen Details, vermisse ich persönlich auf der von Dir genannten Blogseite. Auch wenn Du dort Deine “wahrscheinlichste Wahrheit” zu finden glaubst solltest Du den Blick für die Realität nicht vollständig verlieren und weniger gutgläubig auf Pressemitteilungen reagieren.
      Stimmungsmache möchtest Du hier erkennen weil eine Kammer des OLG Düsseldorf (5.) “inzwischen zwei Urteile zugunsten der Euroweb sprach” und hier dennoch kritische Meinungen geäußert und veröffentlicht werden. An ganzen zwei Urteilen einer Kammer eines OLG möchtest Du vermutlich die prägende Rechtsprechung festmachen und läßt dabei alle anderen ergangenen Urteile und auch die geäußerten Anmerkungen des Senatsvorsitzenden beim BGH Prof. Dr. Kniffka, die arglistige Täuschung betreffend, völlig außer Acht.

      Einen Vergleich dieser Seite mit dem Geschmiere von Gisela/Sabine Mertens/Meuter herstellen zu wollen erscheint mir, auch ohne nähere Betrachtungsweise, als völlig absurd. Das gekaufte Schmierenmädchen mag mit den überaus geschmacklosen Angriffen auf einzelne Blogger ungehemmt fortfahren, der Auftraggeber scheint bekannt und macht sich dabei nicht nur lächerlich sondern auch angreifbar. Es scheint mir schon sehr schlecht um jemanden zu stehen, wenn solcherlei Mittel ergriffen werden müssen.
      Ihrer offensichtlichen und auch geäußerten Affinität zur Blogseite der Kanzlei Berger schreibe ich Ihre eher seltsam anmutende Auslegung des bisherigen prozessualen Verlaufs im Rahmen der, von der Euroweb betriebenen, Referenzkundenmasche zu. Ich bitte Sie nicht nur die im “Offenen Brief des Rechtsanwalts Wachs an den Anwalt Berger” genannten Verzichts- und sonstigen Urteile wahrzunehmen, auch die bisherigen Entscheidungen des BGH sollten Sie in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Auch das Urteil des LG Hildesheim, welches eine arglistige Täuschung durch die Firma Euroweb bestätigt und welches durch Revisionsrücknahme vor dem höchsten deutschen Gericht, dem Bundesgerichtshof, Rechtskraft erlangte sollte Ihnen den Blick auf eine weniger eurowebphile Betrachtungsweise ermöglichen.

      Nach der Darstellung des Prozeßverlaufes vor dem Kammergericht Berlin durch Rechtsanwalt Wachs scheinen auch Ihre Behauptungen einer “Vergleichssuche” durch die Firma Webstyle/Euroweb eher fragwürdig, was meiner Meinung nach auch durch die fragwürdige Darstellung auf dem von Ihnen bevorzugtem Blog bestätigt wird.
      Ihre Rechtsauffassung und Ihr Rechtsverständnis scheinen mir einer gründlichen Überholung/Anpassung überfällig zu sein.
      Ein von Ihnen beschworener Rechtsfrieden lässt sich in der “Causa Euroweb” (um Ihre Worte zu nutzen) nach meiner Ansicht nur durch ein abschließendes Urteil des BGH erreichen.
      Ihre fehlerhafte Darstellung des bisher Erreichten und die Anwürfe gegen dieses Blog und auch meine Person bestätigen letztlich den Wert der bisher geleisteten Arbeit und das Schaffen der dahinter stehenden Personen.
      Gutmenschentum liegt mir fern, ein natürliches Rechtsempfinden halte ich nicht nur für möglich und den Einsatz für eigene Rechte empfinde ich für erhaltens- und kämpfendswert.
      Auf den Punkt gebracht:
      Kündigung nach § 649 BGB ist in “Causa Euroweb” ratsam.
      - Kanzlei Berger, im Auftrag der Euroweb unterwegs, versuchte vor dem BGH zu belegen, dass der vorliegende Internet-System-Vertrag nach Dienstleistung- und Mietvertragsrecht zu beurteilen wäre und unterlag.
      - Kanzlei Berger, im Aufrag der Euroweb unterwegs, versuchte vor dem BGH zu belegen, dass § 649 BGB nicht auf den hier streitigen Internet-System-Vertrag anwendbar wäre und unterlag.
      - Kanzlei Berger, im Auftrag der Euroweb unterwegs, versuchte sich mit Abrechnungen gemäß § 649 BGB vor dem BGH und unterlag mehrmals.
      - Kanzlei Berger, im Auftrag der Euroweb unterwegs, versuchte eine Revision gegen ein Urteil, welches die arglistige Täuschung durch die Euroweb Internet GmbH bestätigt ( LG Hildesheim) und zog nach den für die Euroweb desaströsen Ausführungen des Senatsvorsitzenden beim BGH die Revision zurück.

      Für mich vermittelt sich hier der Eindruck, dass eine Rechtsanwaltskanzlei, die sehr eng mit dem zu vertretenden Mandanten verbunden scheint, versucht jedes juristische Schlupfloch zu nutzen, selbst wenn nur noch ein minimaler Gewinn in Aussicht steht. Melke die Kuh, solange sie Milch gibt. Persönlich halte ich die Vorgehensweise der genannten Firmen, von der ersten Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Referenzkunden (cold call), über die Versprechungen (u.a. kostenlose Erstellung), bis zum prozessualem Vortrag für größtenteils gelogen und einzig dem monetären Vorteil geschuldet.
      Nach meiner, natürlich persönlichen und damit subjektiven, Einschätzung werden hier Kunden seit Jahren übervorteilt und Gerichte mit Halb- oder Unwahrheiten gefüttert. Hier beziehe ich mich explizit auf mein eigenes Verfahren mit der Euroweb Internet GmbH.
      Eine Sackgasse in Bezug auf den § 649 BGB sehe ich bisher auch nicht, allein der Königsweg kann und soll es nicht sein.

  142. Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

    nachdem sich der gelobte Weg der Kündigung nach 649 als Sackgasse erwiesen hat?

    Das hat er sich gerade nicht. Außerdem habe ich gerade in meinem Artikel “OLG Düsseldorf, Az. I-5 U 43/12: Ein verheerendes Urteil?” (Google findet diesen) deutlich gemacht, welche Rügen das Gericht hinsichtlich des Sachvortrags der leider unterlegenen Partei äußerte.

    Ein oder zwei bedauerliche und mit allem Verlaub selbst verschuldete Einzelfälle sind keine Sackgasse. Im Übrigen bleibt nach wie vor noch der Weg der Vertragsanfechtung wegen arglistiger Täuschung. Den kann und sollte man auch parallel angehen wenn der Vertragsschluss weniger als 3 Jahre her ist. Die 1-Jahres-Frist beginnt schließlich mit der Kenntniserlangung des Anfechtenden von der Täuschung – die gerade nicht mit dem Vertragsschluss zusammenfällt.

    “ob es nicht an der Zeit wäre, dass einer der großen drei Anwälte, nämlich die Herren Wachs, Musiol und Reinholz (advocatus h.c.), endlich einmal einen Gastbeitrag veröffentlichen wollen”

    Ich überlege tatsächlich, ob ich eine Zusammenfassung machen sollte, die alle Schritte von der Kündigung bis hin zur Entgegnung und dem Widerlegen des “Bergerschen” Vortrages beinhaltet.

    “Bezieht man jetzt noch die Blogseite der Kanzlei Berger Law mit ein, steht für mich ganz persönlich fest, dass dort wohl noch am wahrscheinlichsten die Wahrheit gefördert wird, “

    He. Wirklich! Ich habe selten so gut gelacht.

  143. huk sagt:

    Der offene Brief des RA Wachs an RA Berger war überfällig.

    Da darf man gespannt sein, ob RA Berger sich nun wegduckt und die Richtigstellung des RA Wachs schweigend akzepiert, oder ob er seine eigenwillige Prozessberichterstattung in Form von Pressemitteilungen öffentlich zu rechtfertigen versucht.

  144. Nate Silver sagt:

    Rechtsanwalt Wachs hat stark formuliert! Wäre es möglich, einen Audiokommentar zu hinterlassen, tosender Beifall wäre zu hören. So ähnlich muss es im Gerichtssaal klingen, wenn Rechtsanwalt Wachs argumentiert: geschliffene, kurze Hauptsätze, die dem Vorsitzenden Richter im Gedächtnis verhaftet bleiben. Fragen habe ich jetzt jedenfalls keine mehr, einzig dass Rechtsanwalt Wachs nur die Vergangenheit bemüht, nicht jedoch zu den aktuellen Urteilen des OLG Düsseldorf Stellung bezieht, die die Abrechnung der Euroweb nach 649 BGB für schlüssig erachten. Ich hatte mich, stellvertretend für wohl viele Leser, gefragt, wo in der Rechtsargumentation des OLG konkrete Rechtsfehler erkennbar werden, die bei einer möglichen Revisionsprüfung durch den BGH zur Aufhebung der Urteile des OLG Düsseldorf führen würden. Leider hat Rechtsanwalt Wachs in seinem engagierten Statement hierauf ebenso wenig Stellung bezogen wie Sie oder die Herren huk und Reinholz. Verwundert bin ich zudem, dass Rechtsanwalt Wachs hier immer von konkreten Vorsitzenden Richtern der Obergerichte in Berlin, Hamm und beim BGH berichtet – besteht ein Senat beim jeweiligen Gericht nicht aus 5 Richtern, die grundsätzlich gleichberechtigt sind, wenn nach Schluss einer Verhandlung in geheimer Abstimmung entschieden wird? Nach meinem Verständnis der jeweiligen Gerichtsorganisation ist der Posten “Vorsitzender Richter” der internen Selbstverwaltung des Gerichts zugeordnet und hat keinesfalls ein größeres Stimmengewicht als das der beisitzenden Richter. Wenn das also zutrifft, dann ist mit der bloßen Wiedergabe der Meinung eines Richters keinesfalls sicher prognostiziert, wie das Gericht der 5 Richter beim BGH oder einem Obergericht eines Bundeslandes entscheiden wird. Und ist es nicht weiterdings richtig, dass die Meinung, welche in einer mündlichen Anhörung geäußert wird, stets nur die vorläufige Meinung des jeweiligen Richters ist? Wenn auch das zutrifft, dann hätte Euroweb durch ihre Anwälte das Recht, dieser Meinung durch Schriftsatznachlass entgegenzuwirken, bevor das Gericht abschließend entscheidet. So jedenfalls entspricht es meinem Rechtsverständniss ohne dass mir intime Kenntnisse des Prozessrechts bekannt wären. Da aber frei nach der Logik Aristoteles A nicht ungleich A sein kann und die Realität nicht aus Widersprüchen bestehen kann, erscheint es zumindest mir so, dass beide Rechtsanwälte, der ehrenwerte Rechtsanwalt Wachs und sein Standeskolloge Berger, insoweit Recht haben könnten, als dass sie beide Meinungen, Rechtsätze und Normen deuten, über die letztendlich nicht sie als Rechtsanwälte abschließend entscheiden, sondern erfahrene Richter durch Urteile. Da wiederum bin ich mir sicher, dass auch Euroweb durch ihre Anwälte eine lange Liste siegreich bestrittener Verfahren veröffentlichen könnte. Insoweit irritiert zumindest mich das “name droping” des ehrenwerten Rechtsanwalts Wachs schon etwas, denn seine Liste ist erkennbar der Vergangenheit erwachsen. Welche Antworten er dagegen den aktuellen Entscheidungen des OLG Düsseldorf entgegenzusetzen hat, bleibt mir auch nach intensivem Studium seines Gastbeitrages rätselhaft. Wie es scheint, hat weder er noch Sie, Herr Romaker, bislang hierzu oder zum kontrovers diskutierten Thema der arglistigen Täuschung Urteile eines Obergerichts empfangen. Dann aber bleibt im Ergebnis für mich lediglich eine vage Meinungsäußerung im Raum stehen, die als “offener Brief” sicherlich originell verfasst und als emotionales Statement im Gedächtnis der Hilfesuchenden verhaftet bleiben wird. Nur, was außer Werbung hat davon bestand, meinen Sie?

    • Thorsten Romaker sagt:

      Ich fürchte, dass Sie Sich und Ihre Beiträge in diesem Forum einfach zu wichtig nehmen. Der “Offene Brief des Rechtsanwalts Wachs an den Anwalt Berger” nahm, nach meiner Wahrnehmung, überwiegend konkreten Bezug auf einen Artikel auf der Website der Kanzlei Berger Law, welcher sich mit einem Verfahren vor dem Kammergericht Berlin befasste und in welchem recht einseitig und unter auslassung wichtiger Fakten zumindest wahrheitsverzerrend dargestellt wurde. Ich weise Sie gerne nochmals darauf hin, dass die von Ihnen als so wichtig angesehenen zwei Urteile des 5. Senates des OLG Düsseldorf nicht als “vordringende” Rechtsprechung zu interpretieren sind, da in den Fällen, in denen die Gerichte und hier sind auch durchaus OLG gemeint zu einem anderen Ergebnis, sprich arglistige Täuschung und/oder ungenügender Vortrag zur Abrechnung nach § 649 BGB, kamen/Kommen könnten von Seiten der Euroweb bzw. der Kanzlei Berger mit schöner Regelmäßigkeit der Rückzug angetreten worden ist. Folglich bleiben hier die bestätigenden Urteile, wie vor dem LG Hildesheim geschehen, aus.
      Ihre geäußerten Ansichten zum Verfahrensverlauf und zur schlußendlichen Urteilsfindung durch einen Senat an einem deutschen Gericht halte ich, gelinde gesagt, für sehr blauäugig. Da sich sowohl der Vorsitzende, wie auch die übrigen Mitglieder des Senats mit der zu verhandelnden Problematik im Vorlauf der eigentlichen Verhandlung zu beschäftigen haben, steht zu vermuten, dass auch ein erster Gedankenaustausch bereits vor Verhandlungsbeginn stattgefunden hat. Dank der Firma Euroweb war ich nun schon mehrmals Zeuge von Verhandlungen am BGH und die Revisionsverhandlung zum Urteil des LG Hildesheim fiel hier schon durch die besonders klaren und deutlichen Aussagen des Vorsitzenden, die arglistige Täuschung und die Abrechnung nach § 649 BGB betreffend, auf. Nach meinem Dafürhalten wird sich ein Senatsvorsitzender kaum in dieser Deutlichkeit äußern, wenn die Vermutung auf stark divergierende Meinungen der übrigen Senatsmitglieder im Raume stünde.
      Wenn Rechtsanwalt Wachs die Vorsitzenden Richter der jeweiligen Gerichte zitiert, so entspricht dies wohl eher dem tatsächlichen Verfahrensverlauf, da in aller Regel der Vorsitzende das Verfahren lenkt und am ehesten die Meinung des Senats darlegt. Ihre Darstellung wird schon allein durch die häufige Rücknahme von Revision- und Berufungsverhandlungen durch die Firma Euroweb negiert, würde das Wort des Vorsitzenden in der Verhandlung nicht zumindest die Meinung des überwiegenden Teils des Senates wiederspiegeln, so würden diese Rücknahmen doch kaum einen Sinn ergeben, denn dann müsste die Kanzlei Berger doch in jedem Fall einen Urteilsspruch erzwingen wollen, dies doch auch aus dem Grunde, dass sie nach eigener Auffassung die besseren und gesetzeskonformeren Argumente auf ihrer Seite wähnen.
      Wir haben hier eine, vermutlich nicht einmal erschöpfende, Liste von Urteilen und anderen “Niederlagen” der Euroweb-Group von einem Rechtsanwalt, ich kann Ihnen jedoch versichern, dass es noch eine große Anzahl von weiteren für die Euroweb und die Kanzlei Berger unvorteilhaft verlaufender Verfahren gibt, die durch andere engagierte Rechtsanwälte/innen errungen wurden. Herr Berger versuchte sich, wenn ich recht erinnere, auch an einer Liste seiner “Erfolge” auf der kanzleieigenen Homepage – warum es bei dem Versuch blieb kann man sich denken.
      Da die Kanzlei Berger nach eigenem Bekunden über viele “helle” Köpfe verfügt, werden diese die fehlerhaften Ansätze in den Urteilen des 5. Senats des OLG Düsseldorf evtl. von ganz allein finden können. Sollte dies nicht der Fall sein hilft der BGH sicherlich gerne in einem weiteren Revisionsverfahren aus. Hätte man sich die Ausführungen von einigen Vorsitzenden an deutschen Gerichten zu eigen gemacht, oder doch zumindest ins eigene Kalkül miteinbezogen, so müsste man – ganz im Gegenteil zu den Referenzkunden – vor einer möglichen weiteren Revisionsverhandlung vor dem BGH keine Sorgen haben, insofern finde ich die Vorgehensweise der Kanzlei Berger in jüngster Vergangenheit zumindest nachvollziehbar, kommt man so doch weniger in die Verlegenheit den eigenen Standpunkt in einer Revisionsverhandlung vor dem BGH vertreten zu müssen.

      • Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

        “Ich hatte mich, stellvertretend für wohl viele Leser, gefragt, wo in der Rechtsargumentation des OLG konkrete Rechtsfehler erkennbar werden, die bei einer möglichen Revisionsprüfung durch den BGH zur Aufhebung der Urteile des OLG Düsseldorf führen würden. Leider hat Rechtsanwalt Wachs in seinem engagierten Statement hierauf ebenso wenig Stellung bezogen wie Sie oder die Herren huk und Reinholz. “

        Meine sehr konkrete Stellungnahme findet Google bei einer Suche nach “OLG Düsseldorf, Az. I-5 U 43/12: Ein verheerendes Urteil?” (Einen Link zu setzen oder nicht überlasse ich dem Betreiber dieser Seite)

        Wie ich mehrfach darlegte war in diesem Verfahren die Argumentation der Euroweb-Gegner schwach bis kritikwürdig – und das Gericht hat im Urteil mehrfach deren Vorgehen sehr deutlich kritisiert. Demnach hat das Urteil (bis auf seine Hinweiswirkung, was zu tun und was zu lassen ist) keine Auswirkungen auf künftige Verfahren. Auch das habe ich dort dargelegt.

        Philipp Berger und Andreas Buchholz werden der Euroweb und der Webstyle [nach meiner Einschätzung] also auch weiterhin Verzichtsurteile, Anerkenntnisurteile, Versäumnisurteile, Berufungsrücknahmen und Klagerücknahmen präsentieren müssen.

  145. Anonymous sagt:

    Hoffentlich erreicht dieser Brief viele Empfänger, insbesondere potentielle Verfahrensbeteiligte (und zwar VOR einem außergerichtlichen Verfahren), auf jeden Fall jedoch die Anwaltskammer (nicht nur des jeweiligen Bundeslandes), unvoreingenommene Juristenkollegen und – nicht zu vergessen – die durch die Referenzkundenmasche Geschädigten. Danke an Herrn Wachs für die Veröffentlichung.

  146. Anonymous sagt:

    Sehr geehrter Herr Rohmaker, haben Sie vielen Dank für Ihren mit viel Zeit und Aufwand betriebenen Blog, den ich seit einigen Wochen nach Feierabend lese. Ich bemühe mich sehr zu verstehen, was Sie und Ihre Mitstreiter schreiben, verstehe aber offengesagt überhaupt nichts und ich glaube, ich bin da nicht der einzige, wie mir ergeht es vielen anderen auch. Ich will Ihnen damit sagen, dass Sie Ihren Lesern schwere Kost servieren und nur „Eingeweihte“ werden verstehen. Ich bemühe mich aber sehr und habe sogar meine schlaue Frau zu Rate gezogen, wir haben dann gegoogelt und haben uns angeguckt, was die Kanzlei Berger, die in Ihrem Blog so wahnsinnig unter Beschuss genommen wird, auf Ihrer Internetseite schreibt. Beim Berger haben meine Frau und ich dann eine Auflistung mit Urteilen gefunden, das ist also das Gegenstück zu der Liste von Herrn Wachs, den Sie in Ihrem Blog einen Gastbeitrag schreiben lassen und dessen Worte sich mir ebenfalls nicht erschließen. Aber was ich eigentlich noch einmal sagen möchte ist, dass ich als Normalsterblicher so gar nicht Ihre Beiträge, die ich mit Verlaub gesagt als unschlüssig empfinde, verstehe und auch nicht nachvollziehen kann, warum Sie in Ihrem persönlich begründeten Vorgehen gegen Euroweb so ausfällig werden. Wenn doch das Recht auf der Seite von Ihnen und Herrn Wachs ist, dann könnten Sie sich doch in aller Ruhe zurücklehnen und das Recht walten lassen? Es war mir ein Bedürfnis, dass Sie ein Feedback von mir bekommen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. Michi Gerber

    • Thorsten Romaker sagt:

      Hallo Herr (Ger)(Ber) – (Ber)(Ger) (?),

      ich bedanke mich ausdrücklich für Ihren Durchhaltewillen und stehe Ihnen bei etwaigen Verständnisfragen natürlich gerne erklärend zur Seite. Auch Ihrer Frau, vermutlich Gisela oder Sabine heissend, bin ich bei der Behebung des Verständnisdefizites gerne behilflich. Allein das Ergebnis der Abfrage Ihrer IP-Adresse scheint als mögliche Erklärung für Ihre Verständnisprobleme ausreichend zu sein.
      Mit freundlichen Grüßen auch an die übrige Belegschaft
      Thorsten Romaker

      p.s.: hier noch kurz das Ergebnis der IP-Abfrage

      IP-Adresse zum Beitrag vom 18.11.2012, 11:15 Uhr

  147. Carlo Columno sagt:

    Die Kanzlei Berger bestätigt in einem eigenen Artikel auf ihrer Homepage, dass dort augenscheinlich nach dem offenen Brief des Herrn Wachs hier große Verwirrung zu herrschen scheint. Zitat:

    Die Rechtsanwaltskanzlei BERGER LAW jedenfalls beschäftigt neben ihren beiden verantwortlichen Partnern insgesamt sechs weitere Berufsträger, damit sichergestellt ist, dass die Interessen unserer Mandanten insoweit optimal vertreten werden, als dass gerichtliche Fristverlängerungs- und Terminverlegungsanträge die Ausnahme sind.

    Nun, unter der Rubrik Rechtsanwälte sind aber nur SIEBEN Rechtsanwälte aufgeführt. Zwei werden als Partner genannt, die Herren Berger und Buchholz. Also bis zwei scheint man zählen zu können. Aber sieben minus zwei macht bei mir denn doch fünf. Wo also kommt der sechste “Berufsträger” her? Zählt da einer für zwei?

    • Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

      Nun, es gibt, was die Zahl der Partner und der Anwälte der Berger Law LLP betrifft, einige Verwirrung mehr:

      So ist zum Beispiel “unklar”, warum der Euroweb-Mitgründer Amin El Gendilaut Eintrag im Register des AG Essen, PR 2590, war der auch Partner der Kanzlei Berger Law LLP – sowohl auf der Webseite als auch in etlichen Schreiben an die Gerichte nicht mit genannt wurde.

      Womöglich wird der aus den “unklaren” Gründen weiterhin nicht genannt oder nur aus “versicherungstechnischen Gründen” als Angestellter geführt oder die Kanzlei Berger Law LLP hat unbedacht einen “Systemvertrag” mit der Euroweb geschlossen und das scheinbar vertragstypische Limit von 3 Updates per anno ist erreicht…

      “Unklar” ist mir vor allem, ob die Berger Law LLP – die ausweislich der eigenen “Berichterstattung” oder meinetwegen “Litigation PR” ausschließlich Sachen des Euroweb-Konzerns zu bearbeiten scheint – nicht lediglich eine aus formellen Gründen in eine selbständige Firma ausgelagerte Rechtsabteilung der Euroweb ist. Das hätte immerhin einige rechtliche Folgen hinsichtlich der Vertretungsbefugnis und der Kostenanträge.

  148. Thorsten Romaker sagt:

    http://www.berger-law.de/aktuelles/Prozessrechtliches-Fallbeispiel-im.2ddca.php
    Einseitige, mitunter auch falsche, Darstellungen bedürfen Erklärung – coming soon.

  149. Anonymous sagt:

    Sehr geehrter Herr Rohmaker, haben Sie auch weiterhin vielen Dank für Ihren mit viel Zeit und Aufwand betriebenen Blog, den ich nach wie vor verfolge, auch wenn ich mich wundere, dass Sie mir der Wahrheit zuwider dieselbe IP-Adresse anhängen, wie sie nach Ihrer Darstellung die Kanzlei Berger verwenden soll. Wir beide, Sie und ich, wissen, dass das nicht der Fall ist und kennen die Wahrheit. Denn auch wenn ich nicht sicher bin, welches konkret meine IP Adresse ist, weiß ich sicher, dass ich kein Kunde der DTAG bin, wie Sie es darstellen, sondern beim Unternehmen 1 & 1. Sie, Herr Rohmaker, werden schon wissen, zu welchem Zweck diese Propaganda hier abläuft, ich wäre Ihnen jedoch aufs Äußerste verbunden, wenn Sie mich zukünftig daraus ließen. Denn was gehen mich Ihre Aversionen gegen die Kanzlei Berger an?
    Meine Fragen und Zweifel jedenfalls haben Sie durch dieses Manöver nicht erklärt, wenn auch gekonnt den Fokus davon weggelenkt. Und soweit an Ihrer statt ein Herr Jörg Reinholz geantwortet und sich auf eine von ihm verfasste Stellungnahme bezogen hat, habe ich nach gründlichem Studium des von ihm betriebenen Blogs erhebliche Zweifel, dass das oder seine Person überhaupt ernst genommen werden können. Denn immerhin veröffentlicht Jörg Reinholz selbst unter der Überschrift: “Des Wahnsinns fette Beute” in seinem blogspot-Blog, dass über seine Person ein Gerichtsgutachten eingeholt wird zur Frage seiner Zurechnungs- und Schuldfähigkeit. Welcher Mensch in geordneter Verfassung würde so etwas tun, meine Herren?
    In diesem Zusammenhang erscheint mir ein Aspekt ganz wesentlich, nämlich dass Menschen, die erkrankt sind, in den allermeisten Fällen auch die Fähigkeit verloren haben, zu erkennen, dass sie erkrankt sind. Hier fällt mir insbesondere der Film von Thilo Knops und Kirsten Waschkau ein, “Querulanten und Nervensägen in Deutschland” In diesem Film wird unterhaltsam, aber nicht unernst eine Typologie des Querulanten präsentiert. Immerhin ist unser Deutschland das Land des Michael Kohlhaas! Geltungssüchtige Psychopathen und unbelehrbare Rechthaber kommen zu Wort, aber auch Leute, die bei allem Starrsinn auf breite Sympathie stoßen, weil sie unerschrockene Kämpfer gegen den Amtsschimmel in den Behörden sind. Der Film lässt meiner Meinung nach auch die Deutung zu, dass solche Nervensägen Helden des Alltags sind, die eine demokratische Gesellschaft sehr wohl braucht. Daher kann ich allen nur empfehlen, sich zu entspannen. Immerhin befinden wir uns in der Vorweihnachtszeit und glücklicherweise nicht im Krieg wie derzeit viele Völker unserer Erde. Liest man manchen Beitrag hier und nimmt diesen ernst, könnte man allerdings bisweilen anderer Ansicht sein.
    In diesem Sinne stimme ich Ihnen, Herr Rohmaker, darin voll zu, dass einseitige, mitunter auch falsche Darstellungen einer Erklärung bedürfen, würde allerdings “comming soon” mit nur einem “M” schreiben wollen und hoffe, dass Sie mir deswegen nicht böse sind, sondern doch nochmal am Ende des Tages auf meine Fragen und Kritik eingehen, ohne wieder bloß abzulenken vom Kerngeschehen. And please, old chap Rohmaker, have it done soon.
    Einen herzlichen Gruß in die Runde, Michi Gerber

    • Thorsten Romaker sagt:

      Vielen Dank für den Hinweis – Fehler wurde bereits behoben.
      Soso, der Wahrheit zuwider.
      Gerne werde ich Ihrem Wunsch nachkommen und Sie zukünftig aussen vor lassen.
      Aversionen gegen die Kanzlei Berger hege ich mitnichten, ich nehme nur gerne zu den recht einseitigen Darstellungen dieser Kanzlei Stellung und versuche hier die fehlenden Argumente und Fakten nach zu liefern. Zu ihren Fragen habe ich bereits ausführlich Stellung bezogen – was von Ihren Aussagen zu halten ist zeigt das Folgende:

      Anonymous
      0 Genehmigte
      217.5.171.122
      Eingereicht am 18.11.2012 um 11:15

      Sehr geehrter Herr Rohmaker, haben Sie vielen Dank für Ihren mit viel Zeit und Aufwand betriebenen Blog, den ich seit einigen Wochen nach Feierabend lese. Ich bemühe mich sehr zu verstehen, was Sie und Ihre Mitstreiter schreiben, verstehe aber offengesagt überhaupt nichts und ich glaube, ich bin da nicht der einzige, wie mir ergeht es vielen anderen auch. Ich will Ihnen damit sagen, dass Sie Ihren Lesern schwere Kost servieren und nur „Eingeweihte“ werden verstehen. Ich bemühe mich aber sehr und habe sogar meine schlaue Frau zu Rate gezogen, wir haben dann gegoogelt und haben uns angeguckt, was die Kanzlei Berger, die in Ihrem Blog so wahnsinnig unter Beschuss genommen wird, auf Ihrer Internetseite schreibt. Beim Berger haben meine Frau und ich dann eine Auflistung mit Urteilen gefunden, das ist also das Gegenstück zu der Liste von Herrn Wachs, den Sie in Ihrem Blog einen Gastbeitrag schreiben lassen und dessen Worte sich mir ebenfalls nicht erschließen. Aber was ich eigentlich noch einmal sagen möchte ist, dass ich als Normalsterblicher so gar nicht Ihre Beiträge, die ich mit Verlaub gesagt als unschlüssig empfinde, verstehe und auch nicht nachvollziehen kann, warum Sie in Ihrem persönlich begründeten Vorgehen gegen Euroweb so ausfällig werden. Wenn doch das Recht auf der Seite von Ihnen und Herrn Wachs ist, dann könnten Sie sich doch in aller Ruhe zurücklehnen und das Recht walten lassen? Es war mir ein Bedürfnis, dass Sie ein Feedback von mir bekommen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. Michi Gerber

    • Jörg Reinholz, Schlosser sagt:

      Michi Gerber – (wohl Philipp Berger) schmähteDenn immerhin veröffentlicht Jörg Reinholz selbst unter der Überschrift: “Des Wahnsinns fette Beute” in seinem blogspot-Blog, dass über seine Person ein Gerichtsgutachten eingeholt wird zur Frage seiner Zurechnungs- und Schuldfähigkeit.

      Sie verwechseln da was:

      1. Der Blogeintrag hat den Titel “Des Wahnsinns fette Beute: Der “Rechtsanwalt” Philipp Berger ist nicht “Gisela Mertens” – und alle anderen sind sowieso verrückt!”

      2. Ich veröffentliche nicht, dass über meine “Person ein Gerichtsgutachten eingeholt wird zur Frage seiner Zurechnungs- und Schuldfähigkeit.” Sie können das jederzeit nachlesen. Meinetwegen aus der Kanzlei Berger Law LLP heraus – mit der IP 217.5.171.122 (welche eine feste, der Berger Law LLP zugeordnete IP-Adresse ist, wie am 18.11.2012 um 11:15 erweislich geschehen) oder von zu Hause mit Ihrem T-Online/Congstar Zugriff oder meinetwegen auch mit dem Laptop vom Luisencafe aus… Es ist schon sehr merkwürdig und stimmt mit allem, was ich über Philipp Berger und dessen Verhältnis zur Wahrheit weiß [denke], überein, dass Sie einen Antrag mit einem Beschluss gleich setzen. Dem 13-seitigen Antrag wird übrigens mit wenig mehr als einer Seite entgegen getreten. Das genügt vorliegend auch. Da es eines der Merkmale des Querulantenwahns sein soll, dass ein Querulant “Schriftsätze gern selbst (verfasst), die regelmäßig deutlich länger als nötig sind” stellt sich die Frage, wer denn nun dieses Merkmal erfüllt.

      3. “auch wenn ich mich wundere, dass Sie mir der Wahrheit zuwider dieselbe IP-Adresse anhängen, wie sie nach Ihrer Darstellung die Kanzlei Berger verwenden soll.” – Klar: Die Lügner sind immer die anderen. Aber ganz ehrlich, nehmen wir mal nur einen Sachverhalt, an dem man sehr genau fest machen kann, ob und wer da lügt:

      Die Kanzlei Berger hat jahrelang für die Euroweb/Webstyle vorgetragen:
      - Die Webseitenerstellung würde ausschließlich von fest angestellten Mitarbeitern der Euroweb durchgeführt.

      Erst als durch Vorlage von Anzeigen und entsprechenden Veröffentlichungen von Freiberuflern nachgewiesen werden konnte, das die Erstellung auch von Freiberuflern durchgeführt wird wurde eingeräumt:
      - besonders schwierige Webseiten würden auch von Freiberuflern durchgeführt.

      Erst als durch Vorlage von Geschäftsberichten der Webstyle GmbH nachgewiesen wurde, dass diese im betreffenden Zeitraum gar keine Mitarbeiter hatte wurde eingeräumt (KG Berlin, 7 U 225/11) ,
      - die Webseitenerstellung erfolgt durch Leiharbeitnehmer.

      Ich bin ja nun sehr gespannt, wie die Kanzlei Berger für die Euroweb vorträgt, wenn bekannt wird, dass [wie ich glaube] zumindest etliche Webseiten für die “Referenzkunden” der Euroweb von der Viscomp EOOD in Bulgarien erstellt wurden. Dafür genügen die Ausdrucke der Webseite dieser Firma. Die ich natürlich schon längst habe.

  150. huk sagt:

    Wie zu erwarten war gibt es keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem offenen Brief des Rechtsanwaltes Wachs. Die Reaktion beschränkt sich darauf, ihn fachlich auf fragwürdige Weise zu thematisieren.

    Nun wird auch konsequenter Weise über die “PR-Installation” Gerichtsreporterin Gisela ganz ohne verschleiernde Bandagen verbal zugeschlagen. Offensichlich möchte man die Stimmung wieder mal ein bißchen anheizen.

    Am Ende soll es so aussehen, als würden ein paar Neider und Psychopathen von Anwälten instrumentalisiert, deren Bestrebung es ist, sich auf Kosten der Mandanten reich zu klagen. “Können über 20.000 zufriedene Kunden Opfer einer systematischen arglistigen Täuschung sein?” Es bleibt sicherlich sehr schwer, das in jedem Einzelfall zu klären.

    Ich hoffe, dass der Focus dieses Blogs auf die Refenzkundenmasche gerichtet bleibt, um Betroffenen in den geeigneten Fällen notwendige Hilfestellungen bei dem oft schweren Nachweis von arglistiger Täuschung vor Gericht zu geben, und auch bei dem Umgang mit den oft widersprüchlichen oder unvollständigen Abrechnungen nach erfolgten Kündigungen.

    Die Art und Weise, wie Euroweb durch “PR-Strategien” ihr umstrittenes Geschäftsmodell zu rechtfertigen und zu retten sucht, könnte auf den einen oder anderen Wirkungstreffer deuten. Substantielles konnte den aufgedeckten Tatsachen bislang nicht entgegen gesetzt werden, trotz eines permanenten und relativ hohen finanziellen Aufwandes – wahrscheinlich gezahlt aus dem oft reservierten aber nur selten verbrauchten “Marketing-Budget”.

  151. EinMediendesigner sagt:

    Einfach nur Lächerlich was die Unternehmensgruppe da derzeit betreibt [wie ich finde]. Die wollen [wohl] echt sehen wie weit die gehen können. Früher oder Später sind die sicher am Ende. Mir scheint es die wollen es nun so drehen das Ihr Blog sowie die des Herrn Reinholz nutzen um Ihren (zukünftigen) Referenzkunden etwas auf die negative Berichterstattung kontern zu können.

    Jedenfalls bin ich froh das ich das Angebot für eine Festanstellung nicht angenommen habe.
    Aber es war doch recht interessant die Firma und Herr Preuß persönlich kennen gelernt zu haben. Jedenfalls hat es Ihm nicht so ganz gefallen als ich auf die negativen Berichte im Internet angesprochen haben, mir schien das Gespräch wurde von seiner Seite aus kurzfristig beendet.

    Gefallen hat es mir dort eh nicht, die Mediengestalter sitzen alle auf einen Haufen überall Tastaturgeklimper. Man hat gemerkt[Ich hatte das Gefühl] das es Fließband Produktion ist. Da ist mir eine Agentur lieber wo max 20 Mann arbeiten und die Projekte auch anständig abgearbeitet werden und auch die Kunden schnellst möglich betreut werden wenn Änderungen anstehen. Die sind dann in kurzer Zeit auch abgearbeitet.

    Persönlich bin ich auch in der Branche tätig und bei einer der Agenturen die Ihr Handwerk versteht und wo auch der Preis für die Erstellung von Web-Auftritten berechtigt ist. Die Unternehmensgruppe ist uns auch bekannt und Erfahrungen mit dieser gibt es auch und das sind keine positiven! Es ist nicht so das wir nicht mit anderen Firmen der Branche nicht zusammen arbeiten.

    Bei mir hat zu Zeiten meiner Selbstständigkeit auch einmal Viscomp angerufen und wollten das ich sie als Partner auf meine Webseite mit aufnehmen, sowie wurde auch bei einem meiner Kunden angerufen welche sich als European Website Company vorstellten. Sie wollten Ihm eine SEO der Webseite anbieten. Wobei die Webseite meines Kunden eine sehr gute Positionierung bei Google hat. Da stehen selbst die größeren Bekannten dahinter.

    Derzeit scheint es allerdings wirklich ruhig geworden zu sein was negative Beiträge über die Unternehmensgruppe anderen Webseiten angeht. Man fand ja bei Golem.de, Heise.de hin und wieder mal Berichte. Bestes Beispiel wo Nerdcore gepfändet wurde da hatte die Unternehmensgruppe etwas ihr wahres Gesicht gezeigt. Ich denke die wollen nach dem folgenden Motto leben.. “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s völlig ungeniert”

    Der/Die/Das unSINNIGE Gisela hat allerdings ihren Job verfehlt mit Ihren Blog Beiträgen sollte sie lieber Bücher mit irgendwelchen unrealen Geschichten schreiben. Ich würde sogar schon Vermuten das in der Hansaallee 299 wöchentlich ein Meeting stattfindet wo dann alle mit Lappi und Kaffee in der Runde sitzen und die Mitarbeiter dann die nächste Erfundene Story bloggen und die Mitarbeiter vom Intranet eine Email bekommen das sie den neuen Blogbeitrag nun Kommentieren müssen oder Sie dürfen nicht mit zur jährlichen Reise nach LA.

  152. Anonymous sagt:

    Das habe ich grade in den Kommentaren des letzten Beitrags bei der Gisela gelesen und mich doch etwas über die liebedienerische Art und Weise amüsiert, mit welcher die “sehr geehrte, liebe” Giesela und ihr “schillernder” Blog dort hofiert wird. :-D

    “Michi Gerber sagte am 3. Dezember 2012 um 21:36 :

    Sehr geehrte, liebe Frau Mertens, haben Sie vielen Dank für Ihren hübschen Blog, den ich mit größtem Vergnügen lese. Das, was Sie bringen, ist eine gelungene Mischung aus verständlicher Information und schillernder Unterhaltung und ist somit ein krass-gewaltiger Gegensatz zu dem Blog der Herren Thorsten Romaker und Thorsten Wachs, deren Worte sich mir nicht erschließen und vielen anderen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch nicht. Sehr geehrte, liebe Frau Mertens, es ist sehr freundlich von Ihnen, dass Sie aufgegriffen haben, was mir in dem Blog des Herrn Romaker widerfahren ist, es ist doch völlig verrückt, dass ich, Michi Gerber, der Rechtsanwalt Philipp Berger sein soll, dem ich noch nie über den Weg gelaufen bin. Das alles hat mich sehr bestürzt und auch meine schlaue Frau war sprachlos, was sie ansonsten nie ist. Ich kapiere auch nicht, und das habe ich auch dem Herrn Romaker mitgeteilt, warum der Herr Romaker in seinem persönlich begründeten Vorgehen gegen Euroweb so ausfällig wird und warum er sich nicht zusammen mit dem Herrn Wachs in Ruhe zurücklehnt und das Recht walten lässt. Nun gut, lassen wir das, es war mir ein Bedürfnis, sehr geehrte, liebe Frau Mertens, Ihnen ein Feedback zu geben. Ich freue mich schon auf Ihre weiteren Blogberichte und wünsche Ihnen einen schönen Abend. Herzliche Grüße Ihr Michi Gerber”

    Ob da jetzt jemand schon Selbstgespräche führt?

    • Anka sagt:

      Hier fehlt der “gefällt mir” Button ;) . Wenn es so ist, wie hier mehrmals angedeutet – und ganz von der Hand zu weisen kann ich es auch nicht – dann kann sich ein Michi Gerber natürlich nicht – selbst – über den Weg laufen. Diese gymnastische Übung möchte ich gerne sehen.

      Grüße an alle von Anka :)

      • Anonymous sagt:

        Vielleicht etwas unpassend an dieser Stelle – trotzdem: Ich wünsche Euch – uns allen – fröhliche Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr. Vor allem wünsche ich uns allen stets redliche, aufrichtige, vertrauenswürdige und verständliche Verträge und Geschäfte. Danke Thorsten für diesen Raum und seinen unermüdlichen Einsatz in dieser Hinsicht. Viele Grüße von Anka

  153. Anonymous sagt:

    Ich hoffe nur, dass ausser den Sockenpuppen und “uns hier”, keiner den Obermist von “uns Gisela” liest. Das ist echt schon Körperverletzung. savonarola.org ist genau so ein Rohrkrepierer.